ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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10.11.2014
PE537.133v01-00
 
B8-0229/2014

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zu der Broschüre der Weltgesundheitsorganisation über Sexualaufklärung


Mara Bizzotto

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu der Broschüre der Weltgesundheitsorganisation über Sexualaufklärung  
B8‑0229/2014

Das Europäische Parlament,

–       gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.     in der Erwägung, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die International Planned Parenthood Federation Köln gemeinsam mit dem Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa eine Broschüre mit dem Titel „Standards für die Sexualaufklärung in Europa“ veröffentlicht haben, in der das Thema auf zweifelhafte Weise behandelt wird, da die sexuellen Belangen innewohnende ethische Problematik vernachlässigt und die Gefühle vieler Elternverbände verletzt werden;

B.     in der Erwägung, dass die Broschüre, in der in keiner Weise auf die Rolle der Wünsche der Eltern Bezug genommen wird, bereits von frühester Kindheit an zu fragwürdigem Verhalten wie der Erkundung gleichgeschlechtlicher Beziehungen ermuntert und außerdem die Gender-Ideologie auf der Basis einer Auswahl ohne Berücksichtigung medizinisch-wissenschaftlicher Grundlagen propagiert, sondern offensichtlich lediglich auf mit gesellschaftlicher Stimmungsmache verbundene Anforderungen reagiert;

1.      fordert die Kommission auf, bei der WHO um die Übermittlung von Informationen zu ersuchen, aus denen hervorgeht, wie die wissenschaftlichen Inhalte der Broschüre festgelegt wurden, und auf die Rücknahme der Broschüre zu dringen;

2.      fordert die Kommission auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit die Sexualaufklärung von Kindern in Europa nicht von den Absichten einiger Interessengruppen beeinflusst wird, die Körper und Körperlichkeit nur von einem materialistischen Standpunkt aus betrachten.

 

Rechtlicher Hinweis