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EB75.3 Europäer und die Energie (Teil II)
 
 

EB75.3 Europäer und die Energie (Teil II)

 

Die vorliegende Eurobarometer-Umfrage des Europäischen Parlaments, die dem Thema Energie gewidmet ist, knüpft an eine frühere, im Januar 2011 anlässlich der Tagung des Europäischen Rates vom 4. Februar veröffentlichte Umfrage an (Standard-EB 74.3). Diese Umfrage beschäftigte sich mit den Themen Energieversorgung sowie Zusammenarbeit und Solidarität im Energiebereich.

In Anbetracht der neuen vom Europäischen Parlament vertretenen Positionen liegt der Schwerpunkt dieser neuen Erhebung auf konkreteren Themen, die jedoch für die Entwicklung einer gemeinsamen Energiepolitik der Union von größter Bedeutung sind: Energieeinsparungen, Energieversorgungsschwierigkeiten, Integration von Netzen und Europäische Energiegemeinschaft. Durchgeführt wurde die Umfrage von TNS Opinion. Die Feldzeit erstreckte sich vom 9. Februar bis zum 6. März 2011 und stand im Zusammenhang mit einem harten Winter und einem Preisanstieg bei allen Rohstoffen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die beiden Umfragen eine Gemeinsamkeit aufweisen: aus den Ergebnissen geht erneut deutlich hervor, wie die Energiekultur und die Energiesituation des jeweiligen Mitgliedstaats die Antworten der Befragten beeinflussen.

Zwei soziodemografische Aspekte der jüngsten Erhebung müssen berücksichtigt werden: einerseits gibt es bis auf wenige Ausnahmen kaum Unterschiede in den Antworten von Frauen und Männern; andererseits wird anhand der Ergebnisse eine ausgeprägte Generationskluft sowohl im Handeln als auch in der Wahrnehmung von Energieproblemen erkennbar.

Bei der Energieeinsparung bevorzugen die EU-Bürger Maßnahmen ohne finanzielle Auswirkungen.

  • Einsparungen im Heimbereich haben Vorrang: Einsparungen bei der Beleuchtung und beim Einsatz von Elektrogeräten (55 %) und Verbrauchssenkungen bei der Heizung oder Klimatisierung (43 %).
  • Die Rahmenbedingungen sind für kostspielige Maßnahmen ungünstig: Gebäudedämmung (19 %), Kauf eines umweltfreundlicheren Kraftfahrzeugs (6 %).
  • Die Sensibilität für Einsparungen im Verkehr muss gefördert werden: seltener Gebrauch des Pkw (19 %), stärkere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (14 %) und Senkung der Fahrgeschwindigkeit (10 %).
  • EU-Bürger, die „nichts“ für eine Änderung ihres Verhaltens zugunsten von Energieeinsparungen getan haben, machen eine beträchtliche Gruppe aus (14 %).

Die Befragten geben praktischen Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten den Vorrang.

  • Sie wollen in der Lage sein, ihren täglichen Energieverbrauch mithilfe von „intelligenten“ Stromzählern täglich zu messen (47 %).
  • Sie erwarten die Schaffung von steuerlichen Anreizen (40 %).
  • Sie sprechen sich für die Schaffung der Voraussetzungen für den Wettbewerb zwischen den Energieunternehmen aus (36 %).
  • Sie sind für mehr Transparenz und eine Vereinfachung der Energiekostenrechnungen (23 %).

Die Unionsbürger wollen, dass das Ziel, 20 % des Energieverbrauchs einzusparen, zwingend vorgeschrieben wird (Befürwortung zu 80 %).

Die Unionsbürger unterstützen die Bekämpfung der Energieunsicherheit (Befürwortung zu 81 %).

Vorzüge eines integrierten Energieversorgungsnetzes in Europa

  • Es würde eine Senkung der Energiekosten nach sich ziehen (59 %).
  • Es würde zu einer besseren Nutzung der verschiedenen Energiearten führen (47 %).
  • Es würde die Energieversorgung sicherer machen (35 %).
  • Es würde der EU ein stärkeres Gewicht beim Aushandeln wichtiger Verträge mit Drittstaaten geben (28 %).
  • Die Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaaten würde gestärkt (25 %).

Die Befragten befürworten nachdrücklich die Errichtung einer Europäischen Energiegemeinschaft (78 % „stimmen zu“).

Weitere Informationen:
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Studien zur Erforschung der öffentlichen Meinung in den Mitgliedstaaten in Auftrag.

Dank dieser Studien will das Parlament besser verstehen, wie die Bürger seine Tätigkeit und die der Europäischen Union insgesamt wahrnehmen und was die Bürger erwarten. Damit verfügt es über ein wertvolles Instrument der Vorbereitung, Entscheidung und Bewertung seiner Arbeit.

Man findet auf diesen Seiten Informationen über die Einstellung der Europäer zu Fragen wie Klimawandel und gegenwärtige Wirtschaftslage, aber auch darüber, wie die Bürger die Europawahlen, das Europäische Parlament und die europäischen Einigung überhaupt wahrnehmen und was sie davon erwarten.