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Der unvollendete Bundesstaat : europäische Erfahrungen und Erkenntnisse 

Hallstein, Walter  

Düsseldorf : Econ

1969

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Biography 

Walter Hallstein (deutscher Staatsbürger, geboren am 17. November 1901 in Mainz − gestorben am 29. März 1982 in Stuttgart) war ein Jurist, Professor und Politiker. Er gilt als einer der Gründerväter der Europäischen Union. Als erster Präsident der Kommission (von 1958 bis 1967) setzte er sich für ein föderales Europa ein. Während seiner Amtszeit schritt der europäische Integrationsprozess beträchtlich voran.

Summary 

In „Der unvollendete Bundesstaat“ formuliert Walter Hallstein seine Vorstellung eines geeinten Europas. Die politische Union Europas müsse allmählich und schrittweise umgesetzt werden, wobei es bei jeder Etappe klare Zielsetzungen und Verpflichtungen geben solle. Walter Hallstein bedauert die verpassten Möglichkeiten zur Vollendung einer europäischen politischen Integration, vor allem das Scheitern, eine europäische Verteidigungsgemeinschaft einzuführen und den fehlenden Willen der Mitgliedstaaten, eine formell und inhaltlich gemeinsame Außenpolitik zu schaffen.

Er befürwortet die Entwicklung europäischer Institutionen und unterstützt die Stärkung der Befugnisse des Europäischen Parlaments, u. a. durch direkte Wahlen, und der Kommission sowie eine starke Rolle für den Europäischen Gerichtshof.

Ein föderales Europa der Staaten mit einer föderalen Verfassung sei ein Mittel für den Frieden nicht nur in Europa, sondern auch weltweit. Genau das solle das Ziel des Integrationsprozesses sein. Bleibe dieser unvollendet, gleiche er einem unvollendeten Gebäude und dieses schade auch den bereits fertiggestellten Gebäudeteilen. Das eigentliche Ziel des Bauvorhabens wäre somit ebenfalls nicht erfüllt.