ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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19.6.2017
PE605.561v01-00
 
B8-0443/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zu wirtschaftlichen Ungleichheiten und intelligentem Protektionismus


Dominique Martin

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu wirtschaftlichen Ungleichheiten und intelligentem Protektionismus  
B8-0443/2017

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass aktuelle Studien zu wirtschaftlichen Ungleichheiten aufzeigen, dass die Globalisierung und die Freihandelsverträge die Unterschiede zwischen den europäischen Ländern verringert, gleichzeitig aber die Ungleichheiten innerhalb der einzelnen Länder verstärkt haben;

B.  in der Erwägung, dass die Globalisierung und die europäischen politischen Strategien auf immer mehr Freihandel abzielen und jegliche Form von Protektionismus verbieten;

C.  in der Erwägung, dass die Kommission somit indirekt für die Zunahme der wirtschaftlichen Ungleichheiten in den europäischen Gemeinschaften verantwortlich ist;

D.  in der Erwägung, dass wirtschaftliche Ungleichheiten in den europäischen Gemeinschaften ein Gefühl der Ungerechtigkeit hervorrufen können;

E.  in der Erwägung, dass der Freihandel zu große Verluste für einen großen Teil der Gesellschaft mit sich bringt, wovon nur eine kleine privilegierte Gruppe profitiert, die immer reicher wird;

F.  in der Erwägung, dass Maßnahmen im Hinblick auf intelligenten Protektionismus Abhilfe für dieses Problem schaffen könnten;

1.  fordert die Kommission auf, den Mitgliedstaaten die Freiheit zu lassen, Maßnahmen im Hinblick auf intelligenten Protektionismus einzuführen, um wirtschaftliche Ungleichheiten wirksamer zu bekämpfen.

Rechtlicher Hinweis