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Plenardebatten
Mittwoch, 23. Oktober 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Der türkische Militäreinsatz im Nordosten Syriens und seine Folgen (Aussprache)
MPphoto
 

  Martin Sonneborn (NI). – Frau Präsidentin, liebe Kollegen! Wenn ich derzeit irgendwo gefragt werde, was ich beruflich mache, erkläre ich, dass ich gerade aus dem Gefängnis komme und mich noch orientieren muss. Dass ich etwas mit der EU zu tun habe, ist mir zu peinlich in Zeiten wie diesen, in denen der Irre vom Bosporus ungestraft Angriffskriege führt, Zivilisten mit deutschen Waffen töten lässt und man das Verhalten von EU, NATO und Bundesregierung nur als Beihilfe werten kann.

Mit dem türkischen Diktator müsse man eine Sprache sprechen, die er versteht, heißt es. Und deshalb sage ich: Wenn Erdoğan mit drei Millionen Flüchtlingen droht, dann drohen wir mit drei Millionen Türken aus Kreuzberg – Zwinker-Smiley. Und wenn das nicht reicht, schicken wir noch drei Millionen deutsche Rentner hinterher. Beide Maßnahmen dürften zudem den Wohnungsmarkt entspannen, die deutsche Rentenkasse entlasten und der Letztwählerpartei CDU eine empfindliche Wahlniederlage bescheren.

 
Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2020Rechtlicher Hinweis