ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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3.1.2017
PE596.737v01-00
 
B8-0027/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zu Masern


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu Masern   
B8-0027/2017

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 168 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass es sich bei Masern um eine virale Infektionskrankheit handelt, die zu Hautausschlägen führt und durch die eine subakute sklerosierende Panenzephalitis („Panenzephalitis“) hervorgerufen werden kann;

B.  in der Erwägung, dass laut einer Studie der Universität von Kalifornien (28.10.2016) die Prävalenz von Panenzephalitis heute höher liegt als in früheren Schätzungen: 1:1367 bei Kindern unter fünf Jahren und 1:609 bei Kindern unter 12 Monaten mit Masern;

C.  in der Erwägung, dass laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 30. Juni 2016 1 818 Fälle von Masern in der Europäischen Union diagnostiziert wurden und dass mindestens 75 % einer Nichtimpfung zuzuschreiben sind;

D.  in der Erwägung, dass die Durchimpfungsrate gegen Masern in der Europäischen Union 95 % in 15 Mitgliedstaaten beträgt und das Wiederauftreten der Masernerkrankung im Wesentlichen auf Ausländer oder Personen, die sich im Ausland aufgehalten haben, zurückzuführen ist;

1.  fordert die Kommission auf, Richtlinien über die Impfung gegen Masern herauszugeben, die sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation stützen.

Rechtlicher Hinweis