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Plenardebatten
Donnerstag, 14. Februar 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Frauenrechtsaktivisten in Saudi-Arabien
MPphoto
 

  Josef Weidenholzer (S&D). – Herr Präsident! Die Situation der Menschenrechte in Saudi-Arabien beschäftigt uns nicht zum ersten Mal. Wir sollten uns öfter damit auseinandersetzen, und es braucht deutliche Signale in Richtung Riad.

Die stetigen Beteuerungen der Saudis, sie wären bereit, sich modernen Standards zu unterwerfen, sind nichts wert, wenn sie einem Realitätscheck nicht standhalten. Vieles entspricht so gar nicht der offiziellen Schönfärberei, nicht nur die allen zivilisatorischen Normen Hohn sprechende Ermordung von Jamal Khashoggi oder die regelmäßig stattfindenden öffentlich zelebrierten Hinrichtungen oder die Anwendung körperlicher Gewalt als Strafmittel oder die immer noch nicht beendete Inhaftierung unseres Sacharow-Preisträgers Raif Badawi.

Die systematische Verachtung der Menschenrechte für Frauen ist der Nährboden, auf dem sich derartiges Denken überhaupt entwickeln kann. Wollen wir langfristig etwas ändern, dann müssen wir hier ansetzen. Solange Frauen als Menschen zweiter Kategorie betrachtet werden, unter männliche Vormundschaft gestellt und körperlicher Gewalt ausgesetzt sind, solange wird auch kein Bewusstsein für Menschenrechte entstehen. Die vielen Frauen, die sich in Saudi-Arabien gegen diesen Zustand auflehnen, verdienen unsere ganze Unterstützung.

 
Letzte Aktualisierung: 5. Juli 2019Rechtlicher Hinweis