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Plenardebatten
Montag, 11. September 2017 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Beitritt der EU zum Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Aussprache)
MPphoto
 

  Maria Noichl (S&D). – Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Kommissarin! Liebe Evelyn, es freut mich ganz besonders, dass Du heute den Vorsitz hast, denn ich weiß, dass Du Dich seit Jahrzehnten für das Thema einsetzt und gegen Gewalt an Frauen in Europa kämpfst. An der Stelle ganz herzlichen Dank dafür.

Ich sage deswegen „seit Jahrzehnten“, um nochmals auf den Vorredner Bezug zu nehmen. Wenn er glaubt, das Thema Gewalt gegen Frauen sei erst neu mit dem Thema Flüchtlinge nach Europa gekommen, dann war er wohl in den letzten Jahrzehnten in einem anderen Europa, als ich es war. Das Thema Gewalt ist – unabhängig von Flüchtlingen – seit Jahrzehnten Thema bei uns in Europa. Ich bringe die Ungeduld heute mit, Sie hören es in meiner Stimme. Sie hören in meiner Stimme die Ungeduld, dass es endlich aufhören muss, dass wir immer nur darüber reden, sondern wir müssen endlich etwas tun, dass etwas passiert. Es muss etwas passieren, damit Täter benannt werden und bestraft werden, damit Opfern geholfen wird, damit deutlich gemacht wird, dass sexuelle Gewalt auch in christlichen Ehen stattfindet. Da brauche ich nicht auf die Scharia zu schauen, sondern da brauche ich nur zu schauen, was in den eigenen Schlafzimmern passiert. Da heißt es hinschauen, da heißt es etwas zu verändern.

Frau Kommissarin, bei Ihnen ist das Thema in guter Hand. Bitte, bitte, bitte, bringen Sie etwas vorwärts in Europa!

 
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