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Postup : 2015/2277(INI)
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Postup dokumentu : A8-0169/2016

Predkladané texty :

A8-0169/2016

Rozpravy :

PV 06/06/2016 - 14
CRE 06/06/2016 - 14

Hlasovanie :

PV 07/06/2016 - 5.10
Vysvetlenie hlasovaní

Prijaté texty :

P8_TA(2016)0247

Rozpravy
Pondelok, 6. júna 2016 - Štrasburg Revidované vydanie

14. Nová aliancia pre potravinovú bezpečnosť a výživu (stručná prezentácia)
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PV
 

El Presidente. El punto siguiente en el orden del día es la breve presentación del informe de Maria Heubuch sobre la Nueva Alianza para la Seguridad Alimentaria y la Nutrición [2015/2277(INI)] (A8-0169/2016).

 
  
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  Maria Heubuch, Berichterstatterin. – Herr Präsident! Die neue Allianz für Ernährungssicherheit in Afrika wurde 2012 von den G8-Staaten ins Leben gerufen. Diese große public private partnership soll Investitionen in die Landwirtschaft in Afrika südlich der Sahara locken, um dort die Ernährungssicherheit zu verbessern. Zehn afrikanische Länder sind beteiligt. Die EU finanziert die Initiative mit. Insgesamt haben Geberländer über sechs Milliarden US-Dollar zugesagt.

Die neue Allianz möchte in Afrika das Modell der Grünen Revolution aus den sechziger und siebziger Jahren in Asien nachahmen. Die Grenzen dieser Vorgehensweise und insbesondere die damit verbundenen Umweltrisiken sind allgemein bekannt. Im Rahmen der neuen Allianz werden die afrikanischen Länder aufgefordert, legislative Reformen durchzuführen, um ein unternehmensfreundliches Umfeld für private Investitionen in die Landwirtschaft Afrikas zu schaffen. Bemerkenswerterweise wurden Kleinbauern kaum an diesem Prozess beteiligt, obwohl sie letztendlich die Nutznießer sein sollten. Folglich wurde die neue Allianz von der Zivilgesellschaft, von der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung und von afrikanischen Kleinbauern selbst heftig kritisiert.

Der Entwicklungsausschuss im Parlament hat sich ausführlich mit dem Bericht befasst und wird einige besorgniserregende Phänomene aufgreifen. Erstens: Art der Landwirtschaft und der Anbaumethoden, zweitens: Transparenz und Governance, drittens: Gesetzesreformen, viertens: die Geschlechterfrage.

Zu Erstens: Art der Landwirtschaft und Anbaumethoden: Sowohl die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als auch das Pariser Klimaschutzabkommen weisen darauf hin, dass ein landwirtschaftliches Modell entwickelt werden muss, das wesentlich besser belastbar ist und nachhaltige Ernährungssysteme schaffen kann. Der Bericht fordert die Regierungen in Afrika auf, nicht das Modell einer unternehmensorientierten Landwirtschaft auf der Grundlage landwirtschaftlicher Großbetriebe zu unterstützen, sondern in landwirtschaftliche Familienbetriebe und Agrarökologie zu investieren. Denn bäuerliche Familienbetriebe – Kleinbauern – sind die wichtigsten Investoren in der afrikanischen Landwirtschaft und stellen mehr als 60 % der Arbeitsplätze in den Ländern südlich der Sahara.

Transparenz und Governance: Detailinformationen über multilaterale Entwicklungsinitiativen wie die neue Allianz sollten zugänglich sein. Derzeit sind nicht ausreichend Details über die Investitionspläne der Firmen bekannt. Wir brauchen vollständige Transparenz, robuste Überwachungsmechanismen und Leistungsindikatoren, angemessene institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen, vorherige Anhörungen mit den zahlreichen Interessenträgern und den Betroffenen und einen Beschwerdemechanismus für die Menschen und Gemeinschaften vor Ort. Alle teilnehmenden Länder müssen die entsprechenden internationalen Standards wirklich wirksam umsetzen, mit denen dafür gesorgt wird, dass Investitionen alle Menschenrechte respektieren.

Unternehmensfreundliche Gesetzgebung: Wie erwähnt, werden die beteiligten afrikanischen Länder aufgefordert, gewisse unternehmensfreundliche Gesetzgebung durchzuführen, unter anderem im Bereich Land und Saatgut. Obwohl es in Afrika verschiedene Formen der Landnutzungs- und Besitzrechte gibt, nehmen die corporate frameworks bei der Absicherung der Nutzungs- und Besitzrechte ausschließlich die Beurkundung von Grundbesitz in Betracht. Die neue Studie vom DROI-Ausschuss bestätigt, dass es im Rahmen der neuen Allianz bei Landgeschäften, an denen europäische Firmen und Geberinstitutionen beteiligt waren, zu Menschenrechtsverletzungen kam. Das ist völlig inakzeptabel.

Die neue Allianz fordert auch unternehmensrechtliche Reformen im Saatgutrecht. 90 % der Bäuerinnen und Bauern sind darauf angewiesen, ihr Saatgut frei zu erzeugen und auszutauschen. Es macht mir große Sorge, dass durch die neue Allianz die meisten Länder diese informellen Methoden untersagen wollen. Ähnliche Sorge mache ich mir um geschlechterspezifische Belange. Nur 21 % der kleinbäuerlichen Betriebe, wo Frauen das Sagen haben, wurden beteiligt, obwohl 50 % der Frauen die Betriebe südlich der Sahara führen.

Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass die wichtigsten Beteiligten aus dem Privatsektor multinationale Konzerne sind, die bereits eine beherrschende Marktstellung haben. Dazu kommt ein großes Marktungleichgewicht zwischen internationalen Agrarkonzernen, regionalen und nationalen Akteuren in den Ländern Afrikas. Es bestehen große Zweifel daran, dass die neue Allianz in der Lage ist, einen Beitrag zur Verringerung der Armut und zur Ernährungssicherheit zu leisten. Deswegen sollten die EU und die Mitgliedstaaten genau prüfen, ob ihre Beteiligung an dieser Initiative überhaupt zielführend ist oder ob wir stattdessen besser gemeinsam in nachhaltige landwirtschaftliche Modelle investieren, wie in den sustainable developmentgoals beschlossen. Ich danke den Schattenberichterstattern und dem AGRI-Ausschuss für die gute Zusammenarbeit.

 
  
 

Intervenciones con arreglo al procedimiento de solicitud incidental de uso de la palabra («catch the eye»)

 
  
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  Bogdan Brunon Wenta (PPE). – Panie Komisarzu! Nowy sojusz na rzecz bezpieczeństwa żywnościowego i żywienia w Afryce to niezwykle istotna inicjatywa, która ma na celu wzmocnienie bezpieczeństwa żywnościowego w Afryce, co z kolei może przełożyć się na uratowanie milionów istnień ludzkich. Jako Parlament Europejski powinniśmy dołożyć wszelkich starań, aby wykorzystać możliwości zawarte w tym programie. Z mojej perspektywy jedną z nich jest kwestia wsparcia – o czym zresztą Maria Heubuch już wspomniała – dla małych i średnich rolników, gospodarstw rolnych oraz producentów żywności. Doświadczenia udzielania pomocy rozwojowej Afryce pokazują, że nie powinniśmy, nie wolno nam zaniedbywać lokalnego wymiaru tej pomocy. W tym wypadku wsparcie dla rolnictwa rodzinnego ma również pozytywny wpływ na dobrobyt ludności. Pomoc kierowana do indywidualnych rolników i rodzinnych gospodarstw polepszyłaby sytuację ekonomiczną miejscowej ludności.

 
  
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  Ricardo Serrão Santos (S&D). – (Por razões de ordem técnica, o orador tem de interromper o discurso e em seguida o Presidente pede-lhe que volte ao início) Senhor Presidente, Senhor Comissário, devemos ter um comportamento de reciprocidade em termos de exigências ambientais e sociais no que diz respeito aos investimentos agroindustriais feitos em países terceiros.

Os objetivos que traçamos em termos de política de desenvolvimento devem ser as linhas condutoras e as comunidades locais devem continuar a dispor e a decidir sobre as opções do progresso futuro. No que diz respeito aos recursos naturais é imperativo defender a propriedade e a preservação do património em prol das populações que deles dependem.

Tal deve ser possível dentro de um quadro regulamentar bem definido que faculte reais possibilidades às comunidades locais e sob a égide do direito à alimentação, nutrição, propriedade e participação.

Estes são direitos básicos e elementares que nem deveriam ser ainda objeto de reivindicação nos nossos dias. Porque disfrutamos de progresso na Europa aos níveis material e político, temos a obrigação de promover mais e melhor progresso nas outras partes do mundo.

 
  
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  Νότης Μαριάς ( ECR). – Κύριε Πρόεδρε, ο τρόπος με τον οποίο λειτουργεί η Νέα Συμμαχία για την Επισιτιστική Ασφάλεια και τη Διατροφή στην Αφρική, που είναι μια σύμπραξη δημόσιου και ιδιωτικού τομέα για να στηρίξει την Υποσαχάρια Αφρική και την αντιμετώπιση της φτώχειας, μου θυμίζει λίγο την τρόικα στην Ελλάδα. Δηλαδή θέλει να επιβάλει νομοθεσίες σε όλα τα κράτη μέλη που συμμετέχουν, θέλει να αλλάξει τους όρους για την έγγεια ιδιοκτησία, θέλει επίσης να βάλει όρους για τον τρόπο που θα χρησιμοποιούνται οι σπόροι.

Βλέπω λοιπόν μια παρέμβαση στα εσωτερικά των κρατών και προβληματίζομαι αν πραγματικά θα υπάρξει και ουσιαστική βοήθεια. Επίσης, βλέπουμε στήριξη των μεγάλων επιχειρήσεων, δεν βλέπουμε στήριξη των μικρών κοινοτήτων, των εργατών γης, ενώ οι γεωργικές επενδύσεις που προωθούνται είναι προσανατολισμένες στις εξαγωγές και όχι τόσο στην τόνωση της τοπικής οικονομίας. Επομένως θεωρώ ότι δεν μπορεί αυτή η κατάσταση να ανατρέψει τα προβλήματα στην Αφρική. Μόνο η διαγραφή του χρέους των κρατών της Αφρικής μπορεί πραγματικά να τους δώσει την ευκαιρία για ανάπτυξη.

 
  
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  Ivan Jakovčić (ALDE). – Gospodine predsjedniče, nemam nikakve sumnje da je novi Savez za sigurnost hrane i ishrane te prehrane u Africi, kada je ustanovljen 2012., imao odlične namjere.

Ono na što trebamo pripaziti je da naše dobre namjere ne pretvorimo u nešto što može postati jedna vrsta neokolonializma. Naime, nema nikakve dvojbe da su ovdje vrlo veliki interesi u igri, a ja bih htio da prvenstveno interesi koji su u igri budu interesi građana Afrike, odnosno malih obiteljskih poljoprivrednika u Africi, da imaju pravo na zemlju, da imaju vlasništvo nad zemljom, da se pobrinemo da ipak svi ne koristimo isto sjemenje u poljoprivredi na ovom svijetu.

Zadržimo bioraznolikost, ono što možemo zadržati od ljepote poljoprivrede koja postoji u Africi i razvijmo tu poljoprivredu na onim parametrima na kojima smo uspješno razvijali i europsku poljoprivredu.

 
  
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  João Ferreira (GUE/NGL). – Senhor Presidente, estamos perante uma iniciativa que envolve o G8, várias multinacionais, parcerias público-privado através das quais, garantem-nos, se pode retirar da pobreza e da fome milhões de pessoas em África.

A desfaçatez dos promotores não esconde ao que vêm: acelerar o fluxo de capital privado. A pretensa caridade das multinacionais exige modificações políticas que lhes facilitem o negócio, porque afinal de contas é disso que se trata, business as usual. Esta iniciativa parte do pressuposto, por verificar, porque errado, que mais produção através de investimento das grandes corporações privadas irá resolver o problema da fome e má nutrição em África.

Ora estas corporações produzem para mercados lucrativos, não para os pobres e famintos. Esta iniciativa será uma forma útil de facilitar a essas corporações o acesso à terra e insumos agrícolas, incentivando de caminho a alteração de práticas agrícolas no próprio interesse das multinacionais, favorecendo modelos de produção intensiva de cariz exportador, com elevada incorporação de agroquímicos e de OGM. A grande questão é: quem pagará os seus lucros?

 
  
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  Molly Scott Cato (Verts/ALE). – Mr President, I thank Maria and her colleagues in the Committee on Development for this report, which is a prime example of the EU standing up to big business. I also thank the hundreds of constituents who emailed me with their concerns about the outdated model of agricultural development promoted by the G7’s so—called New Alliance for Food Security and Nutrition. In such an initiative, nutrition should be the logical starting point, but this is not so. Instead, nutrition comes second to opportunities for industrial agribusinesses with no focus on healthy food but rather on agricultural commodities, which of course require monocultures. This increases input dependency and land degradation.

Crucially, this Parliament report argues that the new alliance must allow farmers to avoid input dependency. There will not be food sovereignty if farmers are beholden to corporations for their seeds and then brought into vicious circles of pesticide and fertilizer use. We should support farmers’ seed systems which maintain agro—biodiversity.

 
  
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  Jonathan Arnott (EFDD). – Mr President, I would like to commend the rapporteur for a lot of what she says about the New Alliance for Food Security and Nutrition. There are a lot of positives in this report, and specifically comments about things which could be improved within the NAFSN.

I would like to draw out three points. Firstly, I agree completely with Notis Marias that there must be no interference with sovereignty of developing nations. Secondly, I share the concerns with regard to big multinationals playing too great a role in planning agricultural development and therefore the impact that has on smaller farmers and their right to have a say.

Thirdly, I would just take issue with the comment that the EU and its Member States are the biggest giver of aid. Well, if you take 28 countries and put all of those numbers together then of course it is going to be bigger than any one individual.

 
  
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  Tibor Szanyi (S&D). – Elnök Úr! Reális veszélynek tekinthetjük, hogy az ebben a dokumentumban foglalt programok elsüllyednek a helyi és kormányzati korrupció, valamint a termőföld-spekuláció mocsarában. Én azt gondolom, hogy megerősített garanciákra és folyamatos ellenőrzésre van szükség. Nyilván az ellenőrzésben a demokratikusan választott parlamenteknek, így az Európai Parlamentnek is kiemelt szerepet kell vállalnia, ezt kifejezetten javaslom.

Mindezek mellett a sok-sok program az élelmiszerellátás biztonságát állítja középpontba. Én mégis azt gondolom, hogy a gyermekélelmezést segítő termelési és finanszírozási struktúrák kiemelt támogatása kerüljön az első helyre. A gyermekéhezés és az alultápláltság leküzdésére való összpontosítás részeként, úgy gondolom, hogy el kéne kezdenünk azt a típusú gondolkodást, hogy az élelmiszereket sehol ne sújtsa adó.

 
  
 

(Fin de las intervenciones con arreglo al procedimiento de solicitud incidental de uso de la palabra («catch the eye»))

 
  
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  Christos Stylianides, Member of the Commission. – Mr President, first of all I would like to welcome the European Parliament’s report on the New Alliance for Food Security and Nutrition and of course to thank you and congratulate the rapporteur, Mrs Heubuch, for steering its preparation. It is in line with what the Commission wants to achieve under the New Alliance.

Together with our partners – African governments, the African Union Commission, the private sector and G7 members – the European Union has made a commitment to promoting inclusive and sustainable agriculture-based growth. The agricultural sector in low-income countries has suffered from under-investment for decades with considerable consequences for long-term food security while also contributing to rural poverty. The investments needed to eradicate hunger are enormous.

We thus have to work together with all partners. This is what we agreed under the 2030 Agenda and its second Sustainable Development Goal: to end hunger, achieve food security and improve nutrition and also promote sustainable agriculture. In doing so we will need to mobilise additional resources for developing countries. This is what the New Alliance is trying to do: reduce poverty and link smallholders to markets by working with the local and international private sector.

The European Union has been supporting the New Alliance since its launch in 2012 and has since committed EUR 1.2 billion in ten new alliance countries. This represents a powerful initiative to reduce rural poverty. Food and nutrition security in our developing partner countries is a priority area for the Commission. We want to contribute to job creation, stability, growth and sustainable development. In all our programmes under the New Alliance we make sure that we are working towards this objective.

The Commission is a staunch supporter of the voluntary guidelines on tenure of land and of the principles for responsible investment in agriculture and food systems. Within the New Alliance we have developed guidance for companies on due diligence and risk management for land-based investments in agriculture.

Gender is also a prominent component in the New Alliance. Fifty-one per cent of the jobs created in 2014 benefited women. At the same time, the Commission will continue to insist on a much more targeted focus on women farmers and entrepreneurs and on actions to ensure they have equal access to land and other economic resources.

Of course there are many challenges associated with our efforts and we are working hard to solve them. We are taking very seriously the concerns being voiced that the New Alliance creates a favourable environment that mainly benefits large private sector companies to the detriment of the smallholder farmers. Many of the concerns raised also here today are an integral part of the discussions with our partners in the new alliance. The European Union is very sensitive towards the smallholder farmers. They play a key role in sustainable agriculture and in combating hunger and malnutrition, and they are indeed the ones that should primarily benefit from the New Alliance actions.

The European Union is also very attentive to the plight of the most vulnerable in societies who, despite the advances made, remain susceptible to crises and shocks and will continue to need our humanitarian and development assistance. We need partnerships with the private sector that encourage businesses to put sustainable development at the core of their strategies. This is particularly relevant for inclusive and sustainable agricultural development.

The only option is to work together and to act responsibly, inclusively and sustainably. This also includes more involvement of farmers in civil society and the coordination of new alliance activities. The Commission will discuss and explore with all partners in the New Alliance how to better advance its implementation, also in the light of the conclusions and recommendations of this report.

 
  
  

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Puhemies. – Keskustelu on päättynyt.

 
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