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Parlemeter 2014
 
 

2014 Parlemeter

 

Im Rahmen des Parlameters des Europäischen Parlaments (EB/PE 82.4) wurden von TNS Opinion in den 28 Mitgliedstaaten der EU 27 801 Bürger und Bürgerinnen im persönlichen Gespräch befragt. Die Befragung wurde vom 29. November bis zum 9. Dezember 2014 durchgeführt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Wie schon nach der Europawahl im Jahr 2009 sind im medialen Gedächtnis in Bezug auf das Parlament auch Ende 2014 bedeutende „Nachwirkungen der Europawahl“ zu beobachten. Entsprechende Erinnerungen sind bei fast sechs von zehn Europäern zu beobachten (58%).
  • Aus der Umfrage geht allerdings hervor, dass die Tatsache, dass die Menschen etwas über das Europäische Parlament gehört haben, nicht darauf schließen lässt, dass sie sich auch dementsprechend gut informiert fühlen. So ist eine große Mehrheit der Europäer (67%) der Ansicht, nicht gut über die Tätigkeiten des Europäischen Parlaments informiert zu sein.
  • Eine Mehrheit der Europäer hat nach wie vor ein neutrales Bild vom Europäischen Parlament (43%). Dies gilt für 21 Mitgliedstaaten.
  • Die Kenntnisse der Europäer über den Aufbau des Parlaments und seine Arbeitsweise haben seit Juni 2013 zugenommen.
  • Bei der Frage nach der Zusammensetzung der europäischen Identität stehen für die Europäer ganz deutlich die Werte Demokratie und Freiheit (47 %) an der Spitze. Diese Meinung erfährt in 22 Mitgliedstaaten eine immer höhere Zustimmung. Die gemeinsame Währung (40 %), die vor einem Jahr diesbezüglich noch den Spitzenplatz einnahm, steht nun an zweiter Stelle. Sie ist somit in allen Ländern des Euroraums allerdings nach wie vor ein wichtiges identitätsstiftendes Element
  • Die Frage über die Mitgliedschaft in der Europäischen Union war von jeher Teil des Eurobarometers. Die absolute Mehrheit der Europäer (54 %) betrachtet die Mitgliedschaft als eine gute Sache. Dies gilt auch für die Länder, die nicht zum Euroraum gehören.
  • In Bezug auf das Tempo der Integration der EU sind immer mehr Europäer (49 %) der Auffassung, dass mit der Festlegung weiterer gemeinsamer Maßnahmen gewartet werden sollte, bis alle Mitgliedstaaten dazu bereit sind. Die höchsten Zahlen in Bezug auf diese Meinung sind in den Ländern zu verzeichnen, die am stärksten von der Krise betroffen sind.
  • Wie schon 2013, so wurde den Befragten auch dieses Mal die Frage gestellt, ob sie der Aussage zustimmen, dass ihre Stimme zählt. 58 % der Europäer stimmen der Aussage, dass ihre Stimme in ihrem Land zählt, zu, und 41 % der Europäer sind der Auffassung, dass ihre Stimme in der EU zählt.
  • Wie schon 2013, so wurde den Befragten auch dieses Mal die Frage gestellt, ob sie der Aussage zustimmen, dass ihre Stimme zählt. 58 % der Europäer stimmen der Aussage, dass ihre Stimme in ihrem Land zählt, zu, und 41 % der Europäer sind der Auffassung, dass ihre Stimme in der EU zählt.
  • Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (54 %) durch das Europäische Parlament ist laut einem konstant zunehmenden Anteil der Befragten von vorrangiger Bedeutung und wird in 25 Mitgliedstaaten auch weiterhin als die politische Maßnahme angesehen, die Vorrang haben sollte. Die Bereiche Einwanderung (25 %, +6 Prozentpunkte) und Bekämpfung des Terrorismus (29 %, +4) erfuhren den größten Zuwachs. Bei diesen Themen entsteht zwischen den Mitgliedstaaten eine neue Kluft. Dies gilt auch für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik (27%).
  • Der Schutz der Menschenrechte (60 %) ist für die Europäer mit großem Abstand der Wert, den das Europäische Parlament vordringlich verteidigen sollte. Darauf folgen die Gleichheit zwischen Frauen und Männern (36 %)und die Redefreiheit (34 %), für die ebenfalls eine Zunahme zu verzeichnen war. Es sei darauf hingewiesen, dass die Zustimmung auf europäischer Ebene lediglich bei einem Wert rückläufig ist, namentlich bei der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten der EU (30%).
  • Bei der Frage in Bezug auf die Lage des eigenen Landes, wenn es nicht Mitglied der EU wäre, stimmt eine Mehrheit in 11 von 15 genannten Bereichen der Aussage zu, ihr Land würde ohne die EU „schlechter dastehen“. Bei den vier übrigen Bereichen stimmt eine Mehrheit der Aussage zu, ihr Land würde „weder besser noch schlechter“ dastehen, wenn es nicht Mitglied der EU wäre. In Bezug auf die drei folgenden Bereiche bestehen allerdings große Unterschiede zwischen „besser“ und „schlechter“: Inflation und Lebenshaltungskosten, Einwanderung und Landwirtschaft.
Weitere Informationen:
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.