Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (ausgewählt)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
 Index 
 Vollständiger Text 
Plenardebatten
Mittwoch, 1. Februar 2017 - Brüssel Überprüfte Ausgabe

Lage der Energieunion (Aussprache)
MPphoto
 

  Herbert Reul (PPE). – Herr Präsident! Wir reden ständig darüber: Europa. Wir müssen uns darum kümmern, dass die Europäer Zustimmung zu dem europäischen Projekt haben. Wir kümmern uns ständig darum, dass Europa stark ist. Dann müssten wir uns eigentlich auch darum kümmern, dass Europa wirtschaftsstark ist, weil das die wichtige Voraussetzung ist. Deshalb ist es gefährlich, wenn man die ganze Energiepolitik nur nach klimapolitischen Gesichtspunkten ausrichtet. Da muss man auch den Faktor im Griff haben: Was hat das an Belastungen und Kosten zur Folge, welche Auswirkungen hat das auf die Bürger, auf die Verbraucher und auf die Wirtschaft? Das vermisse ich.

Dann ist es auch nicht der Zeitpunkt, jeden Tag einen neuen Plan zu machen oder höhere Prozentzahlen zu verkünden. Das hatten wir bei Lissabon auch schon mal: höher, weiter, besser, die Allerbesten sein. Es ist viel klüger, kleine Schritte zu machen und Erfolge nachzuweisen. Nicht Pläne, sondern Taten werden gebraucht. Davon bin ich fest überzeugt.

Da gibt es ein paar interessante Sachen in diesem Papierberg, der uns da vorliegt. Das Erste ist: Ich finde es klug, dass wir wegkommen von diesem Förder-Flickenteppich von Erneuerbaren, sondern die Vorgabe haben, das über Ausschreibungen zu organisieren, marktwirtschaftlich anzugehen. Ich glaube, das ist ein kluger Beitrag, der viele Kosten sparen kann.

Es ist aber auf der anderen Seite überhaupt nicht intelligent, diese ACER – also der Versuch, die Leitungsnetze und die Überwachung der Leitungsnetze dadurch zu verbessern, dass man eine europäische Behörde noch größer, noch effektiver, noch wirkungsvoller macht, noch dicker aufbläst. Das ist nicht die richtige Antwort. Es klappt doch! Wir haben doch gar kein Problem im Moment, dass es nicht funktioniert bei den Leitungsnetzbetreibern. Was fehlt, ist das, was die Kollegin eben gesagt hat: dass nicht genug Leitungen da sind. Das ist aber kein Problem von Überwachung und neuen Behörden oder Organisationen, sondern von Investitionen. Und investiert wird nur, wenn diejenigen, die die Netze betreiben, damit auch Geld verdienen können.

 
Rechtlicher Hinweis