Verfahren : 2017/2210(INI)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : A8-0031/2018

Eingereichte Texte :

A8-0031/2018

Aussprachen :

PV 16/04/2018 - 23
CRE 16/04/2018 - 23

Abstimmungen :

PV 17/04/2018 - 6.10
Erklärungen zur Abstimmung

Angenommene Texte :

P8_TA(2018)0101

BERICHT     
PDF 384kWORD 77k
23.2.2018
PE 612.271v02-00 A8-0031/2018

über die Gleichstellung der Geschlechter in der Medienbranche in der EU

(2017/2210(INI))

Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter

Berichterstatterin: Michaela Šojdrová

ENTWURF EINER ENTSCHLIESSUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
 BEGRÜNDUNG
 STELLUNGNAHME des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten
 ANGABEN ZUR ANNAHME IM FEDERFÜHRENDEN AUSSCHUSS
 NAMENTLICHE SCHLUSSABSTIMMUNG IM FEDERFÜHRENDEN AUSSCHUSS

ENTWURF EINER ENTSCHLIESSUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS

zur Gleichstellung der Geschlechter in der Medienbranche in der EU

(2017/2210(INI))

Das Europäische Parlament,

–  unter Hinweis auf Artikel 11 und 23 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union,

–  gestützt auf Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 3 zweiter Unterabsatz des Vertrags über die Europäische Union (EUV) und Artikel 8 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV),

–  unter Hinweis auf die Richtlinie 2006/54/ΕG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen(1),

–  unter Hinweis auf die Richtlinie 2010/13/EWG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2010 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung audiovisueller Mediendienste (Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste)(2),

–  unter Hinweis auf den Vorschlag der Kommission vom 26. April 2017 für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige und zur Aufhebung der Richtlinie 2010/18/EU des Rates (COM(2017)0253),

–  unter Hinweis auf das von der Kommission vorgeschlagene dritte mittelfristige Aktionsprogramm der Gemeinschaft für die Chancengleichheit für Frauen und Männer (1991-1995) (COM(90)0449),

–  unter Hinweis auf die Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten vom 5. Oktober 1995 zur Darstellung der Frau und des Mannes in Werbung und Medien(3);

–  unter Hinweis auf die Mitteilung der Kommission vom 7. Juni 2000 mit dem Titel „Für eine Rahmenstrategie der Gemeinschaft zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern (2001-2005)“ (COM(2000)0335),

–  unter Hinweis auf die Schlussfolgerungen des Rates vom 9. Juni 2008 zur Überwindung von Geschlechterstereotypen in der Gesellschaft,

–  unter Hinweis auf die Schlussfolgerungen des Rates vom 24. Juni 2013 – Stärkere Förderung von Frauen als Entscheidungsträger in den Medien,

–  unter Hinweis auf den vom Rat im März 2011 verabschiedeten Europäischen Pakt für die Gleichstellung der Geschlechter (2011–2020),

–  unter Hinweis auf den am 1. März 2006 vorgelegten Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2006-2010 (COM(2006)0092),

–  unter Hinweis auf die am 21. September 2010 vorgestellte Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010–2015 (COM(2010)0491),

–  unter Hinweis auf das Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen vom 3. Dezember 2015 – Strategisches Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter (2016–2019) (SWD(2015)0278),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 25. Juli 1997 zur Diskriminierung von Frauen in der Werbung,

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 3. September 2008 zu den Auswirkungen von Marketing und Werbung auf die Gleichstellung von Frauen und Männern(4),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 12. März 2013 zum Abbau von Geschlechterstereotypen in der EU(5),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 28. April 2016 zur Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung von Frauen im digitalen Zeitalter(6),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 13. September 2016 zu der Schaffung von Arbeitsmarktbedingungen zur Förderung eines ausgewogenen Verhältnisses von Berufs- und Privatleben(7),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. September 2016 zu der Anwendung der Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf („Gleichbehandlungsrichtlinie für den Bereich Beschäftigung“)(8),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 14. Juni 2017 zur Notwendigkeit einer EU-Strategie zur Beendigung und Vermeidung des geschlechtsspezifischen Rentengefälles(9),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 4. Juli 2017 zu Arbeitsbedingungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen(10),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 3. Oktober 2017 zur Stärkung der wirtschaftlichen Stellung der Frau im Privatsektor und im öffentlichen Sektor in der EU(11),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 26. Oktober 2017 zur Bekämpfung von sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch in der EU(12),

–  unter Hinweis auf die Empfehlung des Ministerkomitees des Europarats vom 10. Juli 2013 zu Geschlechtergleichstellung und Medien,

–  unter Hinweis auf die Empfehlung Nr. 1555 der Parlamentarischen Versammlung des Europarats vom 24. April 2002 zum Thema „Das Bild der Frau in den Medien“,

–  unter Hinweis auf die Empfehlung Nr. 1799 der Parlamentarischen Versammlung des Europarats vom 26. Juni 2007 zum Thema „Das Bild der Frau in der Werbung“,

–  unter Hinweis auf die an die Mitgliedstaaten gerichtete Empfehlung des Ministerkomitees des Europarats vom 27. September 2017 zu Geschlechtergleichstellung im audiovisuellen Sektor,

–  unter Hinweis auf die 2013 vom Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) vorgelegte Studie mit dem Titel „Überprüfung der Umsetzung der Pekinger Aktionsplattform in den EU-Mitgliedstaaten: Frauen und Medien – Förderung der Geschlechtergleichstellung in Entscheidungsprozessen von Medienorganisationen“,

–  unter Hinweis auf die im September 1995 von der Vierten Weltfrauenkonferenz verabschiedete Erklärung und Aktionsplattform von Peking und die dazugehörigen Anhänge,

–  unter Hinweis auf den 2013 vom Europarat vorgelegten Bericht zum Thema „Medien und die Darstellung von Frauen“,

–  gestützt auf Artikel 52 seiner Geschäftsordnung,

–  in Kenntnis des Berichts des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter und der Stellungnahme des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (A8–0031/2018),

A.  in der Erwägung, dass die Gleichstellung der Geschlechter als wesentlicher Grundsatz in Artikel 8 AEUV verankert ist, der besagt, dass die Union bei allen ihren Tätigkeiten darauf hinwirkt, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern; in der Erwägung, dass die Maßnahmen der Europäischen Union zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter dazu beigetragen haben, das Leben vieler EU-Bürger zu verbessern;

B.  in der Erwägung, dass die Medien als vierte Gewalt in der Lage sind, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und diese letztendlich zu gestalten; in der Erwägung, dass die Medien zu den tragenden Säulen demokratischer Gesellschaften gehören und als solche die Pflicht haben, die Informationsfreiheit, die Meinungsvielfalt und den Medienpluralismus zu gewährleisten, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und alle Formen von Diskriminierung und Ungleichheit zu bekämpfen, unter anderem durch die Darstellung diversifizierter sozialer Rollenmodelle; in der Erwägung, dass Medienunternehmen sensibilisiert werden müssen;

C.  in der Erwägung, dass auf der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 anerkannt wurde, wie wichtig die Beziehung zwischen Frauen und Medien ist, wenn es darum geht, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen, und dass dabei zwei strategische Ziele in die Pekinger Aktionsplattform (PAP) aufgenommen wurden:

(a) die Erhöhung der Mitwirkung und des Zugangs von Frauen in Bezug auf Ausdrucksmöglichkeiten und Entscheidungsprozesse in und durch Medien und neue Kommunikationstechnologien und

(b) die Förderung einer ausgewogenen und nicht stereotypen Darstellung von Frauen in den Medien;

D.  in der Erwägung, dass das in den Medien gezeichnete Bild von Frauen und Männern in verschiedenen Kontexten, einschließlich politischer, wirtschaftlicher, sozialer, akademischer, religiöser, kultureller und sportlicher Kontexte, eine ungleiche Darstellung übermitteln kann, wobei Männer hauptsächlich in aktiven sozialen Rollen auftreten und Frauen auf passivere Rollen beschränkt sind; in der Erwägung, dass das beste Beispiel für die verschiedenen Stereotype, die das Bild von Frauen und Männern beeinflussen, die insbesondere in der Regenbogenpresse und in der Werbung praktizierte Sexualisierung des weiblichen Körpers ist; in der Erwägung, dass die in den Medien anzutreffende Erotisierung der Gewalt und Degradierung von Frauen zum Objekt negative Auswirkungen auf die Bemühungen um die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen hat; in der Erwägung, dass geschlechtsspezifische Stereotypen oft mit anderen Stereotypen kombiniert werden, die Diskriminierung aus beliebigen Gründen beinhalten;

E.  in der Erwägung, dass die Medien einen erheblichen Einfluss auf kulturell definierte Geschlechternormen und auf die Art und Weise haben, wie soziale Darstellungen, die mit Frauen und Männern assoziiert werden, geformt und weiterentwickelt werden, und das Publikum mit stereotypen Körperbildern und Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit beeinflussen, wie z.B. die Darstellung von Frauen in der Werbung und die Art und Weise, wie Produkte auf potentielle Konsumenten ausgerichtet und traditionelle Geschlechternormen dadurch tendenziell verfestigt werden; in der Erwägung, dass in den Fällen, in denen die Medien weiterhin stereotype Darstellungen von Frauen und Männern, einschließlich derjenigen von LGBTI-Personen, verbreiten, diese Darstellungen sehr oft als legitim angesehen werden, so dass es schwierig oder unmöglich ist, sie in Frage zu stellen;

F.  in der Erwägung, dass in den heutigen Gesellschaften der Werbeindustrie eine wichtige Rolle innerhalb der Medienlandschaft zukommt, da sie mithilfe von Bildern und Ideen kommuniziert, die die Menschen emotional ansprechen und daher ihre Werte und Sichtweisen sowie ihre Wahrnehmungsweise der Welt prägen können; in der Erwägung, dass die Werbung durch die Vermittlung eines verzerrten Geschlechterbildes auf Sexismus hinauslaufen und diskriminierende Praktiken verfestigen kann; in der Erwägung, dass eine Werbung als diskriminierend oder sexistisch angesehen werden kann, wenn ein Geschlecht in erniedrigender und beleidigender Weise oder als weniger begabt, weniger intelligent oder minderwertig dargestellt wird;

G.  in der Erwägung, dass die neuen Technologien die traditionellen Geschäftsmodelle in der Medienbranche verändern; in der Erwägung, dass der audiovisuelle Sektor eine wirtschaftlich bedeutende Branche darstellt, in der mehr als eine Million Menschen in der EU unmittelbar beschäftigt sind; in der Erwägung, dass die neuen Online-Kommunikations- und -Multimediasysteme eine Anpassung der Überwachung der auf nationaler Ebene bestehenden Mechanismen sowie der Selbstregulierungssysteme erforderlich machen, und zwar unbeschadet des Ergebnisses der Verhandlungen über die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste;

H.  in der Erwägung, dass die Perspektive von Frauen und Männern gleichermaßen berücksichtigt werden sollte, um ein vollständiges und differenziertes Bild aller Facetten der gesellschaftlichen Realität zu erhalten; in der Erwägung, dass es wichtig ist, dass das Potenzial und die Fähigkeiten von Frauen bei der Vermittlung von Informationen, Fakten und Meinungen über die Herausforderungen, mit denen Frauen in den Medien konfrontiert sind, nicht ungenutzt bleiben, und dass anerkannt werden muss, dass Frauen nicht als homogene Gruppe behandelt werden können;

I.  in der Erwägung, dass die fortgesetzte negative und entwürdigende Darstellung von Frauen in den Medien – seien es elektronische Medien, Printmedien, visuelle Medien oder Audiomedien – geändert werden muss; in der Erwägung, dass geschlechtsbezogene Ungleichheiten auch durch die Sprache und Bilder, die durch die Medien verbreitet werden, entstehen und sich reproduzieren; in der Erwägung, dass Kinder bereits in sehr jungem Alter mit geschlechtsspezifischen Ungleichheiten konfrontiert sind, weil durch Fernsehserien und -programme, Diskussionsrunden, Spiele, Videospiele und in der Werbung Rollenmodelle befördert werden; in der Erwägung, dass die Geschlechterrollen vor allem in der Kindheit und Jugend geprägt werden und sich auf das ganze Leben auswirken; in der Erwägung, dass die Bildung und Ausbildung der im Medienbereich tätigen Personen ein wirksames Instrument ist, um Stereotypen zu bekämpfen und zu überwinden, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen und die Gleichstellung voranzubringen;

J.  in der Erwägung, dass im Jahr 2015 in der EU-28 68 % der Absolventen in den Fächern Journalismus und Informationswissenschaften Frauen waren(13), wohingegen aus den Beschäftigungsdaten für die EU-28 im Zeitraum 2008 - 2015 hervorgeht, dass der durchschnittliche Frauenanteil im Mediensektor dauerhaft bei etwa 40 % verharrt;

K.  in der Erwägung, dass der Anteil der Frauen an der Entscheidungsfindung in den Medien in der EU-28 im Jahr 2015 mit nur 32 % noch immer unter dem Bereich eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses (40-60 %) lag, während der Anteil der Frauen als Vorstandsvorsitzende lediglich bei 22 % lag(14);

L.  in der Erwägung, dass das geschlechtsspezifische Lohn- und Rentengefälle in der EU nach wie vor ein Problem darstellt und sich in verschiedenen Wirtschaftszweigen, darunter auch der Medienbranche, in der das geschlechterspezifische Lohngefälle 17 % beträgt, beobachten lässt;

M.  in der Erwägung, dass in der Medienbranche tätige Frauen weiterhin mit einer gläsernen Decke konfrontiert sind und möglicherweise keine gleichen Chancen auf Beförderung oder beruflichen Aufstieg haben, was auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen ist, darunter eine Organisationskultur, die einer Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben oft abträglich ist, und ein konkurrenzgeprägtes Umfeld, das sich durch hohe Stressbelastung, starre Fristen und lange Arbeitszeiten auszeichnet; in der Erwägung, dass Frauen aufgrund ihrer Unterrepräsentation in höheren Führungspositionen weniger Entscheidungsmacht in Bezug auf die Festlegung der Nachrichtenthemen haben;

N.  in der Erwägung, dass Medienorganisationen in den Mitgliedstaaten ihre Gleichstellungspolitik selbst festlegen können, was zu einer breiten Vielfalt an diesbezüglichen Vorgehensweisen in der EU führt: von sehr umfassenden Rahmenregelungen, die sich auf Medieninhalte beziehen und für eine ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in den Entscheidungsgremien sorgen, bis hin zum völligen Fehlen entsprechender Regelungen;

O.  in der Erwägung, dass aus Untersuchungen hervorgeht, dass lediglich 4 % der Nachrichtenbeiträge frei von stereotypen Darstellungen sind; in der Erwägung, dass unter den Personen, über die in den Nachrichten berichtet wird, der Frauenanteil bei lediglich 24 % liegt(15); in der Erwägung, dass lediglich 37 % der Online- und Offline-Nachrichten von Frauen berichtet werden, wobei in den letzten zehn Jahren keine Aussicht auf Verbesserung dieser Situation bestand(16); in der Erwägung, dass Frauen meistens gefragt werden, wenn es darum geht, eine populäre Meinung (41 %) oder persönliche Erfahrung (38 %) wiederzugeben, aber selten als Expertinnen zitiert werden (nur 17 % der Meldungen); in der Erwägung, dass Untersuchungen ferner gezeigt haben, dass es sich bei weniger als einem Fünftel der Experten oder Kommentatoren um Frauen handelt (18 %)(17);

P.  in der Erwägung, dass trotz der vielfältigen Medienlandschaft in den Mitgliedstaaten Frauen in den Nachrichten- und Informationsmedien unterrepräsentiert sind und in den Bereichen Sport, Politik, Wirtschaft und Finanzen sogar noch weniger zu sehen sind; in der Erwägung, dass historisch bedeutende Frauen in diesbezüglichen Medieninhalten, wie etwa biografischen Dokumentarfilmen, fast nicht vorkommen;

Q.  in der Erwägung, dass die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Männern an den Inhalten der Berichterstattung und als Informationsquellen nicht nur aus Gründen der Repräsentation, sondern auch aus Gründen der Chancengleichheit und der uneingeschränkten Anerkennung ihrer Fachkenntnisse und ihres Wissens von entscheidender Bedeutung ist; in der Erwägung, dass es in der europäischen Medienlandschaft aufgrund der finanziellen Zwänge und der Arbeitsbedingungen, wie etwa prekäre Beschäftigungsverhältnisse und hohe Anforderungen an die Berufserfahrung, sowie aufgrund der zunehmenden Geschwindigkeit der Informationsverbreitung und der kommerziellen Erwägungen Hindernisse für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Gleichstellung der Geschlechter gibt;

R.  in der Erwägung, dass es Frauen in den Medien gibt, die auf höchstem professionellen Niveau arbeiten, darunter renommierte Filmemacherinnen, Journalistinnen und Reporterinnen, die zwar ebenso gut abschneiden wie Männer, aber in höherem Maße geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung am Arbeitsplatz ausgesetzt sind und möglicherweise nicht das gleiche Maß an Wertschätzung erfahren wie ihre männlichen Kollegen;

S.  in der Erwägung, dass Frauen, die in den sozialen Medien aktiv sind, in zunehmendem Maße mit Mobbing konfrontiert sind; in der Erwägung, dass ein solches Mobbing die Frauen zum Schweigen bringen kann und ihre gesellschaftliche Teilhabe beeinträchtigt; in der Erwägung, dass aus weltweit gesammelten Daten hervorgeht, dass jede zweite in der Medienbranche tätige Frau sexuellen Missbrauch, jede vierte physische Gewalt und drei von vier Einschüchterungen, Bedrohungen oder Missbrauch erfahren haben(18); in der Erwägung, dass die Gewalt im Internet gegen Frauen und Mädchen zunehmend Anlass zur Sorge gibt, und dass Schätzungen zufolge jede zehnte Frau in der EU nach ihrem 15. Lebensjahr irgendeine Form von Gewalt im Internet erfahren hat1; in der Erwägung, dass es auf EU-Ebene einen Mangel an Daten und Forschung in Bezug auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Internet gibt; in der Erwägung, dass Mobbing und sexuelle Belästigung Menschenrechtsverletzungen darstellen; in der Erwägung, dass die Medien und die nationalen und internationalen Regulierungsbehörden Regeln festlegen sollten, darunter auch in Bezug auf die von den Medienorganisationen anzuwendenden Sanktionen, um auf diese Probleme einzugehen;

T.  in der Erwägung, dass insbesondere investigative Journalistinnen oft Opfer von Gewalt und gezielter tödlicher Angriffe werden, wie es die Fälle Veronica Guerin und Daphne Caruana Galizia gezeigt haben;

U.  in der Erwägung, dass laut einer Studie des „European Women’s Audiovisual Network“ (EWA)(19) nur bei einem von fünf europäischen Filmen in sieben untersuchten Ländern eine Frau die Regie führte und die überwiegende Mehrheit der Finanzmittel an Filme geht, bei denen die Regie nicht von einer Frau geführt wird, obwohl rund die Hälfte der Absolventen von Filmhochschulen Frauen sind;

V.  in der Erwägung, dass Medienunternehmen Selbstregulierungsmechanismen und Verhaltenskodizes einführen sollten, die auch Verfahrensregeln und -kriterien in Bezug auf die berufliche Laufbahn und die Berichterstattung umfassen, damit die Gleichstellung der Geschlechter geschützt und gefördert wird; in der Erwägung, dass die Selbstregulierung und die Verhaltenskodizes in Zusammenarbeit mit den branchenspezifischen Gewerkschaften ausgearbeitet werden sollten, wobei eine eindeutige Gleichstellungsstrategie verfolgt werden sollte;

Präsenz von Frauen in den Medien

1.  betont, dass Frauen mit höherem Bildungsabschluss zwar einen beachtlichen Teil der Beschäftigten in der Medienbranche ausmachen, sie aber auf der Management- und Führungsebene unterrepräsentiert sind; ist der Auffassung, dass sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privaten Medien die Aufgabe haben, die Gleichstellung von Männern und Frauen zu gewährleisten und jeglicher Form von Diskriminierung vorzubeugen; fordert die Mitgliedstaaten auf, politische Anreize zu entwickeln, um Hindernisse für den Zugang von Frauen zu Management- und Führungspositionen in Medienorganisationen abzubauen;

2.  bedauert, dass der Frauenanteil in den öffentlich-rechtlichen Medien in der EU im Durchschnitt gering ist, was strategische und operative Führungspositionen und auch Verwaltungsräte betrifft (2017: 35,8 % bei Führungspositionen, 37,7 % bei Positionen ohne Führungsfunktion und 33,3 % bei Verwaltungsratsmitgliedern)(20);

3.  erinnert daran, dass im Hinblick auf die Überwachung der kritischen Bereiche der Aktionsplattform von Peking in Bezug auf Frauen in den Medien das EIGE folgende Indikatoren entwickelt hat:

–  Anteil der Frauen und Männer in Positionen mit Entscheidungsbefugnissen und in den Leitungsgremien von Medienorganisationen in der EU,

–  Anteil der Frauen und Männer in Leitungsgremien von Medienorganisationen in der EU,

–  Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Medienorganisationen,

4.  erinnert daran, dass es in der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste heißt, dass die Ziele der Richtlinie „von den Mitgliedstaaten nicht in hinreichendem Maße verwirklicht und besser auf Unionsebene erreicht werden können“, die Richtlinie aber keinerlei Hinweis auf eine ausgewogene Vertretung in Medienorganisationen enthält;

5.  weist darauf hin, dass Frauen zwar in den öffentlich-rechtlichen Medien derzeit nicht genügend vertreten sind, sie aber in den öffentlich-rechtlichen Medien höhere Chancen auf Einstellung oder Beförderung in eine Führungsposition haben als bei privaten Medienunternehmen(21);

6.  fordert die Mitgliedstaaten und die Medienorganisationen auf, Anreizmaßnahmen zu entwickeln und zu fördern, darunter auch Quoten für die Sicherstellung einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in Positionen mit Entscheidungsbefugnis; fordert ferner, dass der wirksamen Überwachung solcher Bemühungen in diesen Organisationen höhere Priorität eingeräumt wird; fordert die Kommission auf, ihre Bemühungen zu intensivieren, um die im Rat seit 2013 bestehende Blockade der Richtlinie zu Frauen in Verwaltungs- und Aufsichtsräten zu überwinden;

7.  nimmt die lange Tradition der Beschäftigung von freiberuflichen und festangestellten Mitarbeitern im Mediensektor sowie die fortschreitende Digitalisierung zur Kenntnis, die zu einem Rückgang der traditionellen Vertriebs- und Werbeeinnahmen geführt hat, was sich auf die Art der in dieser Branche angebotenen Beschäftigungsverhältnisse auswirkt; weist ferner darauf hin, dass bei vielen atypischen Beschäftigungsverhältnissen auf dem gesamten Arbeitsmarkt Frauen überrepräsentiert sind; weist darauf hin, dass der zunehmende Druck auf die Medienbranche, die Rentabilität zu bewahren, wahrscheinlich dazu führen wird, dass diese Art von Beschäftigungsverhältnissen zunehmen werden;

8.  ist der Ansicht, dass Stereotype zu einem negativen sozialen Umfeld für Frauen führen und zu geschlechtsspezifischer Diskriminierung am Arbeitsplatz beitragen können; weist darauf hin, wie wichtig ein positives soziales Umfeld dafür ist, dass Arbeitnehmer ein hohes Arbeitsaufkommen bewältigen können;

9.  erinnert daran, dass es den Medienorganisationen freisteht, die Rollen ihrer Beschäftigten, egal ob Männer oder Frauen, festzulegen, fordert sie aber nachdrücklich auf, dabei die persönliche Würde und die professionellen Qualitäten in höchstem Maße zu achten; nimmt in diesem Zusammenhang die besorgniserregenden Fälle von Reporterinnen zur Kenntnis, die aufgrund ihrer Attraktivität für das Publikum als für den Fernsehjournalismus geeigneter betrachtet werden und später, wenn sie älter werden, durch jüngere Kolleginnen ersetzt werden;

10.  verurteilt ferner das weit verbreitete Auftreten von sexueller Belästigung und anderer Formen des Missbrauchs, vor allem bei Online-Spielen und in den sozialen Medien, und fordert die Medienunternehmen auf, eine Sicherheitsumgebung schaffen, die auf sämtliche Belästigungsfälle reagiert; fordert daher verschiedene Maßnahmen, einschließlich Sensibilisierung, interne Vorschriften über Disziplinarmaßnahmen gegen die Täter und psychologische und/oder rechtliche Unterstützung für die Opfer dieser Praktiken, um Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und in Online-Umgebungen zu verhindern und zu bekämpfen;

11.  verurteilt aufs Schärfste die Angriffe auf Journalistinnen, die furchtlos über gravierende politische und kriminelle Vorkommnisse berichten, und fordert, dass größtmögliche Bemühungen unternommen werden, um den Schutz und die Sicherheit aller Journalisten zu gewährleisten;

12.  fordert die öffentlich-rechtlichen und privaten Medienorganisationen nachdrücklich auf, interne Maßnahmen zu ergreifen, wie etwa Strategien zur Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt, Maßnahmen zur Bekämpfung von Belästigungen, Mutterschafts- oder Elternurlaub, flexible Arbeitszeitregelungen, mit denen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert wird und die es sowohl Frauen als auch Männern ermöglichen, Elternurlaub zu nehmen und die Männer zur Inanspruchnahme von Vaterschaftsurlaub ermutigen, die Sicherstellung einer gerechten Verteilung der Aufgaben der Kinderbetreuung, Mentoring- und Ausbildungsprogramme für Führungskräfte, der Rückgriff auf Heimarbeit und flexible Arbeitszeitregelungen für Männer und Frauen, was auf freiwilliger Basis und ohne nachteilhafte Auswirkungen auf den beruflichen Aufstieg erfolgen sollte;

13.  fordert die Medien auf, das Recht von Frauen und Männern zu achten, Mutterschafts-, Vaterschafts- oder Elternurlaub in Anspruch zu nehmen; verweist darauf, dass keine Frau aufgrund einer Schwangerschaft diskriminiert werden darf und keiner Frau eine Arbeitsstelle verwehrt werden darf, weil sie sich dazu entschließen könnte, Mutter zu werden;

14.  schlägt vor, dass Medienorganisationen Datenbanken mit Expertinnen für verschiedene Fachgebiete, insbesondere diejenigen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, einrichten, damit sie bei Bedarf darauf zurückgreifen können; regt ferner an, zu Medieninhalten jeder Art nach Geschlechtern aufgeschlüsselte Daten zu erheben;

15.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die Mitwirkung und den Zugang von Frauen zur Meinungsäußerung und Entscheidungsfindung in und mithilfe der Medien und der neuen Kommunikationstechnologien zu verbessern;

16.  ist der Ansicht, dass alle in der Medienbranche Beschäftigten Nutzen daraus ziehen würden, wenn sich die Arbeitsbedingungen für Frauen generell verbessern; vertritt jedoch die Auffassung, dass eine solche Verbesserung nicht ausreicht und dass es weiterhin Ungleichbehandlung geben wird; betont, dass die Mitgliedstaaten und die Kommission gemäß Artikel 157 AEUV den Grundsatz des gleichen Entgelts fördern und sicherstellen müssen, indem sie unter anderem gegen das geschlechtsspezifische Lohn- und Rentengefälle vorgehen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zurückdrängen(22), den Zugang zu erschwinglicher und hochwertiger Kinderbetreuung gewährleisten, Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben ergreifen und das Recht auf Tarifverhandlungen sicherstellen;

17.  erinnert daran, dass die Medien unbedingt eine Politik des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit umsetzen müssen, darunter auch Verpflichtungen in Bezug auf Lohntransparenz, und dass sie darüber hinaus den Frauen in Bezug auf beruflichen Aufstieg und Weiterbildung sowie jegliche weitere zusätzliche Vorteile dieselben Möglichkeiten zu denselben Bedingungen wie Männern einzuräumen haben;

18.  verweist auf die positive Rolle von Frauenräten und Gleichstellungsbeauftragten am Arbeitsplatz; fordert, dass die Gleichstellung der Geschlechter in den Medien bereichsübergreifend gefördert wird; ist der Auffassung, dass die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen auf allen Ebenen, insbesondere auf den Entscheidungsebenen, erfordert, dass in den Medien eine mitarbeiterzentrierte Unternehmenskultur herrscht und bei den Führungskräften ein Bewusstsein für das Thema Gleichstellung entsteht; empfiehlt den nationalen Aufsichtsbehörden und den Medienorganisationen, sich an die Empfehlung der Kommission zur Stärkung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Frauen und Männer zu halten(23), Leitlinien für faire Auswahlverfahren auszuarbeiten, umfassende Gleichstellungsstrategien festzulegen, die sich sowohl auf Medieninhalte als auch auf die Beförderung von Frauen in Entscheidungsgremien beziehen, sowie interne Verfahren in Bezug auf Mobbing am Arbeitsplatz einzurichten; fordert die Kommission auf, auch künftig die ordnungsgemäße Anwendung und Durchsetzung der Richtlinie 2006/54/EG zu überwachen, die in Fällen geschlechtsspezifischer Diskriminierung eine Beweislastumkehr vorsieht;

Medieninhalte und Frauen

19.  betont die Rolle der Medien im Dienste des sozialen Wandels und ihren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung, und fordert die Mitgliedstaaten auf, in den öffentlich-rechtlichen Medien Inhalte zum Thema Gleichstellung der Geschlechter zu fördern; weist darauf hin, dass bislang alle Regulierungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Sexismus und stereotypen Geschlechterdarstellungen in Medieninhalten in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen; erinnert daran, dass die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste ein Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in den Medien enthält; betont ferner, dass Regulierungsmaßnahmen im Hinblick auf den Grundsatz der Meinungsfreiheit zwar einer ordnungsgemäßen Abwägung bedürfen, die redaktionelle Freiheit jedoch unter keinen Umständen als Ansporn oder Rechtfertigung für erniedrigende Darstellungen von Frauen und LGBTI-Personen dienen darf; fordert die Mitgliedstaaten auf, unter Wahrung der genannten Freiheiten den Zugang zu Videospielen mit schädlichen Online-Inhalten und zu Pornografie im Internet zu regulieren;

20.  betont, dass wirtschaftliche Gründe nicht als Vorwand für die Verfestigung von Geschlechterstereotypen in den Medien dienen dürfen;

21.  betont, dass sich Gewalt darstellende und sexistische Medieninhalte nachteilig auf Frauen und ihre gesellschaftliche Teilhabe auswirken; bringt seine Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass bestimmte audiovisuelle Inhalte kommerzieller Anbieter Kindern und jungen Menschen seelische oder körperliche Schäden zufügen; fordert die relevanten Akteure und Stellen auf, sich des Problems der Werbeinhalte anzunehmen, die Essstörungen wie Magersucht indirekt Vorschub leisten, und weitere Maßnahmen zu ergreifen, um besonders schutzbedürftige Personen wie Mädchen und junge Frauen vor solchen Inhalten zu schützen;

22.  fordert nachdrücklich, dass Medieninhalte – einschließlich Werbung –, die mit Familienplanung, sexuellen und reproduktiven Rechten, der Gesundheit von Müttern und Kindern sowie der Erziehung im Zusammenhang stehen, sowohl an Männer als auch an Frauen gerichtet werden;

23.  betont, wie wichtig es ist, die Medienkompetenz zu fördern und allen relevanten Akteuren Initiativen im Bereich der Medienerziehung anzubieten, bei denen Geschlechteraspekte berücksichtigt werden, damit junge Menschen darin bestärkt werden, ihre Fähigkeit zum kritischen Denken zu entwickeln, und es ihnen ermöglicht wird, sexistische Darstellungen und Diskriminierungen, geschlechtsspezifische Gewalt, Cyber-Mobbing, Hassrede usw. zu erkennen und dagegen ihre Stimme zu erheben; hebt hervor, dass vorbeugende Maßnahmen, einschließlich Verschlüsselung und elterlicher Kontrolle, erforderlich sind, um eine sicherere Internetnutzung sowie die digitale und mediale Kompetenz zu gewährleisten; weist darauf hin, dass sich Stereotype in der Werbung und in anderen Medienprodukten auf die Sozialisation von Kindern und somit auf ihr Selbstverständnis, ihre Familienangehörigen und die Außenwelt auswirken können; weist darauf hin, dass Werbung ein wirksames Instrument zur Bekämpfung von Stereotypen sein kann; fordert daher eine stärkere Konzentration auf berufliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, um Diskriminierungen zu bekämpfen und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern;

24.  empfiehlt, dass freiwilligen Maßnahmen wie Gleichstellungsplänen oder -leitlinien in den Medienorganisationen noch mehr Gewicht eingeräumt werden sollte, und rät dazu, dass in solchen Protokollen Standards für eine positive Darstellung von Frauen in der Werbung, in Nachrichten, in der Berichterstattung sowie in der Produktion und Ausstrahlung niedergelegt werden und dass sie alle Bereiche mit sensiblen Inhalten, wie etwa die Darstellung von Macht und Autorität, Sachverstand, Entscheidungskompetenz, Sexualität, Gewalt, Rollenvielfalt und die Verwendung einer sexismusfreien Sprache abdecken; fordert die öffentlich-rechtlichen und privaten Medien ferner auf, die Gleichstellung der Geschlechter bei allen ihren Inhalten zu berücksichtigen und Gleichstellungspläne zu erlassen, um die soziale Vielfalt widerzuspiegeln;

25.  empfiehlt, dass die von den Aufsichtsbehörden für Medien und Kommunikation erlassenen Regelungen Kriterien enthalten, die eine klischeefreie Darstellung von Frauen und Mädchen gewährleisten und die Möglichkeit schaffen, beleidigende Inhalte zu entfernen oder zu sperren; empfiehlt, dass spezialisierte Einrichtungen, wie nationale Gleichstellungsstellen oder Frauenverbände, in die Überwachung der Umsetzung solcher Regelungen einbezogen werden;

26.  weist darauf hin, dass die Mitgliedstaaten mit allen geeigneten Mitteln dafür Sorge tragen müssen, dass die Medien, einschließlich der Online-Medien, der sozialen Medien und der Werbung, frei von jeglicher Aufstachelung zu Gewalt oder Hass gegen Personen oder Personengruppen sind; betont die Notwendigkeit, nach Geschlechtern aufgeschlüsselte Daten auf EU-Ebene zu erheben und in Zusammenarbeit mit dem EIGE Forschung in diesem Bereich zu betreiben, um auf Gewalt und sexuelle Belästigung im Internet, Bedrohungen, sexistische Äußerungen und Hassreden gegen Frauen und Mädchen reagieren zu können; betont, dass besonderes Augenmerk auf Schulungen darüber gerichtet werden muss, wie in den Medien über Fälle von Gewalt gegen Frauen berichtet wird; schlägt vor, dass Medienmitarbeitern, auch solchen in Führungspositionen, kontinuierliche Schulungen zur Darstellung von Frauen und Männern in den Medien angeboten werden; empfiehlt, dass das Thema Geschlechtergleichstellung in den Lehrplänen der Fächer Journalismus und Kommunikation für Studierende und Postgraduierte berücksichtigt werden sollte;

27.  fordert die Mitgliedstaaten und die Kommission auf, die Selbstregulierung und Koregulierung in den Medien durch Verhaltenskodizes zu fördern;

Beispiele für bewährte Praktiken

28.  nimmt mit Begeisterung die verschiedenen Beispiele für bewährte Praktiken zur Kenntnis, die in allen Mitgliedstaaten zu beobachten sind, wie etwa Medienkampagnen, spezielle Rechtsvorschriften, Preise oder Negativpreise für stereotype und sexistische Werbung, Expertinnen-Datenbanken, Schulungen für Branchenfachkräfte, Gleichstellungspläne von Medienorganisationen, Verhaltenskodizes und Strategien zur Gewährleistung von Chancengleichheit und Vielfalt sowie die Festlegung von Mindestquoten für die Vertretung der Geschlechter in den Leitungsgremien der Medienaufsichtsbehörden;

29.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Kampagnen wie u.a. das belgische Expertalia-Instrument, die in Tschechien verliehenen „Sexist Piggy“-Preise oder die schwedische Initiative #TackaNej (‘Nein, danke’) zu unterstützen; fordert die Mitgliedstaaten auf, regelmäßig Informations- und Sensibilisierungskampagnen zu geschlechtsbezogenen, diskriminierenden Inhalten in den Medien durchzuführen und regelmäßig über die Entwicklungen im Bereich der Geschlechtergleichstellung in den Medien Bericht zu erstatten; fordert die Kommission auf, spezielle Finanzmittel für Unterprogramme zur gezielten Förderung von Frauen im Mediensektor bereitzustellen und Medienverbände und -netzwerke dabei zu unterstützen, öffentliche und sektorspezifische Sensibilisierungskampagnen in die Wege zu leiten; fordert die Kommission ferner auf, einen EU-Preis einzuführen, der an Studierende im Medienbereich für Arbeiten mit Bezug zum Thema Gleichstellung der Geschlechter verliehen wird;

30.  fordert die Organisationen der Zivilgesellschaft auf, Kommunikationsstrategien auszuarbeiten, und zwar nicht nur für die traditionellen Medien, sondern auch für die Online-Medien, damit die Möglichkeiten, die Medienagenda zu beeinflussen und zu überwachen, erweitert werden;

Weitere Empfehlungen

31.  fordert die Mitgliedstaaten auf, in Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsgremien für die vollständige Umsetzung der geltenden Rechtsvorschriften zur Gleichstellung der Geschlechter zu sorgen und den Aufsichtsbehörden nahezulegen, darauf zu achten, dass Frauen beruflich aufsteigen können, und dass keine stereotypisierenden Medieninhalte verbreitet werden; fordert die Mitgliedstaaten auf, die oben genannten Bereiche regelmäßig zu evaluieren und, falls dies noch nicht geschehen ist, Rechtsvorschriften auszuarbeiten, die sich auf stereotypfreie Medieninhalte konzentrieren; betont, dass es Aufgabe der Mitgliedstaaten ist, im Rahmen ihrer Zuständigkeit für die Wahrnehmung von Aufgaben des öffentlichen Dienstes die in den Medien vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen und damit einer geschlechtergerechteren und demokratischeren Gesellschaft Ausdruck zu verleihen;

32.  fordert die Kommission auf, die Vertretung von Frauen in Führungspositionen in der Medienbranche weiter zu untersuchen; lobt das EIGE für seine Arbeit in diesem Bereich und fordert es auf, die Entwicklung und Überwachung relevanter Indikatoren fortzusetzen, wie etwa die Beteiligung von Frauen an der Entscheidungsfindung, ihre Arbeitsbedingungen und die Gleichstellung der Geschlechter in den Medieninhalten; fordert das EIGE ferner auf, seine Aufmerksamkeit auf die neuen Technologien im Bereich der sozialen Medien zu richten, um Methoden zur Verhinderung geschlechtsspezifischer Gewalt und Belästigung in sozialen Medien zu entwickeln;

33.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Frauenorganisationen, die die Gleichstellung der Geschlechter in der Medienbranche aktiv fördern, zu unterstützen und diese Unterstützung auch Organisationen zu gewähren, die Frauen und Mädchen betreuen, die unter geschlechtsspezifischer Gewalt, sich überschneidenden Diskriminierungen oder sexueller Belästigung leiden;

34.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Aktionsprogramme umzusetzen, mit denen für die Beteiligung von Frauen an der Gestaltung und Umsetzung von wirksamen und effizienten gleichstellungsorientierten Maßnahmen und Programmen in den Medienorganisationen gesorgt ist;

35.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Programme auszuarbeiten, um die Fertigkeiten von Frauen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer), die für Laufbahnen in der Medienbranche mit einem eher technischen Schwerpunkt wie Tontechnik oder audiovisuelle Technik wichtig sind, zu verbessern; betont die große Bedeutung der beruflichen Aus- und Weiterbildung, da sie Laufbahnoptionen diversifiziert und Frauen und Männern unkonventionelle Karrierechancen bietet, wodurch die horizontale und die vertikale Segregation überwunden werden;

o

o    o

36.  beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat und der Kommission zu übermitteln.

(1)

ABl. L 204 vom 26.7.2006, S. 23.

(2)

ABl. L 95 vom 15.4.2010, S. 1.

(3)

ABl. C 296 vom 10.11.1995, S. 15.

(4)

ABl. C 295E vom 4.12.2009, S. 43.

(5)

ABl. C 36 vom 29.1.2016, S. 18.

(6)

Angenommene Texte, P8_TA(2016)0204.

(7)

Angenommene Texte, P8_TA(2016)0338.

(8)

Angenommene Texte, P8_TA(2016)0360.

(9)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0260.

(10)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0290.

(11)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0364.

(12)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0417.

(13)

Gemeinsame Datenerhebung von UNESCO, OECD und Eurostat (UOE), abrufbar unter: http://eige.europa.eu/gender-statistics/dgs/indicator/ta_educ_part_grad__educ_uoe_grad02

(14)

Gleichstellungsindex des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE).

(15)

https://www.womenlobby.org/IMG/pdf/factsheet_women_and_media.pdf

(16)

Lenka Vochocová, öffentliche Anhörung im FEMM-Ausschuss zum Thema „Gleichstellung der Geschlechter in der Medienbranche in der EU“, 26. Juni 2017, Aufzeichnung abrufbar unter: http://www.europarl.europa.eu/ep-live/en/committees/video?event=20170626-1500-COMMITTEE-FEMM

(17)

Global Media Monitoring Projekt, Regionalbericht für Europa (2015), abrufbar unter: http://cdn.agilitycms.com/who-makes-the-news/Imported/reports_2015/regional/Europe.pdf

(18)

Kampagne der Internationalen Journalisten-Vereinigung (IFJ) zu geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz https://www.ifj-stop-gender-based-violence.org/

(19)

Wo sind die Regisseurinnen in der europäischen Filmbranche? Bericht über die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Filmindustrie (2006-2013) mit bewährten Verfahren und politischen Empfehlungen http://www.ewawomen.com/en/research-.html

(20)

Geschlechtergleichstellung in Machtpositionen und bei der Entscheidungsfindung. Überprüfung der Umsetzung der Aktionsplattform von Peking in den Mitgliedstaaten der EU, 2017 (Quelle: EIGE-Datenbank für Gender-Statistiken – Frauen und Männer in Entscheidungsprozessen).

(21)

Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE): Überprüfung der Umsetzung der Aktionsplattform von Beijing in den EU-Mitgliedstaaten: Frauen und Medien – Förderung der Geschlechtergleichstellung in Entscheidungsprozessen von Medienorganisationen (2013).

(22)

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 4. Juli 2017 zu Arbeitsbedingungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen.

(23)

https://ec.europa.eu/info/strategy/justice-and-fundamental-rights/discrimination/gender-equality/equal-pay/gender-pay-gap-situation-eu_en


BEGRÜNDUNG

Dieser Bericht befasst sich mit der Gleichstellung von Männern und Frauen in den Medien in der Europäischen Union. Die Medien stellen eine vierte Gewalt dar und beeinflussen Politik und Gesellschaft grundlegend. Daher müssen wir ihrer ordnungsgemäßen und ausgewogenen Funktionsweise gebührend Rechnung tragen. Dazu zählt zweifellos die Ausgewogenheit im Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Medien – egal ob öffentlich-rechtlich oder privat – sollen der Gesellschaft insgesamt dienen, und deshalb ist es wünschenswert, dass sich in ihrer Struktur und Arbeit widerspiegelt, dass Frauen die Hälfte der Bevölkerung ausmachen.

Der Bericht befasst sich insbesondere mit der Stellung der Frauen in den Medien, in ihrer Rolle als gewöhnliche Journalistinnen und Kommentatorinnen, macht aber auch auf die ungenügende Vertretung von Frauen in Führungspositionen aufmerksam. Insbesondere bei zuletzt genanntem Aspekt ist die Lage ziemlich besorgniserregend: lediglich 30 bis 40 % der Führungspositionen in der Medienbranche in der EU sind von Frauen besetzt, obwohl die Mehrheit der Absolventen im Medienbereich Frauen sind. Dieses Missverhältnis kann sich einerseits auf die Gestaltung und Ausrichtung der Medieninhalte auswirken, trägt andererseits aber auch nachteilig zum allgemeinen Gefälle bei Löhnen und Renten zwischen Männern und Frauen bei.

Frauen stoßen auch als Reporterinnen und Moderatorinnen auf zahlreiche Hindernisse. Sie stehen stärker unter Druck, was ihr Äußeres und ihre Attraktivität für die Zuschauer betrifft, und wichtige politische oder wirtschaftliche Themen werden ihnen nur selten anvertraut. Auch wird die Lage der Frauen häufig dadurch erschwert, dass sie sich in höherem Maße gezwungen sehen, Familie – also ihre Mutterrolle – und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. In dieser Hinsicht sollten wir ihnen maximale Unterstützung zukommen lassen.

Ein eigenes Kapitel ist der Darstellung von Frauen in den Medien und der Werbebranche gewidmet, in der stereotypisierende und sogar sexistische Tendenzen zu beobachten sind. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei den neuen sozialen Medien, mit denen sich jedoch dieser Bericht aufgrund des Mangels an Daten und Forschungsergebnissen nicht befasst. Daraus folgt aber die Notwendigkeit, in Zukunft auf dieses Thema einzugehen.

Es ist richtig, dass die Europäische Union keine Vorschriften für die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Medien erlässt. Das Fehlen solcher Instrumente entledigt uns aber nicht unserer Verantwortung, uns mit diesem Problem zu befassen und die relevanten Akteure aufzufordern, Maßnahmen zu ergreifen. Es liegt in der Verantwortung der Medien selbst sowie der Regulierungs- und Aufsichtsbehörden und auch der Zivilgesellschaft, auf die verschiedenen Missstände aufmerksam zu machen. Allerdings können die nationalen und europäischen Behörden darüber wachen, dass die Vorschriften zur Bekämpfung der Diskriminierung korrekt umgesetzt und die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben verbessert werden.


STELLUNGNAHME des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (24.1.2018)

für den Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter

zu der Gleichstellung der Geschlechter in der Medienbranche in der EU

(2017/2210(INI))

Verfasserin der Stellungnahme: Lynn Boylan

VORSCHLÄGE

Der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten ersucht den federführenden Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, folgende Vorschläge in seinen Entschließungsantrag zu übernehmen:

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 13. September 2016 zu der Schaffung von Arbeitsmarktbedingungen zur Förderung eines ausgewogenen Verhältnisses von Berufs- und Privatleben(1),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. September 2016 zu der Anwendung der Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf(2),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 14. Juni 2017 zur Notwendigkeit einer EU-Strategie zur Beendigung und Vermeidung des geschlechtsspezifischen Rentengefälles(3),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 4. Juli 2017 zu Arbeitsbedingungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen(4),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 3. Oktober 2017 zur Stärkung der wirtschaftlichen Stellung der Frau im Privatsektor und im öffentlichen Sektor in der EU(5),

–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 26. Oktober 2017 zur Bekämpfung von sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch in der EU(6),

–  unter Hinweis auf den Vorschlag der Kommission vom 26. April 2017 für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige und zur Aufhebung der Richtlinie 2010/18/EU des Rates (COM(2017)0253),

1.  bedauert zutiefst, dass Frauen in der EU mit 68 %(7) zwar die Mehrheit der Absolventen im Journalismus und im Medienbereich stellen, in den Medien und insbesondere auf der Beschlussfassungs- und Führungsebene aber nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind; weist darauf hin, dass in sämtlichen Führungsebenen insgesamt durchschnittlich 32 % der leitenden Mitarbeiter in Führungspositionen Frauen sind und der Frauenanteil auf der strategisch höchsten Ebene der Geschäftsführung usw. mit 16 % sogar noch niedriger ist; stellt außerdem fest, dass der Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten mit 25 % ebenfalls niedrig ist(8); weist darauf hin, dass diese Unterrepräsentation dazu beiträgt, dass das Bild von Frauen in der Medienbranche in der EU negativ und klischeebehaftet ist;

2.  ist der Ansicht, dass solche Stereotype zu einem negativen sozialen Umfeld für Frauen führen und zu geschlechtsspezifischer Diskriminierung am Arbeitsplatz beitragen können; weist darauf hin, wie wichtig ein positives soziales Umfeld dafür ist, dass Arbeitnehmer ein hohes Arbeitsaufkommen bewältigen können;

3.  hält es für geboten, dass für eine Chancengleichheit von Männern und Frauen gesorgt wird, bei der die Begabung unabhängig von Geschlecht, Rasse, Alter, Religionszugehörigkeit, Behinderung, Gesundheitszustand oder wirtschaftlichem Status honoriert wird;

4.  fordert die Kommission, die Mitgliedstaaten und die Sozialpartner auf, die Gleichstellung der Geschlechter in Medienorganisationen, Vertretungsgremien und Ausbildungseinrichtungen, insbesondere in den Leitungsgremien, zu fördern und die erzielten Fortschritte sorgfältig zu beobachten und zu verfolgen;

5.  ist der Ansicht, dass sämtliche in der Medienbranche Beschäftigten aus der allgemeinen Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Frauen Nutzen ziehen dürften; vertritt jedoch die Auffassung, dass diese Verbesserung nicht ausreicht und dass es immer noch Fälle von Ungleichbehandlung gibt; betont, dass die Mitgliedstaaten und die Kommission den Grundsatz des gleichen Entgelts gemäß Artikel 157 AEUV fördern und sicherstellen müssen, indem sie unter anderem gegen das geschlechtsspezifische Lohn- und Rentengefälle vorgehen, prekäre Erwerbstätigkeit eindämmen(9), den Zugang zu erschwinglicher und hochwertiger Kinderbetreuung gewährleisten, Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben ergreifen und das Recht auf Kollektivverhandlungen sicherstellen; fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, prekäre Beschäftigungsverhältnisse einschließlich nicht angemeldeter Erwerbstätigkeit und Scheinselbstständigkeit anzugehen, um sicherzustellen, dass alle Arten von Arbeitsverträgen im Einklang mit der Agenda der IAO für menschenwürdige Arbeit, Artikel 9 AEUV, der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und der Europäischen Sozialcharta angemessene Arbeitsbedingungen und sozialen Schutz mit einer entsprechenden sozialen Absicherung bieten;

6.  ist der Ansicht, dass von den Medien wiedergegebene geschlechtsspezifische Klischees zur Segregation des Arbeitsmarkts beitragen; verurteilt Darstellungen von Frauen, in denen deren Menschenwürde zum Beispiel durch ihre sexuelle Objektivierung in Rundfunk und Werbung herabgesetzt wird; betont, dass wirtschaftliche Gründe nicht als Vorwand für den Fortbestand von Geschlechterstereotypen in den Medieninhalten dienen dürfen; weist darauf hin, dass sich Frauen viel seltener als Männer in den Medien mit den wichtigsten Themen aus Politik und Wirtschaft befassen; stellt außerdem fest, dass es unannehmbar ist, dass Alter und Attraktivität die wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung sind, wer eine Sendung moderiert;

7.  weist darauf hin, dass es in der Medienbranche seit Langem gang und gäbe ist, dass es sowohl freiberufliche als auch festangestellte Mitarbeiter gibt; weist darauf hin, dass die fortgesetzte Digitalisierung der Branche zu einem Rückgang der Auflage und der Werbeeinnahmen im herkömmlichen Sinne geführt hat, was sich auf die Art der Arbeitsverträge in der Branche auswirkt;

8.  empfiehlt, dass Medienorganisationen das Recht von Frauen und Männern achten, in gleicher Weise Elternurlaub in Anspruch zu nehmen; ermutigt insbesondere Männer, Vaterschaftsurlaub zu nehmen;

9.  vertritt die Auffassung, dass es für die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen in der Medienbranche auf allen Ebenen und insbesondere bei der Beschlussfassung einer auf die Beschäftigten ausgerichteten Unternehmenskultur, einer gleichstellungsorientierten höheren Leitungsebene, der Transparenz der Entlohnungsregelungen, geschlechtsneutraler Kriterien für die Bewertung der Arbeit sowie die Einstufung, der Transparenz bei Beförderungs- und Einstellungsverfahren und wirksamer Maßnahmen zur Beendigung von sexueller Belästigung bedarf; fordert die Kommission auf, auch künftig die ordnungsgemäße Anwendung und Durchsetzung der Richtlinie 2006/54/EG zu überwachen, die die Beweislast bei geschlechtsspezifischer Diskriminierung umkehrt;

10.  nimmt eine aktuelle Studie des Europäischen Parlaments zur Kenntnis, in der auf die zunehmende Prekarität sämtlicher Formen der Erwerbstätigkeit hingewiesen wird; weist darauf hin, dass bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen wie zum Beispiel befristeter Beschäftigung, Zeitarbeit, Freiberuflichkeit und diskontinuierlicher Beschäftigung in der Medienbranche ein höheres Risiko für Prekarität besteht; stellt außerdem fest, dass Frauen auf dem gesamten Arbeitsmarkt in zahlreichen atypischen Beschäftigungsformen überrepräsentiert sind(10); weist darauf hin, dass sich der aufgrund der fortgesetzten Digitalisierung zunehmende Druck auf die Medienbranche, wirtschaftlich rentabel zu bleiben, auf die Art der in der Branche angebotenen Arbeitsverträge auswirkt und diesen Trend wahrscheinlich noch verschärfen wird; weist ferner darauf hin, dass Frauen in solchen Vertragsverhältnissen eher Gefahr laufen, am Arbeitsplatz belästigt zu werden, da ihnen relativ leicht gekündigt werden kann;

11.  stellt unter Hinweis auf den anstehenden Bericht von Eurofound mit dem Titel „Pay transparency in Europe: First movers' experiences with gender pay reports and audits“ (Lohntransparenz in Europa: Erfahrungen von Vorreitern mit Berichten und Prüfungen der Entlohnung von Frauen und Männern) fest, dass nur ein Drittel der Mitgliedstaaten zumindest einige der in der Empfehlung C(2014)1405 der Kommission enthaltenen Maßnahmen zur Transparenz bei der Entlohnung von Frauen und Männern umgesetzt hat und einige erst kürzlich ihre Rechtsvorschriften geändert oder erst seit Kurzem ausgereifte Pläne haben, während mehr als die Hälfte der Mitgliedstaaten bisher keine der vier Transparenzmaßnahmen umgesetzt hat;

12.  betont die Rolle der Medien im Dienste des sozialen Wandels und ihren Einfluss auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung und fordert die Mitgliedstaaten auf, in den öffentlich-rechtlichen Medien Inhalte zum Thema Gleichstellung der Geschlechter zu fördern; fordert die öffentlich-rechtlichen und die privaten Medien zur durchgängigen Berücksichtigung der Gleichstellung der Geschlechter in all ihren Inhalten sowie zur Verwendung einer nichtsexistischen Sprache auf; fordert die Sendeanstalten auf, Gleichstellungspläne zu verabschieden, die sich sowohl auf ihre internen Strukturen als auch auf die Produktion von Inhalten beziehen;

13.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Aktionsprogramme umzusetzen, mit denen für die Beteiligung von Frauen an der Gestaltung und Umsetzung von wirksamen und effizienten gleichstellungsorientierten Maßnahmen und Programmen in den Medienorganisationen gesorgt ist;

14.  fordert die Kommission und den Rat erneut auf, die Richtlinie über Frauen in Aufsichtsräten, mit der eine Quotenregelung sowohl in öffentlichen als auch in privaten börsennotierten Medienorganisationen eingeführt wird, rasch zu erlassen und umzusetzen, damit Frauen auf der Beschlussfassungsebene in gleichem Maße vertreten sind; erinnert die Kommission an ihre Verantwortung, jegliche Maßnahme zu ergreifen, die dazu beitragen könnte, die Blockade im Rat im Zusammenhang mit dem Erlass der Richtlinie über Frauen in Aufsichtsräten zu überwinden;

15.  weist insbesondere auf das besorgniserregende Ausmaß der Belästigung von Journalistinnen hin; stellt fest, dass einer aktuellen Studie der IWMF und des INSI (International News Safety Institute) aus dem Jahr 2013(11) zufolge auf internationaler Ebene 64,8 % der weiblichen Medienbeschäftigten im Rahmen ihrer Tätigkeit eingeschüchtert, bedroht oder missbraucht wurden und 31,7 % dieser Frauen angaben, die Einschüchterungen und Missbräuche hätten sich zumeist am Arbeitsplatz abgespielt und wären von männlichen Vorgesetzten, Aufsichtspersonen oder Kollegen ausgegangen; fordert Medienorganisationen auf, interne Gremien – sofern diese noch nicht vorhanden sind – einzurichten, um die Opfer von Belästigungen durchgehend zu unterstützen, wenn diese die Belästigungen öffentlich machen; fordert diese Organisationen ferner auf, für eindeutige und spezifische interne Maßnahmen einschließlich eines Verfahrens für die Meldung von Missständen zu sorgen, mit denen insbesondere gegen eine Unternehmenskultur vorgegangen werden soll, die den Fortbestand von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Belästigung ermöglicht; begrüßt Initiativen wie die Bewegung #MeToo, die das Ausmaß der sexuellen Belästigung und der Gewalt gegen Frauen deutlich gemacht hat; unterstützt entschlossen alle Frauen und Mädchen, die an der Kampagne teilgenommen haben, einschließlich jener, die die Täter öffentlich angeprangert haben;

16.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Programme auszuarbeiten, um die Fertigkeiten von Frauen in MINT-Fächern – die für Laufbahnen in der Medienbranche mit einem eher technischen Schwerpunkt wie Tontechnik oder audiovisuelle Technik wichtig sind – zu verbessern; betont die große Bedeutung der beruflichen Aus- und Weiterbildung, da sie Laufbahnoptionen diversifiziert und Frauen und Männern unkonventionelle Karrierechancen bietet, wodurch die horizontale und die vertikale Segregation überwunden werden;

17.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Frauenorganisationen, die die Gleichstellung der Geschlechter in der Medienbranche aktiv fördern, zu unterstützen und diese Unterstützung auch Organisationen zu gewähren, die Frauen und Mädchen betreuen, die unter geschlechtsspezifischer Gewalt, sich überschneidenden Diskriminierungen oder sexueller Belästigung leiden;

18.  stellt fest, dass eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen in der Medienbranche einen wichtigen Schritt darstellt, und fordert die Organisationen der Medienbranche auf, diesbezüglich Maßnahmen im Bereich bewährter Verfahren einzuführen; fordert diese Organisationen auf, Maßnahmen wie zum Beispiel die von den Nordic Public Service Broadcasters(12) (öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten der nordischen Länder) ergriffenen aktiv in Erwägung zu ziehen und ihre internen Maßnahmen wie zum Beispiel Verhaltenskodizes, Prüfungen der Gleichstellung, Gleichstellungspläne, Berichterstattungsmechanismen und Schulungen zu Belästigung und Geschlechterstereotypen zu stärken und Schulungs-, Mentoren- und Rollenmodellprogramme für Mitarbeiterinnen anzubieten, die Eurofound zufolge in der Medienbranche weniger häufig vom Arbeitgeber finanzierte Schulungen erhalten als ihre männlichen Kollegen; regt an, diese Maßnahmen mit Überwachungsmechanismen zu stärken, in denen eindeutige und realistische jährliche Ziele gesetzt werden; ist der Ansicht, dass solche Maßnahmen zu einem höheren Frauenanteil in strategischen Führungspositionen beitragen könnten;

19.  würdigt die sinnvolle Funktion von Gewerkschaften und Berufsverbänden in der Medienbranche, da sie in ihren internen Strukturen Gleichstellung in einem Maße fördern, das bislang am Arbeitsplatz nicht erreicht wurde; ist der Ansicht, dass diese Berufsverbände bei der Ausarbeitung von Gleichstellungsstrategien eine tragende Rolle spielen sollten; weist außerdem auf die proaktive Rolle hin, die nationale Gleichstellungsstellen und Medienregulierungsbehörden einnehmen können, wenn es darum geht, die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in der Branche zu überwachen und dagegen vorzugehen;

20.  stellt fest, dass Frauen nicht als eine homogene Gruppe behandelt werden können, sondern dass sich Frauen unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung sowie Frauen mit Behinderungen am Arbeitsplatz mit besonderen geschlechtsspezifischen Hindernissen und Stressursachen, darunter Belästigung, Ausgrenzung, Diskriminierung oder Geschlechterstereotype, konfrontiert sehen;

21.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten mit Nachdruck auf, dafür Sorge zu tragen, dass die geltenden einschlägigen europäischen Rechtsvorschriften über Gleichbehandlung am Arbeitsplatz und über Diskriminierungsfreiheit uneingeschränkt angewendet werden; bedauert, dass nur wenige Mitgliedstaaten systematisch sicherstellen, dass sämtliche geltenden Rechtstexte mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung vereinbar sind(13);

22.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Schulungen zu Maßnahmen am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Belästigung, mit der Gleichstellung und mit der Vielfalt einschließlich der Verwendung einer diskriminierungsfreien Sprache und der Vermeidung von geschlechtsspezifischen Klischees in den Medien auszuarbeiten, zu finanzieren und zu fördern, um Belästigung am Arbeitsplatz zu bekämpfen; betont, dass besonderes Augenmerk auf Schulungen darüber gerichtet werden muss, wie in den Medien über Fälle von Gewalt gegen Frauen berichtet wird;

23.  beharrt darauf, dass für die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben bei Frauen gesorgt werden muss, und weist dabei insbesondere auf die unregelmäßigen Arbeitszeiten in der Medienbranche hin; weist auf eine aktuelle Eurofound-Studie(14) hin, in der Medienschaffende im Druck- und Verlagswesen über ihre schlechte Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben berichten, wobei die größten Probleme bei kleinen und mittleren Arbeitgebern in der Medien- und Kommunikationsbranche auftraten; begrüßt daher den Vorschlag der Kommission zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Reaktion auf die wiederholten Forderungen des Europäischen Parlaments und beharrt darauf, dass die interinstitutionellen Verhandlungen wirksame Rechtsvorschriften hervorbringen müssen; stellt fest, dass die gerechte Aufteilung der Verantwortung, der Kosten und der Betreuungsaufgaben zwischen Männern und Frauen einen Beitrag zum Abbau von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten leisten wird;

24.  fordert die Regierungsbehörden der Mitgliedstaaten auf, in Unternehmen, die öffentliche Konzessionen erhalten, Maßnahmen zum Abbau von geschlechtsspezifischer Diskriminierung zu fördern; nimmt die sinnvolle Funktion von Frauenbeiräten und Gleichstellungsbeauftragten am Arbeitsplatz zur Kenntnis; ist der Ansicht, dass diese Einrichtungen weiterhin gemeinsam mit den Arbeitgebern auf die Umsetzung angemessener Maßnahmen hinarbeiten sollten, um für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in Medienorganisationen zu sorgen;

25.  bedauert, dass Diskriminierung am Arbeitsplatz in all ihren Ausprägungen nur selten gemeldet wird, und betont, dass es aufgrund des Mangels an objektiven Daten schwierig ist, Diskriminierung nachzuweisen; fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, sich an den vom EIGE festgelegten Indikatoren zu orientieren und innerhalb des Anwendungsbereichs der Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf präzise und systematisch Daten zur Gleichstellung zu erheben und dabei die Sozialpartner, die nationalen Gleichstellungsstellen und die nationalen Gerichte einzubeziehen; empfiehlt ferner, dass die nationalen, regionalen und lokalen Behörden, die Strafverfolgungsbehörden und die Arbeitsaufsichtsbehörden, die nationalen Gleichstellungsstellen und die Organisationen der Zivilgesellschaft bei Fällen und Methoden der Diskriminierung die Überschneidung von geschlechtsspezifischen Gründen und anderen Ursachen verstärkt überwachen.

ANGABEN ZUR ANNAHME IM MITBERATENDEN AUSSCHUSS

Datum der Annahme

23.1.2018

 

 

 

Ergebnis der Schlussabstimmung

+:

–:

0:

42

3

5

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Mitglieder

Guillaume Balas, Vilija Blinkevičiūtė, Enrique Calvet Chambon, David Casa, Ole Christensen, Michael Detjen, Geoffroy Didier, Martina Dlabajová, Lampros Fountoulis, Arne Gericke, Marian Harkin, Czesław Hoc, Agnes Jongerius, Rina Ronja Kari, Jan Keller, Ádám Kósa, Agnieszka Kozłowska-Rajewicz, Jean Lambert, Jérôme Lavrilleux, Jeroen Lenaers, Verónica Lope Fontagné, Javi López, Thomas Mann, Dominique Martin, Anthea McIntyre, Joëlle Mélin, Elisabeth Morin-Chartier, Emilian Pavel, João Pimenta Lopes, Georgi Pirinski, Marek Plura, Dennis Radtke, Terry Reintke, Claude Rolin, Siôn Simon, Romana Tomc, Ulrike Trebesius, Marita Ulvskog, Tatjana Ždanoka

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Stellvertreter

Georges Bach, Lynn Boylan, Rosa D’Amato, Tania González Peñas, Krzysztof Hetman, Paloma López Bermejo, António Marinho e Pinto, Edouard Martin, Ivari Padar, Flavio Zanonato

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Stellv. (Art. 200 Abs. 2)

Morten Messerschmidt

NAMENTLICHE SCHLUSSABSTIMMUNG IM MITBERATENDEN AUSSCHUSS

42

+

ALDE

Enrique Calvet Chambon, Martina Dlabajová, Marian Harkin, António Marinho e Pinto

EFDD

Rosa D’Amato

GUE/NGL

Lynn Boylan, Tania González Peñas, Rina Ronja Kari, Paloma López Bermejo, João Pimenta Lopes

PPE

Georges Bach, David Casa, Geoffroy Didier, Krzysztof Hetman, Ádám Kósa, Agnieszka Kozłowska-Rajewicz, Jérôme Lavrilleux, Jeroen Lenaers, Verónica Lope Fontagné, Thomas Mann, Elisabeth Morin-Chartier, Marek Plura, Dennis Radtke, Claude Rolin, Romana Tomc

S&D

Guillaume Balas, Vilija Blinkevičiūtė, Ole Christensen, Michael Detjen, Agnes Jongerius, Jan Keller, Javi López, Edouard Martin, Ivari Padar, Emilian Pavel, Georgi Pirinski, Siôn Simon, Marita Ulvskog, Flavio Zanonato

VERTS/ALE

Jean Lambert, Terry Reintke, Tatjana Ždanoka

3

-

ENF

Dominique Martin, Joëlle Mélin

NI

Lampros Fountoulis

5

0

ECR

Arne Gericke, Czesław Hoc, Anthea McIntyre, Morten Messerschmidt, Ulrike Trebesius

Erklärung der benutzten Zeichen:

+  :  dafür

-  :  dagegen

0  :  Enthaltung

(1)

Angenommene Texte, P8_TA(2016)0338.

(2)

Angenommene Texte, P8_TA(2016)0360.

(3)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0260.

(4)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0290.

(5)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0364.

(6)

Angenommene Texte, P8_TA(2017)0417.

(7)

„Advancing gender equality in decision-making in media organisations“, Bericht des EIGE, 2013, S. 17.

(8)

„Advancing gender equality in decision-making in media organisations“, Bericht des EIGE, 2013, S. 29–33.

(9)

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 4. Juli 2017 zu Arbeitsbedingungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen.

(10)

http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2016/587285/IPOL_STU(2016)587285_EN.pdf.

(11)

https://www.iwmf.org/wp-content/uploads/2014/03/Violence-and-Harassment-against-Women-in-the-News-Media.pdf

(12)

http://www.nordicom.gu.se/sites/default/files/mediefakta-dokument/Gender_Media/Making_Change/1-12_makingchange_lr.pdf

(13)

vgl. Entschließung des Europäischen Parlaments vom 15. September 2016 zu der Anwendung der Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf.

(14)

https://www.eurofound.europa.eu/publications/information-sheet/2014/working-conditions/media-and-communications-working-conditions-and-job-quality.


ANGABEN ZUR ANNAHME IM FEDERFÜHRENDEN AUSSCHUSS

Datum der Annahme

20.2.2018

 

 

 

Ergebnis der Schlussabstimmung

+:

–:

0:

25

4

0

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Mitglieder

Beatriz Becerra Basterrechea, Malin Björk, Vilija Blinkevičiūtė, André Elissen, Iratxe García Pérez, Arne Gericke, Anna Hedh, Mary Honeyball, Teresa Jiménez-Becerril Barrio, Agnieszka Kozłowska-Rajewicz, Florent Marcellesi, Maria Noichl, Pina Picierno, Terry Reintke, Liliana Rodrigues, Michaela Šojdrová, Ernest Urtasun, Elissavet Vozemberg-Vrionidi, Jadwiga Wiśniewska, Maria Gabriela Zoană

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Stellvertreter

Sophia in ‘t Veld, Lívia Járóka, Urszula Krupa, Edouard Martin

Zum Zeitpunkt der Schlussabstimmung anwesende Stellv. (Art. 200 Abs. 2)

Krzysztof Hetman, Monika Hohlmeier, Lukas Mandl, Pavel Svoboda, Patricija Šulin


NAMENTLICHE SCHLUSSABSTIMMUNG IM FEDERFÜHRENDEN AUSSCHUSS

25

+

ALDE

Beatriz Becerra Basterrechea, Sophia in 't Veld

GUE/NGL

Malin Björk

PPE

Krzysztof Hetman, Monika Hohlmeier, Teresa Jiménez-Becerril Barrio, Lívia Járóka, Agnieszka Kozłowska-Rajewicz, Lukas Mandl, Michaela Šojdrová, Patricija Šulin, Pavel Svoboda, Elissavet Vozemberg-Vrionidi

S&D

Vilija Blinkevičiūtė, Iratxe García Pérez, Anna Hedh, Mary Honeyball, Edouard Martin, Maria Noichl, Pina Picierno, Liliana Rodrigues, Maria Gabriela Zoană

VERTS/ALE

Florent Marcellesi, Terry Reintke, Ernest Urtasun

4

-

ECR

Arne Gericke, Urszula Krupa, Jadwiga Wiśniewska

ENF

André Elissen

0

0

 

 

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Letzte Aktualisierung: 8. März 2018Rechtlicher Hinweis