Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (ausgewählt)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
 Index 
 Vollständiger Text 
Plenardebatten
Mittwoch, 14. März 2018 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage - Gemeinsame Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (Aussprache)
MPphoto
 

  Barbara Kappel (ENF). – Frau Präsidentin, Herr Kommissar! Den öffentlichen Haushalten der Europäischen Union gehen jedes Jahr wegen aggressiver Steuerplanung und Steuervermeidung rund 70 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren. Das sind in erster Linie Mindereinnahmen aus der Körperschaftsteuer. Diese beiden heute diskutierten Berichte, die eine Harmonisierung der Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage anstreben, sollen diese Lücke in einnahmentechnischer Hinsicht schließen. Die Körperschaftsteuer ist neben der Mehrwertsteuer und der Einkommensteuer eine der wichtigsten Steuerbereiche. Mittels CCTB und CCTTB sollen einfachere Steuervorschriften für die Berechnung des grenzüberschreitenden steuerpflichtigen Gewinns und eine bessere Vergleichbarkeit geschaffen werden, Unterschiede und Diskrepanzen in Bezug auf die Bemessungsgrundlage beseitigt und faire Wettbewerbsbedingungen insbesondere zwischen Multis und KMU geschaffen werden, ohne dabei die Besteuerungshoheit der Mitgliedstaaten in Frage zu stellen.

Zur Erreichung einer möglichst hohen multinationalen Effektivität dieser beiden Berichte, dieser zwei Bereiche soll es Einklang geben mit den Vorgaben der OECD-PEPs-Aktionen und der internationalen Rechnungslegungsrichtlinien nach den IFRS – so zumindest sah es der Kommissionsvorschlag vor. Das Europäische Parlament hat hier einige Veränderungen vorgenommen, nämlich die Schwelle für die verpflichtende Anwendung der Richtlinie von 750 Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren auf Null gesenkt, die Möglichkeit eines unbeschränkten Verlustvortrags ausgeschaltet, die Anrechnung von FuE-Aufwendungen massiv reduziert und neue Kriterien zum Beispiel für die Qualifikation einer Muttergesellschaft geschaffen, abweichend von den IFRS. Das ist nicht hilfreich für einen multinationalen Ansatz zur Bekämpfung der Steuervermeidung, und das geht auch zu Lasten des Wettbewerbs für den Wirtschaftsstandort Europa.

 
Letzte Aktualisierung: 16. Juli 2018Rechtlicher Hinweis