ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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9.11.2017
PE614.235v01-00
 
B8-0599/2017

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Verteidigung verfolgter Christen in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit


Lorenzo Fontana

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Verteidigung verfolgter Christen in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit  
B8‑0599/2017

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 168 AEUV,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass sich die Lage „verfolgter Christen” in elf der Länder, die im Bericht „Persecuted and forgotten?“ (Verfolgt und vergessen?) der Stiftung päpstlichen Rechts „Kirche in Not” behandelt werden, zwischen der Jahresmitte 2015 und der Jahresmitte 2017 im Vergleich zu den vorhergehenden zwei Jahren, in denen bereits eine deutliche Verschlechterung verzeichnet worden war, noch einmal dramatisch verschlechtert hat;

B.  in der Erwägung, dass eine der weltweit größten Bedrohungen für die Unversehrtheit von Christen von gewalttätigen Handlungen extremistischer islamischer Gruppen ausgeht;

C.  in der Erwägung, dass in vielen Ländern mit islamischer Führung Gesetze über die Blasphemie verabschiedet werden, was in direktem Gegensatz zu den modernen demokratischen Verfassungen und zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte steht, der allen Menschen Religionsfreiheit garantiert;

1.  hebt hervor, dass auf Grundlage der aktuellen Daten die internationalen Maßnahmen zur Verteidigung und zum Schutz verfolgter Christen mit größerer Wirksamkeit wiederaufgenommen werden müssen;

2.  fordert die Kommission auf, Programme zur Verteidigung der in ihren Herkunftsländern zu Unrecht verfolgten Christen auszuarbeiten und die Religionsfreiheit auf internationaler Ebene aktiv zu fördern;

3.  fordert die Kommission auf, die Regierungen der Mitgliedstaaten zu ermahnen, in ihren internationalen Beziehungen die Religionsfreiheit von Christen in islamischen Ländern zu fördern.

Rechtlicher Hinweis