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Plenardebatten
Montag, 11. März 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Unlautere Handelspraktiken in den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen in der Lebensmittelversorgungskette (Aussprache)
MPphoto
 

  Maria Heubuch, im Namen der Verts/ALE-Fraktion. – Herr Präsident! Es ist wirklich sehr gut, dass die EU nun eine einheitliche Regelung verabschiedet, um die Macht der Supermarktketten gegenüber den Lebensmittelproduzenten zu begrenzen. Ich bedanke mich auch bei Paolo de Castro und bei allen Beteiligten für die wirklich sehr gute Zusammenarbeit.

Wichtig ist mir nun, dass Europa hier nicht stehenbleibt, denn es sind noch längst nicht alle Probleme gelöst. Bäuerinnen und Bauern, aber auch die Arbeiterinnen auf den Feldern, in den Gewächshäusern, die Arbeiter in den Schlachthöfen sowie die kleinen Lebensmittelverarbeiter stehen von unterschiedlicher Seite unter Druck, nicht nur von Seite der Supermarktketten, sondern auch von der Seite des vorgelagerten Bereichs – wenn ich nur an die Saatgut-, Düngemittel-, Futtermittel- oder Pestizidindustrie denke. Und genau in all diesen Branchen beobachten wir eine zunehmende Konzentration von Macht. Die Fusion von Bayer und Monsanto ist nur das letzte Beispiel dafür.

Damit landwirtschaftliche Betriebe mit ihrer Arbeit wirklich ein faires Einkommen erwirtschaften können, muss diese Machtkonzentration sowohl im vorgelagerten Bereich als auch in den nachgelagerten Sektoren bekämpft werden, und das geht nur über eine Reform des Wettbewerbsrechts. Herr Kommissar Hogan, wären Sie bereit, auch das Wettbewerbsrecht unter die Lupe zu nehmen? Würden Sie dafür sorgen, dass bei künftigen Fusionen die Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Gesundheit, aber auch auf das bäuerliche Einkommen berücksichtigt werden? Denn genau das war beim Deal mit Monsanto und Bayer nicht der Fall. Ich glaube, Europa braucht hier ein ambitioniertes Projekt, und hier könnten wir gemeinsam ambitioniert vorwärtsgehen.

 
Letzte Aktualisierung: 8. Juli 2019Rechtlicher Hinweis