Startseite aufrufen (Eingabetaste drücken)
Zugang zu den Inhalten der Seite (mit der Eingabetaste bestätigen)
Liste der anderen Websites aufrufen (Eingabetaste drücken)
 
European youth in 2014
 
 

Die europäische jugend im jahr 2014

 

Anlässlich der unmittelbar bevorstehenden Europawahlen 2014 hat das Europäische Parlament in den 28 Mitgliedstaaten der EU eine Meinungsumfrage unter jungen Europäern zwischen 16 und 30 Jahren durchgeführt. Die Umfrage beschäftigt sich nacheinander mit den fünf Hauptthemen der Veranstaltung EYE 2014, die vom 9. bis 11. Mai in Straßburg stattfinden wird: Jugend und Beschäftigung, digitale Revolution, die Zukunft der EU, nachhaltige Entwicklung und europäische Werte.

Jugend und Beschäftigung

Mehr als die Hälfte der jungen Europäer hat das Gefühl, dass die Jugend in ihrem Land durch die Krise ausgegrenzt und vom wirtschaftlichen und sozialen Leben ausgeschlossen wurde (57%). Zwar ist eine absolute Mehrheit der jungen Europäer (55% gegenüber 42%) der Meinung, dass die Berufs-, Schul- und Hochschulausbildung ihres Landes gut auf die aktuelle Arbeitswelt ausgerichtet ist, die Anzahl der Befragten, die diese Meinung teilen, variiert in den verschiedenen Mitgliedstaaten jedoch deutlich. Mehr als vier von zehn jungen Europäern (43%) erklären, dass sie in einem anderen EU-Land arbeiten, studieren oder eine Ausbildung machen möchten. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (26%) fühlt sich aufgrund der Krise sogar gezwungen, in einem anderen EU-Land zu studieren oder zu arbeiten. Das Unternehmertum erscheint nur wenigen jungen Europäern attraktiv: Mehr als einer von zwei Befragten möchte kein eigenes Unternehmen gründen (52%).

Die digitale Revolution

Die jungen Europäer zeigen persönlich wenig Interesse an einer beruflichen Zukunft in der Digitalbranche, obwohl sie meinen, dass diese in den kommenden Jahren zahlreiche berufliche Perspektiven bieten wird. Auch wenn die jungen Europäer das Internet und die sozialen Netzwerke intensiv nutzen, sind sie über deren Bedeutung für die Demokratie geteilter Meinung: 46% der jungen Europäer sehen soziale Netzwerke als Fortschritt für die Demokratie, während 41% denken, dass sie ein Risiko für die Demokratie darstellen.

Die Zukunft der EU

Sieben von zehn jungen Europäern betrachten die Zugehörigkeit ihres Landes zur Europäischen Union in einer globalisierten Welt eher als Stärke (70%). Zudem erscheint den jungen Europäern die Stimmabgaben bei den Europawahlen als die beste Möglichkeit, am öffentlichen Leben in der EU teilzunehmen (44%), gefolgt von individueller Hilfe für die Bedürftigsten (35%).

Die nachhaltige Entwicklung

Ein sehr großer Teil der europäischen Jugend unterstützt mit seinem Verhalten im Alltag den Erhalt der Umwelt und den Kampf gegen den Klimawandel, in erster Linie durch systematische Abfalltrennung (74%). Die Nutzung erneuerbarer Energien platziert sich deutlich an der Spitze der Lösungen, die aus Sicht der Befragten am effizientesten die Energieunabhängigkeit der EU sicherstellen (71%).

Die europäischen Werte

Nach Ansicht der jungen Europäer sollte das Europäische Parlament vordringlich die Menschenrechte (51% der Nennungen), die Redefreiheit (41%) und die Gleichstellung von Mann und Frau (40%) verteidigen. 57% der befragten jungen Menschen sind schließlich der Ansicht, dass ihre Generation endlich eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter erreichen wird, während 42% gegenteiliger Meinung sind.

Weitere Informationen:
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.