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20-04-2016
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Über 10 000 Flüchtlingskinder in Europa verschwunden

In den vergangenen 24 Monaten sind mindestens 10 000 alleinreisende Flüchtlingskinder nach ihrer Ankunft in Europa spurlos verschwunden. Diese Zahl nannte Brian Donald, Stabschef der EU-Polizeibehörde Europol dem britischen "Observer" Ende Januar. Einige könnten in die Hände von Kriminellen gelangt sein, warnt Europol. Am Donnerstag (21.4.) findet dazu eine Debatte im Innenausschuss statt.

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Zahl der unbegleiteten jungen Flüchtlinge

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind 35 Prozent aller Migranten, die seit dem 1. Januar 2016 in die EU gekommen sind, Kinder. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die alleine in die EU einreisten, ist hoch.

2015 haben laut einem von Europol im Februar 2016 veröffentlichten Bericht 85 482 unbegleitete Minderjährige in der Europäischen Union um Asyl angesucht. Das sind dreimal so viele Anträge wie im Jahr 2014. Rund die Hälfte der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden waren Afghanen, 13 Prozent waren Syrer.

Flucht und Schlepperwesen

Der Bericht der EU-Polizeibehörde enthält auch Angaben zum Schlepperwesen. Laut Europol sind im vergangenen Jahr 90 Prozent der Migranten mithilfe von Schlepperorganisationen nach Europa gekommen.

Debatte im Innenausschuss

Am Donnerstagnachmittag (21.4.) debattiert der Innenausschuss mit Vertretern von Europol, der europäischen Grundrechteagentur und der Vereinigung "Missing Children Europe" über das Verschwinden der Flüchtlingskinder.

 

WEITERE INFORMATIONEN:

Live-Stream der Debatte im Innenausschuss (Donnerstag, 21.4., ab 15 Uhr)Dossier zum Thema MigrationEP Think Tank Briefing (EN)Europol-Bericht (EN)