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06-12-2018
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30 Jahre Sacharow-Preis, 70 Jahre Menschenrechtserklärung

Heuer ist das 30. Jubiläum des Sacharow-Preises für geistige Freiheit und der 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aus diesen Anlässen lädt das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments zu einer Reihe von Veranstaltungen.

Sacharow-Preis © European Union 2018
Sacharow-Preis © European Union 2018
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Am 12.12. zeichnet das Europäische Parlament den ukrainischen Filmregisseur Oleh Senzow mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit aus. Er wurde 2014 auf der Krim verhaftet und wegen des Vorwurfs der Planung terroristischer Handlungen gegen das auf der Krim faktisch herrschende Regime Russlands zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er sich der unrechtmäßigen und erzwungenen Annexion eines Teils seines Landes durch dessen kriegerischen Nachbarn widersetzte, die eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und der internationalen und bilateralen Verpflichtungen Russlands ist. Seine Verurteilung steht inzwischen sinnbildlich für das Schicksal der etwa 70 Staatsbürger der Ukraine, die nach der Annexion der Halbinsel Krim von der russischen Besatzungsmacht unrechtmäßig verhaftet und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.

Das Verbindungsbüro organisiert aus diesen Anlässen folgende Veranstaltungen:

Im Rahmen der schon traditionellen Zusammenarbeit mit dem internationalen Filmfestival "this human world" in Wien wurde am Sonntag, dem 2.12. in der Brunnenpassage der Film "City of Ghosts" über die syrischen Bürgerjournalisten "Raqqa is being slaughtered silently" gezeigt, gefolgt von einer spannenden Diskussion über Bürgerjournalismus und Demokratie mit MEP Michel Reimon, Hussam Eesa von "Raqqa is being slaughtered silently" und Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen).

Am Menschenrechtstag selbst, dem 10. Dezember, steht die Medienfreiheit im Mittelpunkt zweier Veranstaltungen im Haus der Europäischen Union.

120 SchülerInnen aus ganz Wien erfahren, welche Bedeutung die europäische Politik und die Medien zum Schutz ihrer Menschenrechte haben. Nach einer Diskussion, um 9h, mit MEP Lukas Mandl, der Wiener Gemeinderätin Marina Hanke und Maria Mayerhofer von "aufstehn.at" erleben sie in einem Erzählcafé konkrete Rechte wie z.B das Wahlrecht und die Meinungsfreiheit.

Am Abend, um 18h, diskutieren Andreas Accardo (FRA), Sanita Jemberga (Baltic Center for Investigative Journalism), Hannes Tretter (Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte) und Jörg Wojahn, der Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, aktuelle Fragen der Medienfreiheit in der EU.

Die beiden Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, der Stadt Wien, dem International Press Institute und dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte statt.

Der Sacharow-Preisträger selbst wird in Wien mit einem Dokumentarfilm gewürdigt. Am 10. Dezember um 20.30h zeigt das Verbindungsbüro "the trial: the state of Russia vs Oleg Sentsov" im Schikanederkino, im Rahmen des Filmfestivals "thishumanworld".

Auch das weitere Fachprogramm der Woche im EU-Haus steht ganz im Zeichen der Menschenrechte in der Demokratie: Am Dienstag (11.12.) "leave no one behind" mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft, am Donnerstag (13.12.) geht es um die Europäische Bürgerinitiative und am Freitag um Beschuldigtenrechte im polizeilichen Ermittlungsverfahren.

 

WEITERE INFORMATIONEN:

Veranstaltungen im Dezember 2018 im EU-Haus
Oleh Senzow ist Sacharow-Preisträger 2018
Sacharow-Preis: Finalisten 2018
Infografik - Auswahlprozess
Allgemeine Informationen zum Sacharow-Preis
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