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12-10-2018
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Kleine Produzenten schützen: Das Ziel des EU-Richtlinenvorschlags zur Nahrungsmittelversorgungskette

Entgegen zahlreicher aktueller Medienberichte geht es im aktuellen Richtlinenvorschlag zur Nahrungsmittelversorgungskette darum, unfairen Handelspraktiken einen Riegel vorzuschieben.

Symbolfoto: Kürbisse
Symbolfoto: Kürbisse ©dolgachov/mauritius images/Masterfile
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Produzenten, insbesondere in der kleinstrukturierten Landwirtschaft, wie wir sie in Österreich vorfinden, sollen vor der Marktmacht der großen Marktspieler besser geschützt werden.

Der Richtlinienvorschlag sieht daher u.a. vor, dass

  • alle Akteure in der Nahrungsmittelversorgungskette den Regeln des „fair plays“ unterliegen sollen;
  • nicht nur der Handel mit Lebensmittel, sondern auch Nebenleistungen erfasst werden sollen;
  • Produzenten das Recht auf weitaus schnellere Zahlung für verderbliche Lebensmittel haben sollen;
  • Bestellungen verderblicher Ware mindestens 60 Tage im Voraus storniert werden müssen;
  • Produzenten das Recht auf einen schriftlichen Vertrag haben.

Die Bio-Qualität der österreichischen Ware wird durch diese Richtlinie in keiner Weise angegriffen. Österreich ist mit rund 20 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Spitzenreiter in Europa, was auch mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wird.

Nächste Schritte

Der vorliegende Richtlinienvorschlag wurde im zuständigen Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments abgestimmt. Voraussichtlich in der nächsten Plenartagung (22.-25. Oktober 2018) wird die Vollversammlung über ein Verhandlungsmandat mit dem Rat abstimmen.

Noch unter österreichischem Ratsvorsitz werden dann die Gespräche zwischen Parlament, Rat und Kommission zur Konkretisierung der Richtlinie beginnen. Eine etwaige Einigung bei den Gesprächen wird dann sowohl im zuständigen Landwirtschaftsministerrat, als auch im Europaparlament zur Abstimmung gebracht.