Parlemeter 2012 

Die siebte Parlameter-Umfrage wurde vom 17. November bis 2. Dezember 2012 von TNS Opinion & Social durchgeführt; dabei wurden 26 739 europäische Bürger aus den 27 EU-Mitgliedstaaten befragt.

Die wesentlichen Ergebnisse dieser Umfrage lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es ist ein Nettozuwachs in Bezug auf das öffentliche Interesse an EU-Themen seit 2006 festzustellen. Seit 2008 ist die Wirtschaftskrise eines der Hauptanliegen der Europäer; dies ist mit Sicherheit auf die „Europäisierung“ der politischen Debatten im Rahmen der Wahlen in den Mitgliedstaaten in jüngster Zeit zurückzuführen.
  • Seit Herbst 2007, etwa eineinhalb Jahre vor den Europawahlen 2009, ist in Bezug auf die Medienerinnerung zum Europäischen Parlament ein Anstieg von 22 Prozentpunkten zu verzeichnen. Allerdings ist die Medienerinnerung seit 2011 leicht rückläufig.
  • Im letzten Jahr hat sich das Bild der Europäer vom Europäischen Parlament kaum verändert. Eine relative Mehrheit hat eine neutrale Sichtweise auf das Europäische Parlament, während etwas mehr als ein Viertel der Europäer jeweils ein positives bzw. ein negatives Bild zeichnen. 
    Bei drei Fragen stand im Mittelpunkt, wie die Europäer die Rolle des Parlaments in der Arbeitsweise der EU wahrnehmen:
    • Drei Viertel der Europäer sind der Ansicht, dass das Parlament heute eine wichtige Rolle spielt;
    • die absolute Mehrheit der Europäer möchte, dass das Parlament in Zukunft eine wichtigere Rolle spielt;
    • die absolute Mehrheit der Europäer möchte, dass das Parlament in Zukunft eine wichtigere Rolle spielt;
  • Bei den Informationsquellen, die die Europäer nutzen, ist eine deutliche Neuausrichtung zu verzeichnen. Zum ersten Mal, seitdem diese Frage gestellt wird, ist das Internet für Personen, die Informationen über das Europäische Parlament suchen, die am zweithäufigsten genannte Informationsquelle. Das Internet liegt allerdings noch weit hinter dem Fernsehen, das nach wie vor die wichtigste Informationsquelle darstellt. Allerdings hat das Internet die Printmedien nun um zehn Prozentpunkte überholt.
  • Wie bereits in der Vergangenheit ist die absolute Mehrheit der Europäer der Auffassung, dass die Bekämpfung von Armut ein Prioritätsbereich des Europäischen Parlaments bleiben sollte. Auf Platz zwei liegt die Koordinierung der Wirtschaftspolitik, die von mehr als einem Drittel der Befragten angeführt wird, und an dritter Stelle kommt die Verbesserung des Verbraucher- und Gesundheitsschutzes, für die sich ein Drittel ausspricht.
  • Der Schutz der Menschenrechte ist in den Augen der Europäer nach wie vor der wichtigste Wert. Die Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaaten kommt an zweiter Stelle; sie wird von über einem Drittel der Befragten genannt und hat die Gleichstellung von Männern und Frauen überholt, die mit der Meinungsfreiheit auf den dritten Platz zurückgefallen ist.