Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (ausgewählt)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
 Index 
 Vollständiger Text 
Plenardebatten
Mittwoch, 30. November 2016 - Brüssel Überprüfte Ausgabe

Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EG/Ghana (Aussprache)
MPphoto
 

  Franz Obermayr, im Namen der ENF-Fraktion. – Frau Vorsitzende! Die Entwicklung Ghanas ist durchaus zu begrüßen, und auch die Marktöffnung Ghanas zu 83 Prozent mit dem kommenden Handelsabkommen hört sich zunächst positiv an. Allerdings wird dies zu einer Flutung Ghanas mit europäischen Produkten führen und damit zu einer stärkeren Abhängigkeit vom europäischen Markt. Zum Beispiel kostet ein Huhn in Ghana trotz niedrigen Lohnniveaus nach acht Wochen Zucht auf einem Bauernhof 3,60 Euro, und damit ist ein ghanaisches Huhn zirka um 100 Prozent teurer als ein Billigimporthuhn aus der Union.

Was wird das heißen? Für Ghanas Züchter und Bauern wird es unmöglich sein, mit diesen Importpreisen zu konkurrieren. Die werden die Existenzgrundlage zerstören. Und was wird weiterhin passieren? Die Leute werden sich auf den Weg nach Mitteleuropa machen, wo man dann mit einem Mindesteinkommen, mit einer Mindestsicherung von 800 Euro die Hühner nicht mehr auf dem Markt in Accra kaufen wird, sondern im Supermarkt in Berlin oder in Wien.

 
Rechtlicher Hinweis