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Neun für Europa : die EWG als Motor europäischen Integration 

Ehlermann, Claus-Dieter | Fischer, Per | Schmitz-Wenzel, Hermann | Strehlke, Reinhard | Thiele, Rüdiger | Wegner, Manfred | Weinstock, Ulrich  

Düsseldorf : Diederichs

1973

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Weitere Werke von Claus-Dieter Ehlermann
 
Biography 

Prof. Dr. Dr. h.c. Claus–Dieter Ehlermann (deutscher Staatsbürger, geboren 1931). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Marburg und Heidelberg (Promotion) 1959 Tätigkeit am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, 1961 Wechsel zur Europäischen Kommission, dort Berater und später Direktor im juristischen Dienst, von 1973 bis 1977 stellvertretender Generaldirektor der Finanzkontrolle, von 1977 bis 1987 Generaldirektor, von 1987 bis 1990 Leiter der Sprechergruppe und Pressesprecher sowie Sonderberater für institutionelle Fragen von Kommissionspräsident Jacques Delors, von 1990 bis zu seinem Ausscheiden aus der Europäischen Kommission 1995 Generaldirektor für Wettbewerb. Von 1995 bis 2001 Mitglied des Berufungsgremiums der WTO. Seit 2002 tätig als Berater der Sozietät Wilmerhale.

Summary 

Ein siebenköpfiges Autorenteam nimmt die erste Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft von sechs auf neun Mitgliedstaaten durch den Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs am 1.1.1973 zum Anlass, um eine kritische Bilanz des in der ersten Phase der europäischen Integration in den Bereichen Zollunion und Agrarpolitik Erreichten zu ziehen. Darüber hinaus gibt es einen Ausblick auf die in der zweiten Phase zu bewältigenden Herausforderungen in anderen Politikbereichen wie Wettbewerb, Handel, Steuern, Industrie, Umwelt, Forschung und Technologie, Soziales und Außenpolitik sowie in Bezug auf die Wirtschafts- und Währungsunion. Die Pariser Gipfelkonferenz vom Oktober 1972 mit ihren wegweisenden Beschlüssen der Staats- und Regierungschefs wird in diesem Zusammenhang als ein wichtiger Meilenstein betrachtet.

Claus-Dieter Ehlermann beleuchtet in seinem Beitrag mit dem Titel „Institutionen“ unter anderem das Spannungsverhältnis zwischen wachsendem Entscheidungsbedarf im Ministerrat und dem Beharren der Mitgliedstaaten auf einstimmiger Beschlussfassung in diesem Gremium. Er verweist zudem auf die Demokratielücke, die sich aus der Übertragung von Befugnissen nationaler Parlamente auf den Ministerrat und den dem Europäischen Parlament bis dato versagten stärkeren Mitentscheidungsbefugnissen ergibt.