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Plenardebatten
Mittwoch, 23. Oktober 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Suche und Rettung im Mittelmeer (Aussprache)
MPphoto
 

  Karoline Edtstadler (PPE). – Frau Präsidentin, Herr Kommissar! Über zwei Dinge sind wir uns wohl alle einig: Zum Ersten ist es unsere internationale, aber vor allem auch humanitäre Pflicht, Menschenleben zu retten, und zum Zweiten ist das Schlepperwesen eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen und muss daher mit allen Mitteln bekämpft werden.

Während wir hier über Seenotrettung diskutieren, ereignete sich in England eine humanitäre Katastrophe: 39 Leichen wurden in einem LKW gefunden, vermutlich geschleppte Personen. Das erinnert frappant an ein Drama in Österreich im August 2015 auf der A4 in der Nähe von Parndorf. In einem abgestellten LKW wurden 71 geschleppte Personen tot aufgefunden. Vorfälle wie diese führen uns drastisch vor Augen, welche Brutalität die Schlepper an den Tag legen, wie sie die Verzweiflung der Menschen ausnutzen und sozusagen auch – in Anführungszeichen – den Tod ihrer Kunden in Kauf nehmen, nur um daraus selbst Profit zu schlagen.

Wir dürfen daher hier nicht den Falschen in die Hände spielen, und wir müssen uns darüber bewusst sein, welche Signale wir aussenden. Die völlig außer Frage stehende Rettung im Mittelmeer muss von dem getrennt werden, was danach passiert, und solange die Rettung im Mittelmeer das Ticket nach Europa bedeutet, solange werden Menschen sich auf wackelige Boote begeben, in der Gefahr, hier ihren Tod zu finden. Bleiben wir daher realistisch und machen wir das, was geboten ist, nämlich eine Kooperation mit den Drittstaaten, die wir verbessern müssen, sichere Plätze in Dritt- und Transitländern zu etablieren und dem Kontinent Afrika eine Zukunftsperspektive zu geben.

 
Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2020Rechtlicher Hinweis