Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (ausgewählt)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
 Index 
 Vollständiger Text 
Plenardebatten
Montag, 11. Juni 2018 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Gemeinsame Vorschriften für die Zivilluftfahrt und Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (Aussprache)
MPphoto
 

  Gabriele Preuß, im Namen der S&D-Fraktion. – Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie alle fliegen als Mitglieder dieses Hauses wahrscheinlich deutlich häufiger als der EU- Durchschnittsbürger. Haben Sie sich aber schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie fit und gesund beziehungsweise ausgeruht Pilot und Crew sind? Wie viele Flugstunden der Pilot vorweisen kann oder ob er die Kosten seiner Ausbildung noch abfliegen muss, egal ob er müde oder krank ist? Dass wir heute entspannter als je zuvor ins Flugzeug steigen, hat auch damit zu tun, dass es nie so sicher war zu fliegen wie heute. Und nirgendwo ist es sicherer als hier bei uns in der EU.

Daher lohnt es sich, ab und zu hinter die Kulissen zu schauen und sich immer wieder klarzumachen, dass das Niveau an Sicherheit und Service, welches wir genießen, keine Selbstverständlichkeit ist. In der Luftfahrt setzt sich mit einiger Verzögerung zunehmend etwas durch, das wir aus anderen Verkehrssektoren wie Schifffahrt und Straßentransport kennen: Profitmacherei auf Kosten der Arbeitnehmer. Das führt langfristig immer zu schlechteren Dienstleistungen, und – davon sind wir überzeugt – das ist nicht gut für die Sicherheit. Denn Sicherheit ist eine schwierige und detailreiche Arbeit, nicht nur im technischen Bereich. Wer im Bereich Flugsicherheit tätig ist, muss seine Aufgaben frei von unternehmerischem Druck ausüben können, muss optimal aus- und fortgebildet werden und selbstverständlich alle wichtigen Informationen erhalten.

Um dem besorgniserregenden Trend des Sozialdumpings entgegenzutreten, haben wir den Artikel 76a der neuen EASA-Verordnung durchgesetzt. Die EASA wird nun die Möglichkeit haben, sich windige Geschäftskonstruktionen, in denen keiner mehr nachvollziehen kann, wer eigentlich zuständig ist, unter dem Aspekt der eindeutigen Verantwortlichkeit anzuschauen. Das gleiche gilt für Beschäftigungsmodelle, bei denen Piloten quasi dazu gedrängt werden, permanent zu fliegen und auf Teufel komm raus die Kosten zu senken. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass wir die richtigen Weichen für unsere Luftfahrt gestellt haben. Wir brauchen mehr internationale Präsenz der EASA, um die Sicherheit weltweit zu verbessern.

Es waren wirklich denkwürdige Verhandlungen, die wir geführt haben, und daher möchte ich Herrn Marinescu als Berichterstatter und der Kommission ganz herzlich danken, dass wir so einen ausgewogenen Bericht zur Abstimmung stellen.

 
Letzte Aktualisierung: 29. August 2018Rechtlicher Hinweis