ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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1.6.2016
PE589.694v01-00
 
B8-1105/2016

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Kernenergie


Dominique Bilde

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Kernenergie  
B8-1105/2016

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass in Frankreich 120 000 Personen direkt im Kernenergiesektor angestellt sind und dass die Zahl der direkten, indirekten und induzierten Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Kernenergie sich auf insgesamt 410 000 beläuft;

B.  in der Erwägung, dass die Kernenergie zum gegenwärtigen Zeitpunkt die niedrigsten Kosten von allen Energieträgern aufweist (Uran, Transport, geringer Flächenbedarf etc.);

C.  in der Erwägung, dass erneuerbare Energien wie die Wind- oder Solarenergie zum Sozial- und Umweltdumping beitragen (aufgrund der Herstellung der Anlagen in Asien), hochgradig subventioniert sind und auf Dauer nicht funktionieren können, da sie von den klimatischen Gegebenheiten abhängen;

D.  in der Erwägung, dass andere Arten der Energieerzeugung, wie etwa aus Kohle- und Braunkohlekraftwerken, äußerst umweltschädlich sind und zu fast 22 000 Todesfällen in Europa und 1 000 in Frankreich geführt haben und der CO2-Ausstoß darüber hinaus bei mehr als 300 Mio. Tonnen liegt;

1.  fordert die Kommission auf, eine klare und unabhängige Studie über die Vorteile der Kernenergie und die in Bezug auf die Sicherheit noch zu verbessernden Aspekte bzw. notwendige Investitionen durchzuführen;

2.  fordert die Kommission auf, erneuerbare Energien und andere umweltschädliche Energien nicht mehr zu subventionieren, um die Subventionen für notwendige Investitionen im Bereich der Kernenergie zu verwenden;

3.  beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung mit den Namen der Unterzeichner der Kommission, dem Rat und den Mitgliedstaaten zu übermitteln.

Rechtlicher Hinweis