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Parlamentarische Anfragen
PDF 195kWORD 17k
28. September 2016
E-007203-16
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-007203-16
an die Kommission
Artikel 130 der Geschäftsordnung
Josef Weidenholzer (S&D) , Frank Engel (PPE) , Sophia in 't Veld (ALDE) , Ulrike Lunacek (Verts/ALE) , Péter Niedermüller (S&D) , Laura Ferrara (EFDD) , Birgit Sippel (S&D) , Róża Gräfin von Thun und Hohenstein (PPE) , Evelyn Regner (S&D) , Kati Piri (S&D) , István Ujhelyi (S&D) , Kathleen Van Brempt (S&D) , Knut Fleckenstein (S&D) , Karoline Graswander-Hainz (S&D) , Inés Ayala Sender (S&D) , Cecilia Wikström (ALDE) , Gérard Deprez (ALDE) , Michel Reimon (Verts/ALE) , Jutta Steinruck (S&D) , Olle Ludvigsson (S&D) , Jens Geier (S&D) , Eugen Freund (S&D) , Tanja Fajon (S&D) , Brando Benifei (S&D) , Marju Lauristin (S&D) , Soraya Post (S&D) , Sylvie Guillaume (S&D) , Sylvia-Yvonne Kaufmann (S&D) , Claude Moraes (S&D) , Christine Revault D'Allonnes Bonnefoy (S&D) , Andrejs Mamikins (S&D) , Cécile Kashetu Kyenge (S&D) , Elly Schlein (S&D) , Juan Fernando López Aguilar (S&D) , Anna Hedh (S&D) , Constanze Krehl (S&D) , Paul Tang (S&D) , Ana Gomes (S&D) , Marie-Christine Vergiat (GUE/NGL) , Miltiadis Kyrkos (S&D) , Beatriz Becerra Basterrechea (ALDE) , Victor Boştinaru (S&D) , Udo Bullmann (S&D) , Isabelle Thomas (S&D) , Demetris Papadakis (S&D) , Pervenche Berès (S&D) , Ismail Ertug (S&D) , Pier Antonio Panzeri (S&D) , Maria Arena (S&D) , Karin Kadenbach (S&D) , Dariusz Rosati (PPE) , Angelika Mlinar (ALDE) , Benedek Jávor (Verts/ALE) , Csaba Molnár (S&D) , Tibor Szanyi (S&D)

 Betrifft:  Mutmaßliche Veruntreuung von EU-Geldern in Ungarn
 Schriftliche Antwort 

Aus dem Bericht des OLAF für das Jahr 2015 geht hervor, dass in einem Dreijahreszeitraum in 17 Fällen des mutmaßlichen Missbrauchs von EU-Geldern in Ungarn ermittelt wurde. In 14 Fällen ergab sich ein begründeter Verdacht der Veruntreuung von EU-Geldern, was bedeutet, dass in über 80 % der untersuchten Fälle Gelder missbraucht und Empfehlungen ausgesprochen wurden.

Für die Verfasser dieser Frage besteht angesichts dieser Umstände Anlass zu der Sorge, dass ein großer Anteil der Gelder, die für Infrastruktur‐ und Beschäftigungsprogramme vorgesehen waren, missbräuchlich verwendet worden sind.

Ein Beispiel dafür ist eine 6 km lange Zugstrecke, die zum Landhaus des Premierministers führt. Für den Bau dieser Strecke wurden Steuergelder in Höhe von 1,9 Mio. EUR verwendet. Die Schätzungen, denen zufolge diese Zugstrecke täglich von 2 560‐7 080 Menschen genutzt werden würde, haben sich inzwischen als stark übertrieben erwiesen. In der Tat wird die Strecke von lediglich 30‐50 Reisenden pro Tag genutzt.

1. Welche Schritte hat die Kommission bereits eingeleitet, um Ungarn nahezulegen, den im Bericht des OLAF ausgesprochenen Empfehlungen Rechnung zu tragen?

2. Ist die Kommission über die entsprechenden Maßnahmen der ungarischen Behörden und die einschlägigen Gerichtsverfahren informiert? Inwiefern könnte die künftige Europäische Staatsanwaltschaft in solchen Fällen besser ermitteln?

3. Die Kommission wird gebeten, Informationen über die Beträge bereitzustellen, die bereits wiedereingezogen wurden, sowie darüber, welche weiteren Schritte sie einleiten wird, um zu Unrecht gezahlte Mittel wiedereinzuziehen.

Originalsprache der Anfrage: EN 
Rechtlicher Hinweis