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30-11-2017
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Abgeordnete könnten gegen die Zulassung von Phosphaten in Kebabfleisch Einspruch einlegen

Das Parlament könnte aufgrund von Gesundheitsbedenken Einspruch gegen einen Vorschlag der Kommission einlegen, der Phosphat im Kebabfleisch erlaubt.

Döner Kebab
Döner Kebab © foodphoto/Masterfile
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Am Dienstag äußerten die Abgeordneten des Gesundheitsausschusses ernste Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von Phosphaten, die als Lebensmittelzusatzstoffe verwendet werden. Sie nahmen damit Bezug auf den Vorschlag der Kommission, welcher die Verwendung von Phosphorsäure, Di- und Tri-Phosphaten und Polyphosphaten(E 338-452) in Kebabfleisch erlaubt − ganz gleich ob, Hammel, Lamm, Kalb, Rind oder Geflügel.

Die Frage ist nun, ob das Plenum den Einwand des Ausschusses mit absoluter Mehrheit (376 Stimmen) unterstützen wird, den Vorschlag ablehnt und die Europäische Kommission wieder von vorne anfangen muss.

Gemäß EU-Recht ist die Verwendung von Phosphatzusätze in der Fleischzubereitung grundsätzlich nicht erlaubt, doch aufgrund einer Anhäufung von Ausnahmen werden sie zunehmend eingesetzt, um das Aroma zu schützen und Wasser zu binden.

Die Abgeordneten beziehen sich auf einen wissenschaftlichen Bericht aus dem Jahr 2012, der auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Phosphatzusätzen in Lebensmitteln und erhöhtem kardiovaskulären Risiko hindeutet. Eine Beurteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ergab jedoch, dass dieses Risiko nicht der Phosphatzufuhr im Allgemeinen oder Phosphatzusatzstoffen zugeschrieben werden kann. Doch auch eine weitere wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2013 stellt eine Verbindung zwischen stark phosphorhaltiger Ernährung und einer erhöhten Sterberate in der US-Bevölkerung her.

Die nächsten Schritte

Die Entschließung wurde mit 32 zu 22 Stimmen verabschiedet. Das Parlament wird im Dezember-Plenum in Straßburg darüber abstimmen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat mitgeteilt, dass sie die Sicherheit von Phosphat-Lebensmittelzusatzstoffen bis zum 31. Dezember 2018 neu bewerten wird.