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Plenardebatten
Montag, 11. September 2017 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Beitritt der EU zum Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Aussprache)
MPphoto
 

  Ulrike Trebesius (ECR). – Herr Präsident! Eine erschreckend hohe Anzahl an Frauen gibt an, Opfer von häuslicher Gewalt geworden zu sein. Dazu kommen in den letzten Jahren mit dem Zustrom aus islamischen Kulturen noch ganz neue Formen der Gewalt, wie zum Beispiel die Beschneidung von Mädchen, Ehrenmorde, aber auch Mehrfachehen beziehungsweise Kinderehen – alles Formen von Gewalt und Unterdrückung, die in meinem Land eigentlich verboten sind und die trotzdem oft in Parallelgesellschaften für Frauen und Mädchen zum Alltag gehören. Dass dies bedrohlich für alle Frauen in Mitteleuropa ist, zeigen die jüngsten Gerichtsurteile aus Deutschland, die erschreckenderweise die kulturelle Prägung des männlichen Täters höher werten als die Rechte der Frauen. Aber dass eine vollkommen verfehlte Zuwanderungspolitik – insbesondere meines Landes – die Probleme für Frauen noch zusätzlich verschärft, ist schon tragisch.

Auf meinem heutigen Weg zum Flughafen in Hamburg fuhr ich durch mehrere Stadtteile, wo in einer großen Mehrzahl Frauen in Nikab und Burka unterwegs sind und junge Frauen im Minirock oder in Jeans quasi nicht zu sehen waren. Für mich ist das ein eindeutiges Zeichen, dass hier allen Repressalien entgegengewirkt werden muss. Aus diesen Gründen begrüße ich das Abkommen von Istanbul.

 
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