Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (ausgewählt)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
 Index 
 Vollständiger Text 
Plenardebatten
Dienstag, 16. April 2019 - Straßburg Vorläufige Ausgabe

Schlussfolgerungen der Tagung des Europäischen Rates vom 10. April 2019 zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Aussprache)
MPphoto
 

  Elmar Brok (PPE). – Frau Präsidentin, Herr Ratspräsident, Herr Kommissionspräsident, Kolleginnen und Kollegen! Werden wir im Oktober eine neue Lage haben, oder werden wir dann in derselben Situation sein wie heute, weil die Dinge sich nicht aufgelöst haben? Ich hoffe, dass Corbyn und May einen Deal finden. Jedenfalls sollte man sich im House of Commons anstrengen, eine konstruktive Lösung so oder so zu finden: drin zu bleiben oder rauszugehen, möglichst nicht mit einem hard Brexit hinauszugehen und nicht dieses unwürdige Spiel fortzusetzen.

Wir brauchen in diesem Haus die Fähigkeit, mit den großen Aufgaben der Zukunft voranzukommen, mit den Fragen, die wir uns stellen – von Migration über die Handelskriege, die Fragen der inneren und äußeren Sicherheit, die Fragen, die mit Klimawandel zu tun haben und manchem anderen. Wir müssen klarstellen, dass die Europäische Union die alleinige Kraft ist, um gemeinsam bei der Verteilung dieser Welt, die die Trumps und Xis und Putins betreiben, Europa zu retten, uns voranzubringen, uns dastehen zu lassen als eigene Kraft, und nicht die Zersplitterung des Nationalismus, der hier wieder von einigen der Redner gepredigt worden ist.

Dieses Europa steht für Solidarität, für Frieden und Freiheit, für Menschlichkeit, für wirtschaftlichen Erfolg. Und dieses Europa hat dies, glaube ich, in hervorragender Weise bisher geleistet. Dies ist heute meine letzte Rede in diesem Haus – nach 39 Jahren –, und ich möchte feststellen, dass dieses Europa eine Erfolgsgeschichte ist. Als ich Mitglied wurde, waren wir neun Mitglieder in einer Zollunion, die nicht richtig funktionierte. Heute sind wir 28 Mitglieder mit einem Parlament, das alles zu sagen hat. Damals hatten wir nichts zu sagen. Dieses Parlament muss dieser Würde gerecht werden, der Macht, die wir erreicht haben, und das muss den Wählern auch mitgeteilt werden.

Notre-Dame, das ist nicht nur ein schönes Gebäude, das ist ein Gebäude des geistigen und geistlichen Europas, des Christentums, das zu uns Europäern gehört. Ich erinnere mich noch an die Bilder, als Präsident Mitterrand dort seine Trauerfeier hatte, und an einen weinenden Helmut Kohl. Dieses war und ist das Europa, das uns voranbringt und die Untaten der Geschichte hinter uns lässt. Lasst uns dieses Europa nicht zerstören! Präsident Mitterrand hat in diesem Haus gesagt: Nationalismus heißt Krieg! Das sollten wir immer im Auge behalten.

(Die Abgeordneten erheben sich von ihren Plätzen und spenden dem Redner Beifall.)

 
Letzte Aktualisierung: 9. Juli 2019Rechtlicher Hinweis