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Plenardebatten
Montag, 12. November 2018 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Mehrjahresplan für kleine pelagische Bestände im Adriatischen Meer und für die Fischereien, die diese Bestände befischen (Aussprache)
MPphoto
 

  Werner Kuhn (PPE). – Frau Präsidentin, Herr Kommissar, verehrte Frau Kollegin Tomašić! Dieser Plan ist eine logische Konsequenz aus dem, was wir sozusagen über mehrere Jahre auf der Grundlage der basic regulations für die gemeinsame Fischereipolitik entwickelt haben: Ostseeplan, Nordseeplan, Western Waters.

Natürlich müssen wir uns auch mit den Beständen im Mittelmeer intensiv beschäftigen. Das steht außer Frage. Hier geht es in der Adria um einen Fangbereich, der relativ klar abgegrenzt ist – auch geografisch klar abgegrenzt ist –, um Sardinen und Sardellen, pelagische Arten, die letztendlich auch – entweder mit der stillen Fischerei oder mit Schleppnetzfischerei – gefangen werden.

Die wissenschaftlichen Evaluierungen zur Biomasse sind notwendig und sind auch über Jahre hinweg gemacht worden, aber sie haben natürlich auch einen Toleranzbereich zwischen —20 % und +20 %. Deshalb müssen wir mit einer Quotierung auch sehr vorsichtig umgehen, denn es wird das erste Mal sein, dass wir das sozusagen innerhalb des Mittelmeerraums in Angriff nehmen. Es ist unser gemeinsames Ziel: maximum sustainable yield. Wenn diese Quotierung eingeführt wird und eine drastische Reduzierung für die Fischerei, für den kleinen Sektor ins Auge gefasst wird, dann müssen natürlich auch sozioökonomische Maßnahmen da sein, die wir aus dem EMFF, aus dem European Maritime and Fisheries Fund, begleiten: zeitweilige Stilllegungen, die dann auch entsprechend vergütet werden, Fangausfallprämien, die entsprechend vergütet werden. Auch die Mitgliedstaaten müssen dort eine Kofinanzierung in Angriff nehmen. So können wir dann auch nur einen über mehrere Jahre hinweg bestehenden Wiederauffüllungsplan organisieren, damit sich die Bestände dann auch wieder erholen können. Das ist für die Fischerei ja auch ganz wichtig. Aber wir wollen natürlich auch nicht, dass die kleine und handwerkliche Fischerei sozusagen insolvent wird, bankrott geht, sondern wir müssen sie finanziell so lange unterstützen, bis die Biomasse wieder so klar und so deutlich ist, dass eine gute Nachwuchsproduktion da sein wird.

In diesem Sinne kann ich nur sagen: Unser gemeinsames Ziel ist maximum sustainable yield – maximal möglicher Dauerertrag –, Arbeitsplätze erhalten, aber auch, die touristische Attraktivität dieser Fischereihäfen an der Adria zu erhalten. In diesem Sinne müssen wir mit Vernunft an diesen adriatischen Plan herangehen.

 
Letzte Aktualisierung: 8. April 2019Rechtlicher Hinweis