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Der Europäische Karlspreis der Jugend 2018 geht an ein polnisches Projekt zu einem Lager des Zweiten Weltkriegs

Dieses Jahr wurde der Karlspreis der Jugend für ein polnisches Projekt verliehen: Junge Menschen erkundeten Stalag VIII A, ein Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkriegs.

Die Gewinner des Europäischen Karlspreises der Jugend 2018. Die Gewinner des Europäischen Karlspreises der Jugend 2018. 
Die Gewinner des Europäischen Karlspreises der Jugend 2018. 
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Zum Preis

 

Der jährlich vom Europäischen Parlament und der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen verliehene Preis geht an junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren, die sich in Projekten zur Förderung der Verständigung von Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern engagieren.

 

Vertreter der 28 Projekte, die auf nationaler Ebene gewonnen hatten, wurden nach Aachen (Deutschland) eingeladen, wo am 8. Mai die Verleihung stattfand. Die drei Gewinnerprojekte wurden jeweils mit 7.500, 5.000 und 2.500 Euro ausgezeichnet.

 

Gewinner 2018

 

1. Platz: Polen - Worcation

 

Der Ausdruck beschreibt eine Synthese von „Arbeit“ und „Ferien“ - auf Englisch: “work” und “vacation”. Worcation bringt junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen, um in Stalag VIII A zu arbeiten, einem ehemaligen deutschen Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkrieges, das zwischen Görlitz und Zgorzelec auf beiden Seiten der Neiße liegt. Nach der Ausbildung arbeiten die Freiwilligen als Archäologen oder interviewen Familien ehemaliger Häftlinge.

 

2. Platz: Italien - Juvenilia

 

Juvenilia hat es sich zum Ziel gesetzt, das Interesse an der Oper, am Ballett sowie am Theater bei den unter 35-Jährigen zu fördern. Juvenilia organisiert Treffen zum kulturellen Austausch in verschiedenen europäischen Städten und verhandelt über Ticketpreise, um den Besuch der Auftritte zu vereinfachen. Teilnehmer können Backstage gehen und die Künstler treffen, bei Stadtouren mitmachen und Gleichgesinnte aus anderen Ländern treffen.

 

3. Platz: Malta - Never arrive 2

 

Platz drei geht an die junge somalische Geflüchtete und Bloggerin Farah Abdullahi Abdi, die zwei Bücher geschrieben hat, in denen sie die Hindernisse und Frustrationen beschreibt, denen man als Flüchtling in Europa ausgesetzt ist. Sie will zeigen, dass Flüchtlinge nicht hier sind, um Chaos zu stiften, sondern bereit, sich in Europa zu integrieren und zur europäischen Entwicklung beizutragen. Sie reiste durch ganz Europa, sprach mit Studenten und zeigte ihnen ein anderes Bild als jenes, das sie von Menschen kennen dürften, die sich gegen Migration positionieren.

 

Der Karlspreis 2018 geht an Emmanuel Macron

 

Am Donnerstag, den 10. Mai, wurde der Karlspreis 2018 dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron verliehen, „für seine Leidenschaft und seinen Einsatz für Europa“. Die Gewinner des Jugendkarlspreises hatten die Gelegenheit, Macron zu treffen und sich mit ihm auszutauschen.