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Plenardebatten
Mittwoch, 18. Dezember 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Strategie der EU zur weltweiten Einstellung der Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen (Aussprache)
MPphoto
 

  Maria Noichl, im Namen der S&D-Fraktion. – Frau Präsidentin! Immer schon, leider immer schon, ist der Körper von Frauen ein Kampfplatz. In jeder Kultur, in jeder Religion, auf jedem Kontinent und zu jeder Zeit. Es ist immer der weibliche Körper, auf den zugegriffen wird. Wie lässt sich das erklären?

Wir erinnern uns: Es waren die weiblichen Körper, zum Beispiel in China, es waren die Frauen, denen die Füße so gebunden wurden, dass sie verkrüppelt wurden – die sogenannten Lotusfüße –, es waren nicht die Füße der Männer. Wir erinnern uns: Es war die Schnürung von Frauen – Korsettschnürung –, die den Körper so deformiert hat, dass Frauen lebenslange Folgen hatten, es waren nicht die Körper der Männer.

Und jetzt in der Gegenwart? Jetzt ist es die Genitalverstümmelung – eine Verstümmelung, die Frauen die Sexualität raubt oder teilweise raubt, lebenslang, die Schmerzen erzeugt. Und teilweise werden Frauen zugenäht, es werden keine Männer zugenäht, es werden Frauen zugenäht.

Auch bei uns gibt es Kulturen, Kulturen der Jungfräulichkeit zum Beispiel, eine Jungfrauenkultur, die immer wieder auch in Europa aufploppt. Es geht immer, immer, immer um eins: Es geht um die Kontrolle von Männern über den Körper der Frau, es geht um die Formung des Körpers, es geht um die Einschränkung, und es geht darum, Frauen Schmerzen zuzufügen.

 
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2020Rechtlicher Hinweis