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„Parlemeter“ des Europäischen Parlaments
 
 

„Parlemeter“ des Europäischen Parlaments

 

Die Feldforschung für diese neue Parlemeter-Untersuchung zum Europäischen Parlament fand zwischen dem 25. November und dem 17. Dezember 2010 statt. Mit Blick auf die europäischen Wahlen im Jahr 2014 ist es notwendig festzustellen, wie die EU-Bürger das Europäische Parlament sowie die Politik und die Werte wahrnehmen, die das Organ verteidigen muss.

Die Ergebnisse zeichnen sich durch eine Stabilisierung der wichtigsten Indikatoren aus, allerdings mit einer geringfügigen Abschwächung. Zum besseren Verständnis der Ergebnisse sei daran erinnert, dass das letzte Parlemeter neun Monate nach den Wahlen veröffentlicht wurde, einem Zeitraum, während dessen sich die Europäer noch an die Wahlen im Juni 2009 erinnerten.

Der allgemeine Kontext dieser Untersuchung ist tief geprägt von der Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise und insbesondere mit den Schwierigkeiten des Euroraums und der Debatte über die wirtschaftliche Konvergenz Europas.

In dem Zeitraum zwischen den beiden Untersuchungen hat das Thema Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten dem Nachdenken über Europa Auftrieb verliehen.

Aus diesen Ergebnissen lässt sich eine Reihe von Entwicklungen ablesen:

Wie bei den vergangenen Umfragen zeigt die Analyse der hier vorgestellten Ergebnisse, dass die europäischen Durchschnittswerte unter Berücksichtigung der Länderergebnisse analysiert werden sollten. Bei der Auswertung der Antworten nach Mitgliedstaat zeigen sich daher große Unterschiede, die bis zu 52 Prozentpunkte ausmachen können, und die Entwicklung der Ergebnisse nach Land zwischen den beiden Untersuchungen kann bisweilen erheblich sein.

Zusammengefasst lassen sich bei den Antworten der Europäer auf diese Untersuchung die folgenden Hauptmerkmale feststellen:

  • Ein leichter Rückgang bei der „Medienerinnerung“
  • Nach wie vor begrenzte Kenntnisse über die Tätigkeiten des Europäischen Parlaments
  • Ein besseres Verständnis von der Arbeitsweise des Europäischen Parlaments
  • Gegensätzliche Erscheinungsbilder des Europäischen Parlaments
  • Eine größere Rolle des Europäischen Parlaments
  • Der Kampf für Werte: Die Europäer räumen dem Schutz der Menschenrechte stets Priorität ein
  • Der Kampf gegen die Krise stellt einen zentralen Schwerpunkt der vom Europäischen Parlament zu verfolgenden politischen Prioritäten dar

In den Antworten auf die Fragen ist eine Reihe von Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Dabei ist Folgendes festzustellen:

  • Männer geben an, besser über Fragen im Zusammenhang mit dem Europäischen Parlament Bescheid zu wissen als Frauen,
  • Die wohlhabenderen Gesellschaftsschichten sind besser über das Europäische Parlament und seine Tätigkeiten informiert,
  • Die jüngste Altersgruppe ist eigenen Angaben zufolge „am schlechtesten informiert“, während die Gruppe der 40- bis 54-Jährigen erklärt, „am besten informiert“ zu sein,
  • Bei den Befragten, die sich für eine Stärkung der Rolle des EP aussprechen, handelt es sich um diejenigen, die erklären, am besten über dessen Tätigkeiten informiert zu sein. Eine bedeutende Anzahl der Befragten, die angeben, nicht gut informiert zu sein, haben keine Meinung zu der Frage der Rolle des EP.

Es sei daran erinnert, dass die Ergebnisse der sieben bevölkerungsreichsten Mitgliedstaaten etwa drei Viertel des EU-27-Durchschnitts ausmachen.

 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.