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Parlameter 2017: Eine gestärkte Stimme
 
 

Ansichten der Bürgerinnen und Bürger zum EP und zur EU

 

Die europäischen Bürger haben ein immer positiveres Bild von der Europäischen Union. Sie sind in zunehmendem Maße der Ansicht, dass ihre Stimme in der EU zählt und dass die Mitgliedschaft in der Europäischen Union für ihr Land von Vorteil ist. Im Rahmen des Parlameters 2017 des Europäischen Parlaments wurde eingehend analysiert, welche Meinungen die Bürger im Hinblick auf die EU-Mitgliedschaft vertreten und welche Einstellungen sie zum Europäischen Parlament, seinen Prioritäten, seinen Tätigkeitsfeldern und seinem Auftrag haben.

Im Rahmen der erneut aufgekommenen Debatte über die Zukunft Europas sind 47 % der europäischen Bürger der Ansicht, dass ihre Stimme in der EU zählt, was das beste Ergebnis seit der Europawahl von 2009 ist.

Eine deutliche Mehrheit der Europäer befürwortet weiterhin die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU. 57 % der Befragten sind der Ansicht, dass die Mitgliedschaft in der EU für ihr Land eine gute Sache ist; das sind nahezu genauso viele wie vor der Krise. Die Mehrheit der Befragten in allen Mitgliedstaaten meint, dass die EU-Mitgliedschaft für ihr Land von Vorteil ist. Darüber hinaus sind immer mehr Bürger der Ansicht, dass sich die Dinge in der EU in die richtige Richtung entwickeln (31 %, sechs Prozentpunkte mehr als im März 2017).

Auch das Europäische Parlament erlebt in der öffentlichen Meinung einen Aufwärtstrend. Mit einem Zuwachs von acht Prozentpunkten haben nun 33 % aller Bürger ein positives Bild vom Europäischen Parlament, während 42 % nach wie vor weder ein positives noch ein negatives Bild haben.

Außerdem wurde im Rahmen des Parlameters 2017 ermittelt, in welchen Bereichen die Europäer vonseiten der EU Schutz erwarten. Der Terrorismus, der von 58 % der Befragten genannt wurde, ist die wichtigste Bedrohung, vor der die Europäer vonseiten der EU Schutz erwarten. Die nächstgenannten Probleme wie Arbeitslosigkeit (43 %) sowie Armut und Ausgrenzung (42 %) sind auf die prekäre wirtschaftliche Situation zurückzuführen, von der zahlreiche Europäer betroffen sind. Der Schutz gegen unkontrollierte Einwanderung, der von 35 % genannt wurde, ist für die Bürger nach wie vor sehr wichtig.

Im Rahmen der Umfrage wurde außerdem untersucht, welche die wichtigsten Errungenschaften sind, deren Schutz die Bürger vonseiten der EU erwarten. Dabei handelt es sich einerseits um die Grundrechte (44 %) und die Freiheit, überall innerhalb der EU reisen, arbeiten und studieren zu können (36 %), und andererseits um die wirtschaftlichen Errungenschaften, genauer gesagt um die Arbeitnehmerrechte (34 %), die angemessene Altersversorgung (34 %) und den wirtschaftlichen Wohlstand (33 %). Diese Ergebnisse spiegeln die Werte, welche die Europäer vorrangig vom EP verteidigt sehen wollen, in angemessener Weise wider: den Schutz der Menschenrechte, die Redefreiheit und die Gleichstellung von Männern und Frauen.

Schließlich zeigt das Parlameter 2017, welche konkreten politischen Maßnahmen sich die Europäer vom Europäischen Parlament erwarten. Entsprechend den zuvor ermittelten Bedrohungen unterstützen die Europäer hauptsächlich Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, zur Terrorismusbekämpfung und zum Vorgehen gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Die Erhebung im Rahmen dieser Umfrage wurde zwischen dem 23. September und dem 2. Oktober 2017 durchgeführt. Insgesamt wurden 27 881 Europäer ab 15 Jahren aus allen 28 Mitgliedstaaten persönlich befragt.

Weitere Informationen:
 
 
 
Meinungsumfragen des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament gibt regelmäßig Meinungsumfragen in den 28 Mitgliedstaaten in Auftrag.

Diese Umfragen decken ein breites Themenspektrum ab und betreffen in erster Linie das Wissen der europäischen Bürger über das Europäische Parlament, ihre Vorstellungen über die EU und deren größte Herausforderungen sowie ihre Erwartungen im Hinblick auf die Europawahlen, das Europäische Parlament und die Europäische Integration im Allgemeinen.

Durch die Analyse der Ergebnisse soll ein möglichst umfassender Überblick über einzelstaatliche Entwicklungen und regionale Besonderheiten sowie über soziodemografische Unterschiede und historische Trends geschaffen werden.