ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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9.1.2017
PE596.743v01-00
 
B8-0033/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zu den Rahmenvorschriften für die Schlachtung von trächtigen Kühen


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu den Rahmenvorschriften für die Schlachtung von trächtigen Kühen  
B8-0033/2017

Das Europäische Parlament,

–  unter Hinweis auf die Verordnung vom 24. September 2009 über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass in zahlreichen europäischen Schlachtbetrieben die Kühe am Ende der Trächtigkeit getötet und ihre Föten in den Müll geworfen werden, obwohl einige von ihnen perfekt ausgebildet sind;

B.  in der Erwägung, dass diese Praxis legal ist und aus wirtschaftlichen Gründen weitgehend praktiziert wird, da eine trächtige Kuh, die ein höheres Gewicht hat, teurer verkauft werden kann;

C.  in der Erwägung, dass laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durch in Deutschland, Italien, Belgien und Luxemburg durchgeführte Studien belegt wird, dass 10 bis 15 % der Kühe zum Zeitpunkt der Schlachtung trächtig sind;

D.  in der Erwägung, dass in der EU-Verordnung vom 22. Dezember 2004 bereits der Transport oder die Schlachtung von trächtigen weiblichen Tieren verboten ist, wenn die Trächtigkeit mehr als 90 % fortgeschritten ist;

1.  bestärkt die Kommission darin, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten Kampagnen zur Sensibilisierung für diese Praktiken zu organisieren;

2.  fordert die Kommission auf, den Mitgliedstaaten vorzuschlagen, die Schlachtung von Kühen zu verbieten, die sich in den letzten drei Monaten ihrer Trächtigkeit befinden.

Rechtlicher Hinweis