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Plenardebatten
Dienstag, 12. März 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen (Aussprache)
MPphoto
 

  Dieter-Lebrecht Koch (PPE). – Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Als ich vor 25 Jahren mit meiner Arbeit im Europäischen Parlament begann, spielten die Menschen mit besonderen Bedürfnissen, oder, anders ausgedrückt, Menschen mit Behinderungen keine Rolle; sie waren schlechthin unsichtbar, was auch daran lag, dass es keine Bestrebungen zum Aufbau einer sozialen Säule gab. Dieser Mangel ist nun endgültig überwunden. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung wird davon ausgegangen, dass im Jahr 2020 rund 120 Millionen Menschen in der EU mit mehrfachen und/oder leichten Behinderungen leben werden. Der heutige Bericht geht uns alle an, also nicht nur die über 80 Millionen Europäer mit Behinderung.

Für den Straßen-, Schienen-, Schiffs- und Busverkehr bestehen bereits europäische Regelungen zur Zugänglichkeit und zum Anspruch auf Hilfeleistung für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die neuen Regelungen hebeln diese bereits bestehenden nicht aus, sie ergänzen sie vielmehr, und das begrüße ich außerordentlich. Es besteht durchaus Bedarf für diese Ergänzungen, da beispielsweise die interaktiven Selbstbedienungsterminals an Flughäfen, Bahn- und Busbahnhöfen nach wie vor nicht barrierefrei sind. Das trifft auch auf die Bereitstellung von Reiseinformationen in Echtzeit zu, wie sie heute schon verfügbar sind. Besonders freue ich mich über unsere Strategie dafür, dass ein Mensch mit Behinderung wie jeder andere die lebensrettende Notrufnummer 112 nutzen kann.

Dieser Bericht ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten – eine Aufgabe, an der wir alle auch zukünftig gemeinsam arbeiten müssen. Das sage ich nicht nur als Mitbegründer des Disability Intergroup, sondern auch aus vollster Überzeugung.

 
Letzte Aktualisierung: 8. Juli 2019Rechtlicher Hinweis