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Plenardebatten
Dienstag, 16. April 2019 - Straßburg Vorläufige Ausgabe

„Horizont Europa“ – Regeln für die Beteiligung und die Verbreitung der Ergebnisse - Programm zur Durchführung von „Horizont Europa“ (Aussprache)
MPphoto
 

  Christian Ehler, Berichterstatter. – Herr Präsident! Ich möchte anlässlich der heutigen Diskussion und der morgigen Verabschiedung des Forschungsprogramms nochmal daran erinnern, dass traurigerweise Europa im Grunde genommen diejenige Insel ist, wahrscheinlich der einzige Ort ist, wo wir hinsichtlich der Vorstellung der europäischen Aufklärung, nämlich der Freiheit der Wissenschaften, noch sichergehen können.

Wenn Sie sehen, dass in den Vereinigten Staaten von der Regierung dekretiert wird, den Klimawandel nicht zu erforschen, wenn Sie sehen, dass in China und in anderen Teilen der Welt die Freiheit der Forschung nicht in diesem Maße gegeben ist, dann sollten wir uns mit dem Programm – auch als Aufgabe für die Zukunft – in Erinnerung rufen, dass der Kampf um die Freiheit der Wissenschaften eine der wichtigsten Aufgaben für die Europäische Union ist. Und wir sollten es auch im globalen Kontext sehen, dass dieses europäische Vorbild ganz wichtig ist für viele Forscher in der Welt.

Ich glaube, es ist wichtig, nochmal zu betonen – auch in Tagen des Brexit –, dass, wie immer die Entscheidung in Großbritannien ausfallen wird – und wir sehen mit großer Sorge auf die Entscheidung in Großbritannien –, Großbritannien selbstverständlich zur europäischen Forschungsgemeinschaft gehört. Mögen wir sozusagen ein Großbritannien des 19. Jahrhunderts porträtieren, mögen politische Entscheidung gefallen sein, aber die Solidarität mit den englischen Forschern, mit Oxford, mit Cambridge ist da, und wir sollten alles tun, das Vereinigte Königreich so nah wie möglich an Europa zu halten.

Anlässlich einer Aussprache im Parlament neigen das Parlament und auch die Berichterstatter und auch dieser Berichterstatter natürlich dazu, tendenziell die eigenen Erfolge und Anstrengungen in den Vordergrund zu stellen. Aber in den Tagen, an denen oft über die Kommission als abstrakte Institution, als Bürokratie gesprochen wird, möchte ich noch einmal hervorheben: Carlos Moedas als Forschungskommissar hat Ehre für die Kommission und für Europa eingelegt. Er hat ein ambitioniertes Programm vorgelegt. Er war manchmal ambitionierter als die eigentlichen stakeholders, und insofern war es für uns eine Freude – wenn auch sicherlich eine notwendige Aufgabe –, dieses ambitionierte Programm zu ergänzen. Aber grundsätzlich ist es eine gemeinschaftliche Leistung, dass Europa schnell gehandelt hat und entschieden und mutig in die Zukunft blickt.

 
Letzte Aktualisierung: 9. Juli 2019Rechtlicher Hinweis