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Plenardebatten
Dienstag, 26. März 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Lage in Algerien (Aussprache)
MPphoto
 

  Eugen Freund (S&D). – Frau Präsidentin! Es ist schon sehr viel über Algerien selbst gesprochen worden. Lassen Sie mich kurz etwas über die Europäische Union sprechen. Seit Jahren sage ich: Syrien wird nicht das letzte Land sein, wo wir als Europäische Union versagt haben. Algerien wird auf uns zukommen. Dort hält nämlich ein greiser Staatschef seine zittrige Hand auf dem Deckel des Druckkochtopfes, und eines Tages wird der Topf explodieren. Dieser Tag ist jetzt da, und was machen wir? Wir schauen zu. Syrien hat knapp 20 Millionen Einwohner, Algerien 40 Millionen. Man will sich nicht vorstellen, was geschieht, wenn dort ein Bürgerkrieg aufflammt.

Hätten wir vor acht Jahren eine starke, eine gemeinsame, eine selbstbewußte Außenpolitik gehabt und hätten wir uns diplomatisch eingebracht, wir hätten uns und den Menschen in Syrien viel ersparen können. Darum mein Appell an Berlin, Paris, Rom, Stockholm und ja, auch an Wien und an alle anderen Staats- und Regierungschefs: Wir brauchen ein starkes Europa! Das geht nur, wenn das Einstimmigkeitsprinzip in der Außenpolitik beendet wird. Die Menschen in Algerien und hier bei uns in Europa werden es uns danken.

 
Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2019Rechtlicher Hinweis