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Parlameter 2016
 
 

Parlameter 2016

 

Die Erhebung „Parlameter 2016“ des Europäischen Parlaments wurde vom 24. September bis 3. Oktober 2016 in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union von Kantar Public (vormals TNS opinion) durchgeführt.

Wie in jedem Jahr soll anhand dieser Erhebung ermittelt werden, wie die Unionsbürger das Europäische Parlament wahrnehmen, welches Bild sie mit ihm verbinden, welche Rolle es für sie spielt und was sie über das Parlament wissen. Außerdem werden Fragen zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union, zu Identität, Unionsbürgerschaft, vorrangigen Politikbereichen und Werten gestellt.

Wie bei jeder Erhebung dieser Art muss auch hier bei der Analyse der Ergebnisse der nationale, europäische und internationale Kontext berücksichtigt werden, in dem die Befragungen durchgeführt wurden.

Folgende Entwicklungen sind zu beobachten:


  • Was die Politikbereiche anbelangt, mit denen das Europäische Parlament sich vorrangig befassen sollte, ist bei der Bekämpfung des Terrorismus bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre seit 2012 eine kontinuierliche Zunahme im Parlameter zu verzeichnen: Dieser Aspekt nimmt nunmehr den zweiten Platz ein (42 %, +8 im Vergleich zu 2015).
  • Andere Indikatoren wiederum bleiben stabil. So ist die absolute Mehrheit der Europäer weiterhin der Ansicht, dass es gut ist, Mitglied der Europäischen Union zu sein (53 %, -2), und dass ihr Land davon profitiert (60 %, =).
    Ebenso vertreten etwa sieben von zehn Umfrageteilnehmern die Auffassung, dass das, was die Europäer eint, wichtiger ist als das, was sie trennt (71 %, -3). Knapp jeder zweite Europäer teilt außerdem die Meinung, dass er sich mit einem einheitlichen Sozialsystem noch stärker als Unionsbürger fühlen würde (46 %, +1).
    Auch zwei weitere Indikatoren pendeln sich ein, nämlich dass die Europäer ein neutrales Bild vom Europäischen Parlament haben (44 %, -2) und sich wünschen, dass es eine wichtigere Rolle einnimmt (46 %, +2). Die Kenntnisse der Europäer über das Europäische Parlament sind ebenfalls gleichbleibend gut.
  • Bei anderen Ergebnissen dieser Erhebung ist jedoch ein Rückgang zu verzeichnen: Beispielsweise haben die Europäer den Eindruck, dass ihre Stimme immer weniger zählt, und zwar sowohl auf einzelstaatlicher als auch auf europäischer Ebene. Allerdings herrscht in 26 der 28 Mitgliedstaaten die Meinung vor, dass die eigene Stimme im eigenen Land mehr zählt (durchschnittlich 53 %, -10 im Vergleich zu 2015) als auf Unionsebene (durchschnittlich 37 %, -2). Auf die Frage, wie die allgemeine Entwicklung sowohl in der EU (54 %, „Entwicklung in die falsche Richtung“, +13 im Vergleich zu 2015) als auch im eigenen Land verläuft (58 %, selbe Antwort, +14), antworten die Europäer zunehmend pessimistisch.
    Im Zusammenhang mit den grundlegenden Aspekten der europäischen Identität lässt sich feststellen, dass vor allem im Euro-Währungsraum deutlich weniger Befragte die Einheitswährung als wesentlichen Aspekt dieser Identität empfinden (33 %, -6).
Weitere Informationen:
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.