ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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3.1.2017
PE596.714v01-00
 
B8-0005/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zum Paenibacillus sp. LC231


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zum Paenibacillus sp. LC231  
B8-0005/2017

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 168 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass Antibiotikaresistenz bis 2050 zu 10 Millionen Todesfällen pro Jahr führen könnte;

B.  in der Erwägung, dass im Wesentlichen anerkannt ist, dass Bakterien dann resistent gegen Antibiotika werden, wenn sie sich durch die Exposition eines gegebenen Antibiotikums an dieses anpassen;

C.  in der Erwägung, dass aus einer in der Zeitschrift „Nature Communications“ (8.12.2016) veröffentlichten, von den Universitäten Akron (Ohio, USA) und McMaster (Kanada) durchgeführten Studie jedoch hervorgeht, dass eine Bakterienart, die aus dem rund vier Millionen Jahre alten Ökosystem der Lechuguilla-Höhle (New Mexico, USA) stammt und mit der Gattung der Paenibacillaceae verwandt ist (der „Paenibacillus sp. LC231“), gegenüber 26 von 40 getesteten Antibiotika resistent ist;

D.  in der Erwägung, dass der Paenibacillus sp. LC231 der Gattung der Paenibacillaceae gleicht und mit dieser mindestens 12 antibiotikaresistente Gene teilt;

1.  hebt hervor, dass mit dieser Entdeckung die wissenschaftlichen Annahmen zur Antibiotikaresistenz infrage gestellt werden und dass anhand von primitiven Bakterien die Gründe von Antibiotikaresistenz ermittelt werden können;

2.  fordert die Kommission auf, Forschungsarbeiten zu den Ursachen von Antibiotikaresistenz durch ihre Forschungsprogramme und mithilfe der zuständigen Behörden zu fördern.

Rechtlicher Hinweis