ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
PDF 131kWORD 47k
5.2.2019
PE631.708v01-00
 
B8-0093/2019

eingereicht gemäß Artikel 133 der Geschäftsordnung


zur Förderung der Agrarökologie und der Agroforstwirtschaft


Mireille D’Ornano

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Förderung der Agrarökologie und der Agroforstwirtschaft  
B8‑0093/2019

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 191 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

–  gestützt auf Artikel 133 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass die Agrarökologie und die Agroforstwirtschaft Teil eines vollständigen nachhaltigen Ansatzes sind, der sich auf die Funktionen natürlicher Ökosysteme stützt, wo Fauna und Flora auf natürliche Weise für die Böden arbeiten;

B.  in der Erwägung, dass ein solcher Ansatz es ermöglicht, die Kosten für Landwirte durch den Verzicht auf das Ausbringen von Pestiziden, Düngemitteln und gentechnisch veränderten Organismen (OGM) erheblich zu senken, wodurch die Risiken für die Umwelt (Böden, Gewässer, Luft) und für die Gesundheit von Mensch und Tier verringert werden;

C.  in der Erwägung, dass die Agrarökologie und die Agroforstwirtschaft bereits in mehreren Ländern praktiziert werden und eine qualitativ hochwertige Erzeugung ermöglichen, wobei die Betriebe gleichzeitig insbesondere gegenüber Naturgefahren widerstandsfähiger werden;

1.  fordert die Kommission daher auf, eine Sensibilisierungskampagne zu den Möglichkeiten, die die Agrarökologie und die Agroforstwirtschaft bieten, durchzuführen;

2.  fordert die Kommission auf, im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) eine allmähliche Neuausrichtung der Landwirtschaft, die derzeit auf höchste Erträge und somit sehr kurzfristig ausgerichtet ist, hin zu einer nachhaltigen Agrarökologie zu fördern, die sich auch auf die Agroforstwirtschaft stützt, um den Schutz der Gesundheit, der Umwelt und – durch gerechtere Einkommen – der Landwirte selbst zu gewährleisten.

Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2019Rechtlicher Hinweis