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12-09-2018
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SOTEU-Diskussion in Wien

Am 12. September 2018 hielt Jean-Claude Juncker seine letzte Rede zur Lage der Union als Kommissionspräsident vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Im Haus der Europäischen Union in Wien nahmen vier Medienvertreter dies zum Anlass, um die Worte des scheidenden Kommissionspräsidenten einer genauen Analyse zu unterziehen.

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Während sich Jean-Claude Juncker nach seiner Rede in Straßburg wieder in die Reihen der Zuhörenden zurückzog, nahmen in Wien Wolfgang Böhm (Die Presse), Alexandra Stanić (biber), Ralph Janik (Addendum) und die Bloggerin und Social-Media-Influencerin Sophie Forster auf dem Podium Platz, um den Worten des überzeugten Europäers auf den Grund zu gehen. Moderiert wurde die Diskussion von Paul Schmidt von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Vor einem Publikum von knapp 100 Gästen sparten die Diskussionsteilnehmer nicht an Kritik: Zwar habe Jean-Claude Juncker wichtige Themen wie Migration, Bildung und den wiedererstarkenden Nationalismus in den Mitgliedstaaten in seiner Rede aufgegriffen, allerdings sei es ihm nicht gelungen, mit seinen Worten auch jüngere Generationen zu erreichen. Des Weiteren habe Juncker außenpolitischen Themen in seiner Rede zu wenig Gewicht eingeräumt und sei überdies daran gescheitert, in den europäischen Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa zu erwecken. Ein solches sei jedoch Voraussetzung dafür, den Fortbestand des Projekts Europa zu sichern, so mehrere Stimmen aus dem Publikum.

Danach gefragt, welche Ratschläge sie Jean-Claude Juncker für sein letztes Jahr als Kommissionspräsident mit auf den Weg geben würden, antworteten die Diskussionsteilnehmer u. a., dass er die europäischen Bürgerinnen und Bürger etwa durch eine an die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs gerichtete „Stay“-Kampagne einen, die Europäische Union bereits in der Grundschulbildung zum Thema machen und jungen Menschen und ihren Anliegen verstärkt Gehör schenken solle.

Moderator Paul Schmidt schloss die Diskussion mit einem Zitat aus der Rede Jean-Claude Junckers: Dieser hatte dazu aufgefordert, Kompromissfähigkeit wieder als Tugend anstatt als Schwäche und als Verrat an den eigenen Werten und Grundsätzen zu sehen. Paul Schmidt verwies in diesem Zusammenhang auf ein Bonmot über das Wesen der Österreicher, die den Kompromiss selbst dort sähen, wo es noch gar keinen Konflikt gebe. In diesem Sinne sei zu hoffen, dass sie ihren Teil dazu beitrügen, Kompromissfähigkeit in Europa wieder zu einer Tugend zu machen.

 

WEITERE INFORMATIONEN:

Zur Video-Aufzeichnung der Rede
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