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Plenardebatten
Donnerstag, 19. Dezember 2019 - Straßburg Vorläufige Ausgabe

Afghanistan, insbesondere der mutmaßliche sexuelle Missbrauch von Jungen in der Provinz Logar
MPphoto
 

  Christine Anderson, im Namen der ID-Fraktion. – Herr Präsident! Der Missbrauch von Kindern in Afghanistan ist entsetzlich, der sexuelle Missbrauch eines jeden Kindes ist entsetzlich. Leider ist diese Form des Missbrauchs nicht ungewöhnlich in islamischen Ländern und letztlich nichts anderes als Ausdruck der dort vorherrschenden Kultur.

Das Problem hier allerdings ist, dass das Europäische Parlament es sich wieder einmal anmaßt, mit erhobenem Zeigefinger die Missstände anderer Länder anzuprangern. Wir hören wieder Sonntagsreden und leere Sprechblasen von Betroffenheitsbekundungen. Da kann man sich dann auch wieder richtig gut fühlen und seine moralische Überlegenheit beweisen. Aber an der Lebensrealität dieser Kinder ändern sie rein gar nichts.

Allein die Benennung des höchst problematischen Umgangs mit der Sexualität im Islam ist ja hierzulande bereits ein Hinweis auf Rassismus. Wenn aber die kausale Ursache eines Problems nicht einmal mehr benannt werden darf, dann tun Sie hier bitte nicht so, als sei Ihnen am Schicksal dieser Kinder gelegen. Ihre öffentlich zelebrierte moralische Überlegenheit, die Sie wie einen Popanz vor sich hertragen, ist nichts anderes als der Heiligenschein der Scheinheiligen.

 
Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2020Rechtlicher Hinweis