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Plenardebatten
Mittwoch, 18. Dezember 2019 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

Strategie der EU zur weltweiten Einstellung der Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen (Aussprache)
MPphoto
 

  Christine Anderson, im Namen der ID-Fraktion. – Frau Präsidentin! Wir reden hier über die Strategie der EU zur Bekämpfung der menschen- und frauenverachtenden Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung. Soeben hörten wir von den Kollegen Fitzgerald, Tolleret und Herzberger-Fofana, dass sie diese bestialische Genitalverstümmelung kleiner Mädchen zutiefst verurteilen und diese unmenschliche Praxis entschieden zu bekämpfen bereit sind. Eine derart verlogene Heuchelei sucht wirklich ihresgleichen!

Vor gerade einmal drei Wochen haben nämlich ausgerechnet sie einen Änderungsantrag zur Istanbul-Konvention abgelehnt, der zum Ziel hatte, diese widerliche Praxis zu thematisieren und zu verurteilen. Warum? Weil ihnen das unsägliche Leid der betroffenen Mädchen und Frauen offenbar schlichtweg egal ist. Ihnen war es doch sehr viel wichtiger, den Änderungsantrag abzulehnen, weil er von mir – der Persona non grata mit dem falschen Parteibuch – kam. Die verabschiedete Entschließung umfasst 3 331 Wörter, mein Änderungsantrag hätte in der Entschließung mit 176 Wörtern die Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, mit der diese widerliche Praxis bekämpft und unterbunden gehört. So aber wird durch die Ablehnung die weibliche Genitalverstümmelung nur ein einziges Mal irgendwo unter ferner liefen erwähnt und auf den Stellenwert einer Fußnote degradiert. Wem wollen Sie also verkaufen, weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen zu wollen? Schämen Sie sich!

Übrigens werden sich zu diesem Tagesordnungspunkt heute auch noch die Abgeordneten Palop, McGuinness, Pereira, Walsh und Jones äußern, um nur ein paar zu nennen. Auch sie haben diesen Änderungsantrag abgelehnt. Wenn auch sie hier die üblichen Sprechblasen geheuchelter Betroffenheit absondern, dann wäre dies in Anwesenheit der mir folgenden Rednerin, Frau Assita Kanko, eine wirklich niederträchtige und zutiefst verachtenswerte Respektlosigkeit.

 
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2020Rechtlicher Hinweis