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Die Europäer und die Krise III
 
 

Die Europäer und die Krise III

 

Diese Eurobarometer-Umfrage zum Thema „Die Europäer und die Krise“ ist die dritte Erhebung, die vom Europäischen Parlament vorgenommen wurde.

Die erste erfolgte im Januar/Februar 2009, sechs Monate vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009, die zweite im September 2010. Die Feldarbeit für diese Erhebung wurde von TNS Opinion vom 13. April bis 2. Mai 2011 auf der Grundlage persönlicher Befragungen von 26 825 europäischen Bürgern durchgeführt.

In den sieben Monaten seit der vorherigen Umfrage wurden die nationale und die internationale Situation von mehreren einschneidenden Ereignissen beeinflusst, die bei den Antworten der Europäer auf die gestellten Fragen zweifellos eine wichtige Rolle spielten.

Zwischendurch hat sich die öffentliche Meinung auf EU-Ebene nur geringfügig verändert, wogegen zwischen der ersten und der zweiten Erhebung (Januar-August 2010) größere Veränderungen zu verzeichnen waren. Es sei daran erinnert, dass auf die sechs bevölkerungsreichsten Mitgliedstaaten etwa 70 % des EU27-Durchschnitts entfallen.

Vor einer ausführlichen Analyse der Ergebnisse dieser Erhebung sollen zunächst die wichtigsten Erkenntnisse herausgestellt werden:

  • Die Europäer sprechen sich nachdrücklich für den Grundsatz einer Finanztransaktionssteuer auf globaler Ebene oder, wenn dies nicht gelingt, zunächst auf EU-Ebene aus.
  • Eine Mehrheit der Europäer ist der Auffassung, dass der Euro die Auswirkungen der Krise insgesamt nicht abgemildert hat.
  • Zur Bekämpfung der Krise möchten die Europäer mehrheitlich, dass die Mitgliedstaaten koordinierter vorgehen.
  • Bezüglich der Debatte darüber, ob wirtschaftsfördernde Maßnahmen ergriffen oder die Staatsausgaben gesenkt werden sollen, ist festzustellen, dass die wirtschaftliche Lage der Mitgliedstaaten unmittelbare Auswirkungen auf die Antworten hat. Innerhalb von sieben Monaten veränderten diese sich um 10 bis 38 Prozentpunkte.
  • Die Bekämpfung von Ausgrenzung und Armut stellt für die Europäer nach wie vor die erste politische Priorität dar, obgleich in mehreren Mitgliedstaaten beträchtliche Veränderungen zwischen den beiden Erhebungen zu verzeichnen sind.
  • Ernährungssicherheit: Die Unterstützung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern stellt für die Befragten die wirksamste Maßnahme dar, gefolgt von der Bekämpfung der Spekulation mit Nahrungsmittelerzeugnissen. Was die Ziele anbelangt, so befürworten die Europäer nachdrücklich mehrere Maßnahmen, mit denen sichergestellt wird, dass jedermann Zugang zu Lebensmitteln zu erschwinglichen Preisen hat und dass Landwirte über ein angemessenes Einkommen verfügen.
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.