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Plenardebatten
Dienstag, 15. Dezember 2015 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Empfehlung für das Euro-Währungsgebiet - Vollendung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (Aussprache)
MPphoto
 

  Michael Theurer (ALDE). Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Vorgehen von Populisten lautet: auf komplexe Sachverhalte einfache Antworten.

Wir hören heute Morgen schon wieder die Leier, an allem und an jedem sei der Euro schuld. Dass das keine befriedigende und vor allen Dingen richtige Antwort sein kann, das wissen alle Experten. Der Euro ist weder Ursache noch Lösung der Probleme. Der Euro ist eine Währung.

Es gibt Länder, die haben den Euro, die sind in der Krise, das stimmt. Aber es gibt auch Länder, die haben den Euro nicht, die sind auch in der Krise. Also kann es ja am Euro nicht liegen. Aber Fakt ist: In einer Wirtschafts- und Währungsunion fällt der Anpassungsmechanismus über die Währung weg. Er muss dann realwirtschaftlich stattfinden. Genau deshalb brauchen wir nicht nur eine Währungsunion, sondern auch eine Wirtschaftsunion.

In der Wirtschaftsunion brauchen wir ein gemeinsames Verständnis von der Frage, wie diese Marktwirtschaft dann auch funktioniert. Da sitzen da die Nationalisten, die Etatisten und die Sozialisten und rufen nach mehr Staat, nach konjunkturfinanzierten Beschäftigungsprogrammen. Wir wissen, dass das alles höchstens Strohfeuer sein können, die in die Irre führen.

In einem Kontinent, in dem die Bevölkerung zurückgeht, in einem Kontinent, wo wir unseren Wohlstand auf technischem Fortschritt, auf Innovation aufgebaut haben, kann der Wohlstand in Zukunft nur erhalten werden, wenn wir genau diese Fragen ansprechen und stärken. Die Wettbewerbsfähigkeit muss in den Mittelpunkt gerückt werden. Wenn es den Bürgerinnen und Bürgern nicht gelingt, in den Unternehmen täglich Produkte zu entwickeln, die irgendjemand auf der Welt braucht, die man auf Weltmärkten verkaufen kann, werden wir unseren Wohlstand nicht sichern.

Also lasst uns die Probleme an der Ursache packen! Lasst uns die Wettbewerbsfähigkeit in Europa stärken, auch durch mutige institutionelle Reformen in der Wirtschafts- und Währungsunion!

(Der Redner ist damit einverstanden, eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ gemäß Artikel 162 Absatz 8 der Geschäftsordnung zu beantworten.)

 
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