ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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10.1.2017
PE596.772v01-00
 
B8-0062/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Erdbebengefahr durch Schiefergasförderung


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Erdbebengefahr durch Schiefergasförderung  
B8-0062/2017

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 4, 11, 191 und 194 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass Total im Januar 2016 die Lizenz zur Erforschung der Schiefergasvorkommen in den französischen Departements Drôme und Archèche zurück erhielt;

B.  in der Erwägung, dass das schweizerische Energieunternehmen Pétrosvibri im September 2016 in der Umgebung des Genfer Sees Probebohrungen nach Schiefergas durchgeführt hat, was sowohl die Schweizer als auch die Bewohner der Landschaft Savoyen beunruhigt hat;

C.  in der Erwägung, dass das amerikanische Institut für Geologie im März und Mai 2016 große Besorgnis über die erhebliche Erdbebengefahr geäußert hat, die durch das unterirdische Hydrofracking und das Verpressen von Abwässern verursacht wird;

D.  in der Erwägung, dass in den Vereinigten Staaten allein im Jahr 2015 infolge derartiger Gasförderung mehr als 900 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 4 gemessen wurden;

E.  in der Erwägung, dass die Kommission in ihren Mitteilungen über Schiefergas wiederholt auf die Gesundheits- und Umweltgefährdungen hingewiesen hat, die durch Umweltverschmutzung und die Klimaerwärmung, insbesondere den Methanausstoß, verursacht werden;

1.  fordert die Kommission auf, die Erdbebengefahr, die mit der Förderung von Schiefergas verbunden ist, im Rahmen einer Studie zum Ausmaß dieses Phänomens zu erfassen;

2.  fordert die Kommission ferner auf, ihre Strategie zur Energiesicherheit zu überarbeiten, durch die der Import von Schiefergas aus den Vereinigten Staaten noch begünstigt wird.

Rechtlicher Hinweis