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Umfrage nach den europawahlen 2009
 
 

Umfrage nach den europawahlen 2009

 

Diese Untersuchung wurde eine Woche nach den Europawahlen vom Juni 2009 vom 12. Juni bis 6. Juli bei 26 830 europäischen Bürgern in direktem Gespräch durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, die Beweggründe, die die europäischen Wähler dazu veranlasst haben, sich an der Wahl zu beteiligen bzw. nicht an der Wahl teilzunehmen, besser zu verstehen.

  • Die Wahlbeteiligung liegt bei 43 %. Allerdings muss dieser Durchschnittswert für die EU mit ihren 27 Mitgliedstaaten vor dem Hintergrund der jeweiligen Länderergebnisse gesehen werden. Demnach ist in acht Ländern ein beträchtlicher Anstieg der Wahlbeteiligung festzustellen, während in acht weiteren Ländern die Wahlbeteiligung nahezu unverändert blieb und in den übrigen elf Ländern ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen ist.
  • Auch diese Untersuchung ist von nachweislichen Unterschieden zwischen den einzelnen typischen Wählerprofilen gekennzeichnet: Frauen wählen weniger häufig als Männer, junge Menschen weniger als ältere, Arbeitslose weniger als höhere Angestellte, Menschen mit geringer Schulausbildung weniger als Hochschulabgänger, Großstädter etwas weniger als die Landbevölkerung.
  • Insgesamt 67 % der Europäer erinnern sich daran, in den Medien eine Wahlkampagne gelesen oder gesehen zu haben. Zwar ist es nicht möglich, zu unterscheiden, wie die einzelnen Wahlkampagnen auf europäischer oder nationaler Ebene gewirkt haben, Tatsache jedoch ist, dass sie rezipiert wurden. Gleichzeitig gibt ein Drittel der Wähler, die sich erklärtermaßen an nationalen Wahlen beteiligen, an, sich an den Europawahlen nicht zu beteiligen.
Weitere Informationen:
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.