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Plenardebatten
Mittwoch, 17. Juli 2019 - Straßburg Vorläufige Ausgabe

Umweltzonen in den Städten der EU (Aussprache)
MPphoto
 

  Christophe Hansen (PPE). – Herr Präsident! Jährlich sind über 400 000 Todesfälle auf zu hohe Luftverschmutzung zurückzuführen. Neben der menschlichen Tragödie verursachen Staus und die damit verbundene Verschmutzung aber auch wirtschaftliche Kosten in Höhe von 100 Milliarden Euro pro Jahr. Viele Länder haben deshalb bereits Umweltzonen eingeführt, um die Schadstoffbelastung in Städten zu verringern, wo die meisten Menschen der Verschmutzung ausgesetzt sind. Wenn wir allerdings Klimagesetze durchpeitschen, die große Bevölkerungsgruppen mit älteren Dieselfahrzeugen, wie zum Beispiel Handwerksbetriebe, vor existenzgefährdende Herausforderungen stellen, droht die positive Dynamik bei der Klima- und Umweltpolitik ganz schnell ins Gegenteil umzuschwappen.

Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in europäischen Städten, bei dem die verschiedenen Ursachen der Luftverschmutzung berücksichtigt werden – Stichwort smart cities. Der Ausbau eines klugen und nachhaltigen öffentlichen Transportsektors in Verbindung mit dem Ausbau von Fahrradwegen sollte deshalb auch eine Priorität von EU-Fördermitteln sein.

In Zeiten der Digitalisierung stellt sich auch die Frage, ob es wirklich nötig ist, dass die Arbeitnehmer an allen Wochentagen zum Arbeitsplatz pendeln müssen. In Luxemburg pendeln zusätzlich täglich bis zu 200 000 Menschen aus Frankreich, Deutschland und Belgien zu ihrem Arbeitsplatz. Home office ist aus steuerlichen Gründen aber oft nicht möglich. Hier brauchen wir pragmatische europäische Lösungen in Steuerfragen. Aber auch Coworking-Außenstellen an den nationalen und Stadtgrenzen können eine Lösung darstellen – Lösungen, die den Menschen das Leben vereinfachen und gleichzeitig der Umwelt dienen. Hier sind besonders die Mitgliedstaaten gefragt.

 
Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2019Rechtlicher Hinweis