European elections     
 

Europawahl 

23.–26. Mai 2019 

Bei der nächsten Wahl zum Europäischen Parlament, die vom 23.–26. Mai 2019 stattfindet, können volljährige Unionsbürger entscheiden, wer sie im Europäischen Parlament vertreten soll. Gestalten Sie die Zukunft Europas mit, und gehen Sie wählen!

Die letzte Wahl zum Europäischen Parlament 2014 war die größte länderübergreifende Wahl, die jemals zur gleichen Zeit abgehalten wurde. Und dieses Mal steht sogar noch mehr auf dem Spiel. Indem Sie wählen, entscheiden Sie mit, wie das Europa der kommenden Jahre aussehen soll.

 Die Wahl zum Europäischen Parlament im Mai 2019 wirkt sich unmittelbar auf Ihr Leben aus. Es wird entschieden, wie die EU in den nächsten Jahren mit Ihren Sorgen und Wünschen im Hinblick auf Arbeit, Unternehmen, Sicherheit, Migration oder auch den Klimawandel umgeht.

 Denn Europa gehört uns allen, und wir sollten all diese Entscheidungen gemeinsam treffen. Deshalb ist nicht nur wichtig, dass Sie wählen: Auch Ihre Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen sollten an der Wahl teilnehmen. Wenn alle wählen, gewinnen auch alle.

So geben Sie Ihre Stimme ab

Es gibt zwar bestimmte gemeinsame Vorschriften für die Wahl, aber einige Punkte unterscheiden sich von Land zu Land, zum Beispiel die Möglichkeit, per Briefwahl oder aus dem Ausland zu wählen.

 Konkrete Details – wer die Kandidaten sind oder wo sich Ihr Wahllokal vor Ort befindet – werden nach und nach bereitgestellt. Wenn Sie mehr über die neuesten Daten wissen wollen, wenden Sie sich an die nationale Wahlbehörde.

Wenn Sie in einem anderen EU-Mitgliedstaat leben, sollten Sie dort Ihr MdEP wählen können. Wenn in Ihrem Herkunftsland eine Wahl aus dem Ausland möglich ist, haben Sie möglicherweise auch die Option, stattdessen dort zu wählen. Ob dies möglich ist, erfahren Sie bei Ihrer Botschaft. Natürlich können Sie nur einmal wählen. Also wählen Sie entweder in Ihrem Herkunftsland oder in Ihrem neuen Gastland, nicht in beiden.

Wir müssen Europa verändern, damit es wirksamer wird, indem wir auf die Bedenken der Bürger eingehen und auf all dem aufbauen, was wir bereits erreicht haben.

Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments

     

Einen Schritt weitergehen

Ihre Stimme abzugeben, ist nicht das Einzige, was Sie tun können. Sie können eine entscheidende Rolle spielen, indem Sie andere dazu anhalten, wählen zu gehen, und so die Richtung für die EU vorgeben.

Melden Sie sich an, und übernehmen Sie Ihre Rolle bei der Förderung der Demokratie. 

     

Warum sollten Sie bei der Wahl zum Europäischen Parlament wählen?

Das Europäische Parlament hat in den letzten Jahren viel getan, um verschiedene Facetten Ihres Lebens zu verbessern. Diese Arbeit muss in der nächsten Wahlperiode fortgeführt werden. Hier erhalten Sie einen Überblick , und Sie können Ihren Freunden mitteilen, welche Gründe für Sie am wichtigsten sind.

 Die EU befasst sich mit vielen Themen, von der Förderung des Handels über den Verbraucherschutz bis hin zu Anreizen für die Forschung. Sie verändert Ihre Stadt und Ihre Region. Hier erfahren Sie, was die EU für Sie tut .

     

Unser Pressedossier

Sie sind Journalist und berichten über die Wahl? In unserem Pressedossier  finden Sie alles, was Sie brauchen.

Wie vertreten mich die MdEP?

Bei der Wahl zum Europäischen Parlament wählen Sie die Person, die Sie als MdEP vertreten und Ihre Interessen in der EU verteidigen soll. MdEP können nicht nur neue Rechtsvorschriften gestalten und darüber entscheiden, sondern sie stimmen auch über Handelsabkommen ab, kontrollieren die Organe der EU und die Ausgaben Ihrer Steuern und leiten Untersuchungen zu bestimmten Themen ein.

Die Wahl zum Europäischen Parlament im Detail

Alle fünf Jahre entscheiden die Unionsbürger über ihre Vertreter im Europäischen Parlament, dem direkt gewählten Organ, das ihre Interessen im EU-Beschlussfassungsprozess vertritt. Die Wahlverfahren in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten sind unterschiedlich, jedoch gibt es auch einige gemeinsame Elemente. Im Folgenden wird kurz dargelegt, wie die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) gewählt werden.

Von wie vielen MdEP werden die einzelnen Mitgliedstaaten vertreten?

Die Verteilung der Sitze ist in den EU-Verträgen geregelt. Bei der Verteilung wird die Bevölkerungsgröße der einzelnen Mitgliedstaaten berücksichtigt: Kleinere Länder erhalten mehr Sitze, als ihnen bei genauer Beachtung der Verhältnismäßigkeit zustehen würden. Derzeit reicht die Zahl der zu wählenden MdEP von sechs für Malta, Luxemburg, Zypern und Estland bis zu 96 für Deutschland.

Wahlsystem

Gemäß den Vorschriften sollte bei der Wahl der MdEP eine Form der proportionalen Vertretung eingehalten werden. Mit diesem System wird dafür Sorge getragen, dass einer Partei, die 20 % der Stimmen erhält, auch 20 % der zur Wahl stehenden Sitze zugewiesen werden. Somit haben sowohl größere als auch kleinere Parteien die Möglichkeit, im Europäischen Parlament vertreten zu sein.

 Die Mitgliedstaaten können zahlreiche andere wichtige Einzelheiten des Wahlverfahrens selbst festlegen. So teilen beispielsweise einige Staaten ihr Hoheitsgebiet in mehrere regionale Wahlbezirke auf, während andere nur einen Wahlbezirk einrichten.

Wahltage

Was Wahlen betrifft, halten die Mitgliedstaaten der EU an unterschiedlichen Traditionen fest. Jeder Staat kann in einem Zeitfenster von vier Tagen den genauen Wahltag selbst festlegen. Diese Zeitspanne reicht von Donnerstag (an dem in der Regel die Niederlande abstimmen) bis Sonntag (wenn die meisten anderen Mitgliedstaaten ihre Wahlen abhalten).

Wer wird bei der Wahl antreten?

Bei der Wahl treten nationale Parteien an; nach ihrer Wahl entscheiden sich jedoch die meisten MdEP für die Mitgliedschaft in einer länderübergreifenden Fraktion. Die meisten nationalen Parteien sind Mitglieder europaweiter politischer Parteien (nähere Informationen hierzu siehe unten). Deshalb lautet eine der gewichtigen Fragen in der Wahlnacht, welche dieser europäischen Gruppierungen größeren Einfluss auf die Beschlüsse der kommenden Wahlperiode haben wird.

Beteiligung an der Wahl des Präsidenten der Kommission

Bei der Wahl 2014 haben die wichtigsten europäischen Parteien erstmals einen Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Kommission, des Exekutivorgans der EU, benannt. Der von der Europäischen Volkspartei vorgeschlagene Kandidat wurde zum Präsidenten der Kommission ernannt, nachdem das neue Parlament mehrheitlich seine Zustimmung gegeben hatte.

Das bedeutet: Mit der Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament konnten die Bürger nicht nur mitbestimmen, wer dafür verantwortlich ist, politische Maßnahmen der EU vorzuschlagen und durchzuführen.

 Auch von den europäischen politischen Parteien wird erwartet, dass sie ihre Spitzenkandidaten für die Wahl 2019 vorschlagen.

Europäische politische Parteien

Eine politische Partei auf europäischer Ebene besteht aus nationalen Parteien und Einzelpersonen und ist in mehreren Mitgliedstaaten vertreten. Ausschließlich nationale Parteien können das Ergebnis der Wahl zum Europäischen Parlament anfechten, jedoch würden sie häufig mit einer europäischen Partei in Verbindung gebracht werden, und nach der Wahl würden sie einer im Europäischen Parlament vertretenen Fraktion beitreten, der gleichgesinnte Parteien aus ihrer politischen Familie angehören.